Türkische Offensive: Die Stunde der Befreiung für IS-Kämpfer und -Anhängerinnen?

Das Gefangenen-Lager in Ain Issa wurde niedergebrannt. Frankreich will gefangene IS-Kämpfer mit abziehenden Truppen schnell in den Irak bringen

  • Thomas Pany

Das Lager in Ain Issa brennt. Nach Angaben der kurdischen Nachrichtenagentur ANHA sollen islamistische Milizen, die mit der Türkei verbündet sind, sich dort “eingeschmuggelt” und das Feuer gelegt haben.

Laut einer kürzlich erschienenen Reportage zweier US-Extremismusforscher, die das Lager im Sommer besuchten, hielten sich dort 256 Frauen und 1000 Kinder unter Aufsicht von kurdischen Sicherheitskräften auf, es gab eine eigene Sektion für IS-Familien. Die Atmosphäre wurde als gewaltsam geschildert. Ähnlich wie im bekannteren Camp al-Hol war die IS-Ideologie und deren Diktatur der brachialen Scharia-Auslegung prägend für die Situation im Lager.

Dass man sich dort von den islamistischen Milizen, die mit der Türkei verbündet sind, worunter einige auch Verbindungslinien zum IS haben, Befreiungsaktionen versprach, war längst kein Geheimnis mehr. Das kursierte in Medienberichten wie auf Twitter. Der Alt-Kalif al-Bagdadi hatte dies bei seiner letzten Ansprache angekündigt und zur Pflicht seiner Anhänger gemacht.

Als nun kürzlich gemeldet wurde, dass die Türkei Gefängnisse bombardiert haben soll, hieß es, dass 100 IS-Dschihadisten mit ihren Familien die Flucht aus dem IS-Camp Ain Issa gelungen sei (Türkei bombardiert gezielt IS-Gefängnisse), was darauf aufmerksam machte, dass sich auch IS-Kämpfer unter den Lagerinsassen befanden.

Am frühen Mittwochabend berichtet nun die deutsche Ausgabe der kurdischen ANF-News, dass “protürkische Dschihadisten (…) nach schweren Kämpfen mit den Demokratischen Kräften Syriens in das Ain Issa Camp vorgedrungen (sind). Sie haben dort alle inhaftierten IS-Mitglieder befreit und das Camp anschließend in Brand gesetzt.”

Damit ist ein Szenario Wirklichkeit geworden, vor dem die Europäer gewarnt worden waren. Wie sich der Mangel an Entschlossenheit rächt, ist noch offen. Die Regierungen in Berlin, London und Paris haben das Problem mit den gefangenen IS-Kämpfern und den IS-Familien, Frauen und Kindern auf die lange Bank geschoben oder, wie es die französische Regierung weiter praktiziert, in den Irak verlagert. …

https://www.heise.de/tp/features/Tuerkische-Offensive-Die-Stunde-der-Befreiung-fuer-IS-Kaempfer-und-Anhaengerinnen-4558442.html

#USandISIS#YinonPlan

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