Evaluierung bisher leider unerwünscht

Niemand weiß, welchen Effekt die zur Coronabekämpfung ergriffenen Maßnahmen tatsächlich haben. Eine wissenschaftliche Begleitforschung aber lehnen Gesundheitsministerium und Forschungsministerium ab

Von Heike Haarhoff

Schulschließungen und Ausgangsbeschränkungen, Kontakt- und Arbeitsverbote: Es sind drastische Maßnahmen, mit denen die Bundesregierung im Kampf gegen die Coronapandemie die Freiheitsrechte der Bürgerinnen und Bürger derzeit einschränkt. Aber welche Wirkungen, positiv wie negativ, haben diese sogenannten nichtpharmakologischen Interventionen tatsächlich? Die Regierung weiß es nicht – und will es offenbar nicht wissen.

Eine begleitende wissenschaftliche Forschung, die die Effektivität der Maßnahmen evaluieren und ins Verhältnis zu ihren unerwünschten sozialen, wirtschaftlichen oder psychischen Nebenwirkungen setzen könnte, ist bisher jedenfalls nicht vorgesehen. Das ergaben Anfragen der taz beim Bundesgesundheitsministerium (BMG) und beim Bundesforschungsministerium (BMBF).

„Eine Evaluierung der Effekte dieser Maßnahmen“, teilt ein Sprecher des BMG der taz mit, „kann aufgrund der Kürze der Einschränkungen noch nicht stattfinden.“ Auch auf absehbare Zeit wird es sie wohl nicht geben: „Das BMBF hat keine Studien beauftragt“, erklärt eine Sprecherin lapidar. Nur aus China lägen „vorläufige Ergebnisse solcher Studien“ vor. Jedoch: „Gegenwärtig ist unklar, ob diese auf die deutsche oder europäische Situation übertragbar sind. Belastbare Erkenntnisse aus Deutschland oder Europa liegen dem BMBF nicht vor.“ Und kurzfristig, so die Sprecherin, werde sich daran auch nichts ändern: „Es wurde keine Begleitforschung beauftragt.“ …

https://taz.de/!5670966/

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