Harms, Röpcke und Reitschuster gegen Nord Stream 2: Das letzte Aufgebot der Manipulation

Gegner der Pipeline Nord Stream 2 haben sich gerade auf einer Konferenz getroffen: Dabei hat Personal der Grünen gemeinsam mit dem der „Bild“-Zeitung und solchem von der NATO gewirkt – und sich zu einer fragwürdigen Koalition verbunden.

  • Tobias Riegel

Personal der Grünen, der NATO und der „Bild“-Zeitung sowie Vertreter aus osteuropäischen Staaten haben sich gerade in einer bemerkenswerten Koalition zusammengefunden: Eine Konferenz in Berlin hat sich am Donnerstag zur Pipeline Nord Stream 2 positioniert – genauer gesagt: dagegen. Bereits der Titel der Veranstaltung ließ ahnen, wohin die Reise wohl gehen würde: „Putins Nord Stream 2-Pipeline und ihre tatsächlichen Kosten für Europa“.

Wenn sich Rebecca Harms (Grüne), Julian Röpcke („Bild“) und Sijbren de Jong vom NATO-Hauptquartier zu einer „Informations“-Veranstaltung zusammenfinden und wenn dann noch der „Journalist“ Boris Reitschuster als „normaler“ Gesprächspartner in Sachen Russland eingeführt wird – dann wird der Raum für antirussische Diffamierung einerseits weit geöffnet, was schwer erträglich ist. Wenn allerdings andererseits diese Personen die letzten transatlantischen Reserven darstellen, die das fast fertig gestellte Pipeline-Projekt noch aufhalten sollen – dann kommen doch Zweifel auf, ob man sich um das europäisch-russische Energievorhaben noch allzu großen Sorgen machen muss. Doch das könnte ein ein fataler Fehlschluss sein: Denn andererseits planen die USA aktuell scharfe Sanktionen gegen die Pipeline und beteiligte Länder, dazu später im Text mehr.

Auf verlorenem Posten: „Wir können Nord Stream 2 nicht mehr aufhalten.“

Trotz der im Raume hängenden US-Drohungen zu Sanktionen und einer in diesem Text formulierten Warnung vor zu viel Optimismus: Auf der Konferenz am Donnerstag konnte einen das Gefühl beschleichen, dass hier mit großer Geste, aber vermutlich folgenlos, der Mond angebellt wird. Das stellte auch etwa der stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des estländischen Parlaments, Marko Mihkelson, so ernüchtert wie unverblümt fest und verband es gleich mit Forderungen nach Aufrüstung:

„Wir verlieren, wir können Nord Stream 2 und die russischen Aggressionen nicht mehr aufhalten. Vielleicht ist es Zeit, statt auf ‚Wandel durch Handel‘ auf ‚Wandel durch Stärke‘ zu setzen: Es braucht mehr Geld für die Verteidigung.“

Die dennoch anhaltenden starken transatlantischen Widerstände gegen Nord Stream 2 sind bekannt – auch die dadurch einmal mehr sichtbare mutmaßliche Verbindung zwischen Personal der Grünen, des Springer Verlags und Abgesandten aus dem NATO-Hauptquartier. Im Falle der Grünen würde man sich wünschen, dass diese fragwürdige Seite des Parteicharakters endlich ins Bewusstsein der Bürger dringt und sich auch in Wahlergebnissen niederschlägt. …

https://www.nachdenkseiten.de/?p=55548

#Nordstream

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