MH-17 – Die Desinformation der westlichen Medien geht in eine neue Runde

Am Donnerstag haben Medien gemeldet, es gäbe neue Erkenntnisse im Fall des über der Ukraine abgeschossenen Fluges MH17. Und natürlich deutet alles auf Russland hin. Welche neuen Erkenntnisse gibt es und was sind sie wert?

  • Anti-Spiegel

Über MH17 habe ich in meinem Buch über die Ukraine-Krise ausführlich geschrieben und das Kapitel auch als Leseprobe hier veröffentlicht. Da das Kapitel jedoch fast 70 Seiten umfasst, habe ich auch eine Kurzzusammenfassung geschrieben, die Sie hier finden.

Die Frage ist also, was es nun tatsächlich Neues gibt. Antwort: In der Sache gar nichts, aber der Reihe nach.

Die Niederlande haben ein Problem. Der ermittelnde Staatsanwalt Westerbeke hat sich entschieden, Anklage wegen MH17 gegen vier Personen zu erheben, die er aber gar nicht in Gewahrsam hat. Entgegen allen Meldungen der westlichen Medien gibt es keine belastbaren Belege für die Schuld von irgendwem. Der Untersuchungsbericht der Ermittler gibt zur Schuldfrage nichts her. Und so stützt sich die Anklage von Westerbeke im Wesentlichen auf angeblich abgehörte Telefonate, die er vom ukrainischen Geheimdienst SBU bekommen hat. Deren Echtheit ist aber fraglich.

Die Ukraine ist Partei in dem Fall und sehr daran interessiert, Russland die Schuld zu geben. Nicht nur aus Prinzip, weil Kiew Russland als Feind ansieht, sondern auch aus praktischen Gründen. Das Unglück geschah im ukrainischen Luftraum, für dessen Sicherheit die Ukraine verantwortlich ist. Sie hätte den Luftraum über dem Kriegsgebiet sperren müssen, wenn er nicht mehr sicher gewesen wäre. Und das war er nicht, weil nur Tage vor dem Unglück eine ukrainische Militärmaschine in 6.000 Meter Höhe abgeschossen worden ist. Und Luftabwehrraketen, die 6.000 Meter hoch schießen können, kommen auch noch höher.

Es geht dabei nicht nur um die moralische Schuld, sondern auch um viel Geld. Sollte die Ukraine deswegen Verantwortung tragen, dann hätten die Hinterbliebenen der Opfer Anspruch auf Schadenersatz. Es geht um viele Millionen und die Ukraine ist ein bankrotter Staat, für den das viel Geld wäre.

Nun haben die Ermittler (nicht der Staatsanwalt, das sind zwei verschiedene Dinge) erneut abgefangene Telefonate veröffentlicht. Die Quelle wird nicht angegeben, aber es dürfte sich wieder um den SBU handeln, der schon oft mit falschen Beweisen versucht hat, Punkte zu machen. Die „beste“ Meldung des SBU war im September 2014 ein angeblicher russischer Angriff mit Atomwaffen im Bürgerkriegsebiet, den ein ukrainischer Minister dann auch noch an die große Glocke gehängt hat. …

https://www.anti-spiegel.ru/2019/mh-17-die-desinformation-der-westlichen-medien-geht-in-einer-neue-runde/

#MH17

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