Grünen-Parteitag: Die “Tesla-Partei” will an die Macht

Doch Menschenrechtskriege dürften dann zunehmen. Ein Kommentar

  • Peter Novak

Über 20 Jahre ist es her, da versank ein Parteitag der Grünen in Bielefeld fast im Chaos und stand mehrmals kurz vor dem Abbruch. Höhepunkt war der Wurf eines Farbbeutels ins Ohr des damaligen Bundesaußenministers Josef Fischer. Der war noch nicht lang im Amt und war mit seinem sozialdemokratischen Koalitionspartner für den Krieg gegen Jugoslawien verantwortlich.

Die Frage, ob die Grünen, die mal aus der deutschen Friedensbewegung hervorgingen, Deutschland wieder kriegsfähig machen sollen, schien die Partei an den Rand der Spaltung zu bringen. Viele sahen vor 20 Jahren gar das baldige Ende der Grünen kommen. Nun tagt der Bundesparteitag der Grünen wieder in Bielefeld und dort wird nun diskutiert, wer von beiden Vorsitzenden sich besser für eine Kanzlerschaft eignet.

Natürlich Annalena Baerbock, die auch mit fast 97 % die meisten Stimmen für die Fortsetzung ihrer Arbeit als Parteivorsitzende bekommen hat. Es wäre ja auch schwer denkbar, dass ausgerechnet die Grünen, die so viel von Geschlechtergerechtigkeit reden, nach der Merkel-Ära einen Mann als Kanzlerkandidaten bewerben würden. Ansonsten ist bei den Grünen fast alles vorstellbar – vor allem aber eine Koalition mit den Unionsparteien.

Das ist schon lange der Wunsch der führenden Grünen. Darauf arbeiten sie seit mehreren Jahren hin. Nach den letzten Bundestagswahlen hat die FDP das noch verhindert. Dass jetzt sogar im Nachbarland Österreich die dortigen Grünen mit einer ÖVP, die unter der Ägide Kurz eindeutig einen Rechtsschwenk gemacht hat, über eine Regierungskoalition verhandeln, gibt den schwarz-grünen Koalitionsträumen noch mehr Aufwind. …

https://www.heise.de/tp/features/Gruenen-Parteitag-Die-Tesla-Partei-will-an-die-Macht-4587961.html

#Grünen

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