Corona und das Schweigen des Robert Koch-Instituts

Massentests und Corona-Fehlalarme: Immer wieder werden Gesunde falsch positiv getestet. Für die Betroffenen und ihre Kontaktpersonen hat das drastische Konsequenzen. Das Robert Koch-Institut sieht darin kein Problem. Über die Fehlerquoten der Tests schweigt es sich weiter aus.

  • Susan Bonath 

Ende Mai hatte der hessische Vogelsbergkreis 15 Corona-Fälle gemeldet. Wenig später stellte eine Kontrolle heraus: Die Ergebnisse waren falsch positiv. Ähnlich trug es sich jüngst in Mecklenburg-Vorpommern zu. Wegen eines positiv getesteten Kindes schloss dort gleich eine ganze Grundschule bereits kurz nach dem Ferienende. Mehr als 100 Schüler und Lehrer sowie deren Angehörige wurden in Quarantäne gesteckt. Auch hier handelte es sich um einen Fehlalarm, wie man nun weiß. Und offenbar sind dies keine Einzelfälle. Besonders problematisch: Nicht nur die falsch positiv Getesteten selbst sind von harten Maßnahmen wie Isolationszwang und Folgetests betroffen, sondern oft auch Dutzende Kontaktpersonen pro Fall.

Offenbar sind die PCR-Tests, die unterschiedliche Bruchteile vom Virusgenom und damit – anders als die Antikörpertests – eine akute Infektion nachweisen sollen, weniger sicher, als es die oberste Gesundheitsbehörde der Bundesrepublik, das Robert Koch-Institut (RKI), immer wieder behauptet. Doch bezüglich der Fehlerquoten dieser Tests hält sich das RKI seit Langem bedeckt. Auch auf Anfrage der Autorin nannte es erneut keine konkreten Zahlen, sondern bewegte sich stattdessen im Ungefähren.

Hunderte verschiedene PCR-Tests – kaum Angaben dazu

In der Bundesrepublik sind mittlerweile viele verschiedene PCR-Tests im Einsatz. Wie viele es genau sind, teilte das RKI nicht mit. Stattdessen verlinkte es auf eine Webseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Hunderte in Deutschland genutzte Corona-Tests sind dort aufgelistet. 

Sortiert sind die Tests dort schlicht nach dem Datum der Zulassung auf dem Markt. Ob es sich um PCR- oder Antikörpertests handelt, geht für Laien nicht immer aus deren Bezeichnung hervor. Auch fehlen dort Angaben zur Fehlerquote. Diese drückt sich in zwei Kategorien aus: Die Sensitivität bezeichnet, wie viele der tatsächlich positiven, also infizierten Probanden, gefunden werden und wie viele nicht (falsch negativ). Die Spezifität besagt, wie viele Negative fälschlicherweise als positiv, also infiziert, getestet werden.

Viele Negative machen mehr falsch Positive

Ein guter PCR-Test mit einer Sensitivität und Spezifität von jeweils 99 Prozent würde also eine von 100 real positiven falsch negativ sowie eine von 100 real negativen Proben falsch positiv bewerten. Das klingt wenig, hat aber in der Praxis große Auswirkungen, vor allem wenn der Anteil der real Positiven sehr gering ist und die Anzahl der Tests sehr hoch.

Beispiel: Werden in Deutschland pro Woche 500.000 Menschen getestet – inzwischen ist die Anzahl der Tests auf fast 700.000 pro Woche gestiegen -, aber nur ein Prozent davon, also 5.000, wäre real infiziert (was sehr hoch gegriffen ist), würden viel höhere Infektionszahlen mit einer Fehlerquote von einem Prozent in beide Richtungen ausgegeben, als es der Realität entspräche. So würden von den 5.000 real Positiven nur 4.950 entdeckt, 50 nicht. Von den 495.000 real Negativen würden jedoch 4.950 Personen, also ein Prozent davon, falsch positiv gemessen. Man hätte also letztlich fast doppelt so viele Fälle, als es tatsächlich gäbe. Der Mikrobiologe und Epidemiologe Martin Haditsch erklärte dieses Problem ausführlich in einem Interview.

Das RKI schreibt auf Nachfrage der Autorin lediglich dazu: “Bei den PCR-Tests handele es sich um ‘In-vitro-Diagnostika’ (IVD). Das erstmalige Inverkehrbringen von IVD auf dem deutschen Markt ist nach dem Medizinproduktegesetz (MPG) anzeigepflichtig.” Ob und in welcher Weise jeder neue Test validiert werden muss: keine Auskunft. Ganz offenkundig sind also 200 oder mehr PCR-Tests in Deutschland in Gebrauch, die alle unterschiedliche Fehlerquoten aufweisen. …

https://deutsch.rt.com/inland/105656-corona-und-schweigen-robert-koch/

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