Keine Fingerabdrücke und DNA-Spuren von Amri im Tat-LKW

Der Untersuchungsausschuss im Bundestag entdeckt massive Hinweise auf Manipulationen bei den Anschlagsermittlungen – Landeskriminalamt eng mit islamistischer Szene verwoben

  • Thomas Moser

Das Maß der Ungereimtheiten im Terrorkomplex Breitscheidplatz erreicht inzwischen NSU-Niveau. Der Untersuchungsausschuss im Bundestag nahm sich jetzt die Ermittlungen und Polizeimaßnahmen nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt vor und entdeckte massive Hinweise auf Manipulationen.

Beginnen wir mit der Tat vom 19. Dezember 2016. Polizeihauptkommissar Rainer G., 62 und inzwischen pensioniert, leitete das Infomobil, eine bewegliche Polizeiwache, an der Südseite der symbolträchtigen Gedächtniskirche. Am Nachmittag, sagte Rainer G. jetzt als Zeuge im Untersuchungsausschuss des Bundestags, habe ihm ein Vertreter der Kirchengemeinde berichtet, sie hätten Hinweise auf einen eventuellen Anschlag auf die Weihnachtsandacht am 24. Dezember erhalten. Konkretisieren konnte das der Kirchenvertreter nicht. Abends fand die gut besuchte montägliche Abendspeisung für Bedürftige statt.

Gegen 20 Uhr vernahm der Polizeibeamte den lauten Knall, als der Lastwagen auf der anderen Seite der Kirche in die Budengasse raste. Eine Kollege meldete, er habe Schüsse gehört. Es dauerte einige Minuten, bis sich Rainer G. zum Tatfahrzeug durchgearbeitet hatte. Er versuchte, eine Übersicht über den Schaden zu bekommen und richtete eine Zeugensammelstelle ein. Die Fahrertür stand offen. Ein Mann berichtete, der Fahrer sei ausgestiegen, habe sich quer über die Straße und dann Richtung Bahnhof Zoo bewegt.

G. schaute in die Fahrerkabine und entdeckte eine tote Person, die in eine Decke eingehüllt im Fußraum lag mit dem Kopf zur Beifahrertür. Es war der polnische Speditionsfahrer Lukasz Urban, wie sich später herausstellte. Mit Hilfe von Feuerwehrleuten wurde er geborgen. Durchsucht habe er das Führerhaus nicht, so Polizeihauptkommissar (PHK) G. Gesichert oder bewacht wurde es in der Folge nicht.

In der ersten Phase, noch ehe sein Wachleiter da war, kam ein Mann auf ihn zu, der sich als Beamter der Kriminalpolizei oder des Landeskriminalamtes vorstellte. Er sei in der Nähe gewesen. Ihm benannte der Streifenbeamte die Zeugen. Kurz darauf gesellte sich ein zweiter Beamter dazu, für Rainer G. waren beide offensichtlich leitende Beamte. Die Namen kennt er nicht. Sie wiesen ihn dann an, den Toten aus dem Fahrerhaus nach Papieren zu durchsuchen.

Dass frühzeitig zwei – mögliche – LKA-Beamte am Anschlagsort waren, war für die Abgeordneten eine neue Information. Aus den Unterlagen ergibt sich das nicht. Auch aus den Vernehmungen in den parlamentarischen Untersuchungsausschüssen (PUA) sind sie nicht bekannt. Ähnliches gilt für den Leiter der Polizeidirektion 2, Stefan Weis, der danach am Tatort erschien. Er war damit der ranghöchste Beamte vor Ort und hätte die Einsatzleitung übernehmen müssen. Doch in den Akten haben die Abgeordneten dazu nichts gefunden.

Noch vor der Bergung des toten Fahrers wurde der Auflieger auf Sicherheitsrisiken überprüft. Die Plane wurde aufgeschnitten. Die Ladung bestand aus Stahlträgern. Eine Gefahrensituation möglicherweise durch Sprengstoff schloss die Polizei daraufhin aus. …

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#Staatsterror

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