Und immer geht’s ums Öl

Wenn man Kanzlerin Merkel glauben darf, dann geht es bei der Libyen-Konferenz nur um Frieden. Doch insgeheim denken fast alle Beteiligten an Öl. Auch in der Irak-Krise spielt das “schwarze Gold” eine wichtige, wenn auch versteckte, Rolle.

  • Lost in Europe

In Libyen liegt die Ölproduktion wegen des Bürgerkriegs am Boden. Das ärgert vor allem den italienischen Energiekonzern Eni – dessen Anteil an der libyschen Öl- und Gasproduktion beträgt rund 45 Prozent. Italien hat damit das größte Interesse an einer Befriedung.

Daneben ist auch noch das deutsche Unternehmen Wintershall Dea in Libyen tätig. Auch französische Unternehmen möchten sich im Energiesektor engagieren. Zusätzlich besitzt der US-Konzern Exxon seit langem Konzessionen im Öl- und Gassektor des Landes.

Neuerdings sind auch Offshore-Felder im östlichen Mittelmeer in den Blickpunkt geraten. Die Türkei hat dort weitreichende Ansprüche angemeldet – und dafür sogar einen Pakt mit der Einheitsregierung in Tripoli geschlossen.

Dies wiederum ruft Ägypten, Israel und vor allem Griechenland und Zypern auf den Plan. Die beiden EU-Länder haben den Pakt als rechtswidrig erklärt und versuchen nun, neue türkische Bohrungen im Mittelmeer zu verhindern.

Wenn Merkel und Maas diesen Konflikt nicht ansprechen und lösen, dürfte sich die Libyen-Krise nicht lösen lassen. Sie könnte sich sogar auf das gesamte östliche Mittelmeer ausweiten. Frankreich schickt schon Militärschiffe. …

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