Das Geheimrezept für die Bürgerenergie: Bankability

Warum unterstützen so wenige große Solar- und Windhersteller die erfolgreichste Gesetzgebung für Erneuerbare?

  • Craig Morris und Rebecca Freitag

Als das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz ab 2000 zu einem Wind- und Solarboom führte, schauten viele Umweltschützer im Ausland nach Deutschland – auch in Kalifornien. Doch die Vorschläge für eine ähnliche Gesetzgebung stießen dort vor rund 15 Jahren ausgerechnet bei großen Wind- und PV-Herstellern auf Skepsis. Die Aktivisten verstanden diese Zurückhaltung nicht; schließlich würden solche Gesetze ja nur den Kuchen für diese Firmen größer machen. Doch den Unternehmern ging es um die Größe ihres Kuchenstücks, nicht um die Größe des ganzen Kuchens. Um den Unterschied zu verstehen, müssen wir etwas ausholen.

Toby Couture stammt von der französischsprachigen Ostküste Kanadas. Nach seinem Philosophie-Studium wandte er sich vor Anfang der Nuller Jahre an der London School of Economics der Energiepolitik zu. Eine bestimmte Politik stach im globalen Vergleich heraus: Die Einspeisevergütung des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes von 2000.

“Damals zählte man das globale Marktgeschehen in Zehner Megawatt”, sagt Couture, der sich mittlerweile in Berlin niedergelassen hat. “Aber mit der Einspeisevergütung zählte man die Megawatt plötzlich in 100ern – oder man ging gleich zu Gigawatt über.”

“Ich fragte mich”, so erinnert sich Couture, “was das Geheimrezept an der Einspeisevergütung wohl wäre. Und fand bald heraus: it’s bankability.” Doch was steckt dahinter? …

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