Das Koch-Soros Quincy-Projekt: ein abgewrackter Zug von neokonservativen und “humanitären” Interventionisten

Diejenigen, die hofften, dass die nicht-interventionistische Sache wirklich gestärkt wird, wenn sich ein paar Oligarchen, die mit globalem Interventionismus ein Vermögen gemacht haben, zusammenschließen und Millionen in Washingtoner Denkfabriken pumpen, werden von dem Eisenbahn-Wrack schwer enttäuscht sein, das die Koch/Soros-Allianz hervorgebracht hat.

  • Daniel McAdams

Das Ergebnis war bisher keine tektonische Verschiebung zugunsten einer neuen Richtung mit neuen Gesichtern und neuen Ideen, sondern eher eine Gelegenheit für dieselben alten Washingtoner Think Tanks, die jetzt mit noch mehr Geld überschwemmt werden, um ihren geliebten Interventionismus neuerdings als “Zurückhaltung” zu bezeichnen.

Das Flaggschiff dieses neuen Bündnisses, das Quincy Institute for Responsible Statecraft, wurde als ein weltbewegender Durchbruch verkauft – ein “seltsames Paar” des “linken” Soros und des “rechten” Koch, die Differenzen mutig beiseite werfen, um sich zusammenzuschließen und “die endlosen Kriege zu beenden”.

Diese Organisation ist jetzt aufgestellt und funktioniert, und sie ist nicht schön.

Zunächst einmal ist die ganze Prämisse zutiefst fehlerhaft. George Soros ist kein “Linker” und Koch ist kein “Rechter”. Es ist falsches Marketing, wie die Behauptung, dass das Trinken von Cola Light dünn macht. Beide sind globalistische Oligarchen, die weiterhin Hunderte von Millionen Dollar investieren, um eine Welt zu schaffen, in der die Eliten ohne Rechenschaftspflicht außer gegenüber sich selbst regieren, und “die Inter-Agentur”, und nicht ein gewählter Präsident der USA, die US-Außenpolitik bestimmt.

Wie der libertäre Intellektuelle Tom Woods einmal sagte: “Egal, wem Sie Ihre Stimme geben, am Ende bekommen Sie immer John McCain. Das ist genau die Welt, die Koch und Soros wollen. Es ist eine Welt von Davos mit Reißzähnen, nicht Mainstreet, USA.

Eine ‘neue Vision’?

Wer bezweifelt, dass Quincy nur eine Massenumfärbung für die gleiche gescheiterte Außenpolitik der letzten zwei Jahrzehnte ist, braucht nichts weiter zu machen als die erste große öffentliche Veranstaltung dieser Organisation, eine Konferenz zusammen mit dem Foreign Policy Magazine am 26. Februar – “Eine neue Vision für Amerika in der Welt” – zu untersuchen.

So wie man alten Wein in neue Flaschen füllt, wird diese “neue Vision” von denselben Personen und Institutionen präsentiert, die uns die “alte Vision” gegeben haben – Sie wissen schon, diejenige, die sie jetzt zu bekämpfen vorgeben.

Wie sollte jemand, der daran interessiert ist, die Außenpolitik einzuschränken – ganz zu schweigen von tatsächlichem Nicht-Interventionismus – auf die Auftaktpräsentation der Konferenz des Quincy-Instituts “Perspektive der globalen Führung der USA im 21. Jahrhundert” reagieren, die der in Ungnade gefallenen US-General David Petraeus zum Besten geben wird?

Petraeus ist neben vielen anderen Dingen ein Architekt der katastrophalen und gescheiterten “Aufstockungs”-Politik im Irak. Er ist immer noch überzeugt (zumindest bis vor einigen Jahren), dass wir im Irak “gewonnen” haben … aber dass wir es nicht wagen, die Besatzung zu beenden, damit wir nicht verlieren, was wir “gewonnen” haben. Was hat das mit “Zurückhaltung” zu tun?

Als Chef der CIA schloss er sich mit der damaligen Außenministerin Hillary Clinton zusammen, um die brillante Idee zu entwickeln und voranzutreiben, al-Qaida und andere Dschihadisten direkt und offen auszubilden und auszurüsten, um die säkulare Regierung von Bashar Assad zu stürzen. Wie steht es hier mit der “Zurückhaltung”?

Auf einer durchgesickerten Tonbandaufnahme von einem Treffen der Fox-Nachrichtensprecherin Kathleen T. McFarland auf Geheiß des damaligen Fox-Vorsitzenden Roger Ailes mit Petraeus, um ihn zu überzeugen, für das Amt des US-Präsidenten zu kandidieren, sagte Petraeus ihr, dass die CIA seiner Ansicht nach “ein nationales Gut … ein Schatz” sei. Dann sprach er sich für die Rolle der CIA in Libyen aus.

Aber die Absurdität, die Konferenz mit einem so unbelehrbaren kriegstreiberischen Interventionisten einzuleiten, ist nur der Anfang der Reise durch den Kaninchenbau der Quincy-Konferenz. …

http://antikrieg.com/aktuell/2020_02_16_daskochsoros.htm

#Soros

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