Finanzcrash. Rezession. Pandemie. Der Finanzkapitalismus befeuert die Dreifach-Krise

Conrad Schuhler schreibt über das Aufeinandertreffen der drei Krisen: der Finanzcrash, die folgende schwere Rezession und die Pandemie. Dieses Krisenknäuel hat die Welt an den Rand ihrer bisherigen Existenz gebracht hat: Die Imperative des Höchstprofits haben dafür gesorgt, dass die Pharmaindustrie bei ihrer üblichen hochprofitablen Produktions- und Verkaufsstrategie blieb und die teure Neuentwicklung von Impfstoffen und Medikamenten für die seit langen Jahren erwarteten Epidemien unterließ. Gleichzeitig wurden die weithin privatisierten Gesundheitssysteme in der kapitalistischen Welt so ausgedünnt, dass sie sich beim Auftreten des Virus als höchst unzureichend erwiesen. Das Coronavirus hat die Misere des finanzkapitalistischen Systems in schrecklicher Weise offenbart. Die gigantischen “Rettungspakete” stärken in erster Linie die Kräfte, die schon für diesen Absturz verantwortlich waren. Auf ein Neues also?

Oder gibt es ein Leben in Demokratie, Solidarität, Kooperation nach und mit dem Virus? Nie war internationale Kooperation und solidarisches Verhalten wichtiger und waren nationalistische Parolen wie “America first” irrsinniger und menschenfeindlicher. Viel zu tun für die internationale Bewegung. Fridays for Future muss zu einer globalen Bewegung für alle Generationen und für jeden Wochentag werden.

isw-report 121
22. Mai 2020
36 Seiten
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#CoronaCoup

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