Warum derzeit so wenige an Covid sterben und warum wir das nicht erfahren sollen

Das Robert Koch Institut, der Virologe Christian Drosten und andere führen den Rückgang der Hospitalisierungs- und Sterbezahlen allein darauf zurück, dass sich inzwischen relativ mehr jüngere Menschen anstecken und weniger Ältere. Das ist irreführend hilft aber, drastische Maßnahmen zu rechtfertigen wie die am Freitag beschlossenen.

  • Norbert Häring

Eigentlich könnte es fast egal sein, warum das Corona-Virus inzwischen sehr viel weniger tödlich ist als im Frühjahr. Aber wenn es nur an der Altersstruktur der Infizierten liegt, kann man noch halbwegs überzeugend warnen, dass sich diese auch wieder ändern könnte und von vielen jungen Infizierten irgendwann auch die Älteren angesteckt werden.

Virenlast oft sehr gering

Was die offiziellen und halboffiziellen Covid-Erklärer verschweigen, ist zum einen, dass – vermutlich im Gegensatz zum Frühjahr – ein sehr hoher Anteil der mit PCR-Tests positiv Getesteten eine so geringe Virenlast aufweist, dass sie weder ansteckend noch krank sind. Das erfuhr man am 7. 10. in den Tagesthemen (ab Minute 11), wenn auch in anderer Einkleidung. Ein dort gezeigter Betroffener, der unnötig in Quarantäne geschickt wurde, hatte das Virus bereits im Frühjahr gehabt. Möglicherweise gibt es viele solche Fälle, dass die vielen Tests, die derzeit durchgeführt werden, auf eine lange ausgestandene frühere Infektion noch anschlagen.

Es wurde von einer Umfrage bei Gesundheitsämtern berichtet, wonach sehr viele Ämter gar nicht erfahren, wie hoch oder eben gering die Virenlast ist. Bei denen, die die Laborergebnisse bekommen, lag die Virenlast bei 15% bis 50% der Fälle unterhalb der Ansteckungsschwelle.

Solange die Gesundheitsämter bei den vielen positiven PCR-Tests nicht einmal erfahren, bei welchen es sich lohnt, Kontakte nachzuverfolgen, und bei welchen nicht, erscheint die Rechtfertigung von Einschränkungen der Bürgerrechte mit dem Argument, sonst würden die Gesundheitsämter überlastet, vorgeschoben.

Auch Ältere weniger gefährdet

Wichtiger aber: Was RKI und Drosten hartnäckig verschweigen: In allen Altersklassen ist die Sterblichkeit der Infizierten gegenüber Frühjahr massiv gesunken. Das zeigt zum Beispiel eine am 9. September veröffentlichte Studie der Universität Oxford mit dem Titel “Declining COVID-19 Case Fatality Rates across all ages: analysis of German data“. Autor ist unter anderem der Direktor des Zentrums für evidenzbasierte Medizin an der Universität Oxford, Carl Heneghan, ein praktizierender Arzt und klinischer Epidemiologe. Zitat: “This analysis shows that the fatality rate from COVID-19 has declined in all age groups, and the older age groups drive the overall reduction.” Zu Deutsch:

Diese Analyse zeigt, dass die Sterblichkeitsrate von Covid-19 in allen Altersgruppen gefallen ist, und dass vor allem die älteren Altersgruppen für den Rückgang (der durchschnittlichen Sterblichkeitsrate) verantwortlich sind.

Bei den mindestens 80-jährigen kann man aus der dort gezeigten Grafik einen Rückgang der Sterblichkeit der positiv Getesteten von etwa 28% im März und April bis Ende August auf 12% ablesen. Bei den 60- bis 79-jährigen ging die Sterblichkeit von über acht auf unter drei Prozent zurück.

Unangenehm beruhigende Folgerungen

Das lässt zwei für die offizielle Corona-Politik und -PR unangenehme Schlussfolgerungen zu, welche beide die Erzeugung von Angst und die Begründung von Freiheitsbeschränkungen schwieriger machen würden, wenn man sie zöge. Entweder ist das Virus weniger gefährlich, aber vielleicht ansteckender geworden, was alles andere als ungewöhnlich wäre, für diese Art von Virus. Oder die Tests sind zu unzuverlässig oder werden, was die ermittelte Virenlast angeht, nicht angemessen ausgewertet und publiziert.

Allein schon durch die besseren Behandlungsmöglichkeiten ist das Virus heute weit weniger gefährlich als im Frühjahr. Wenn es ansonsten noch gleich gefährlich wäre, und der sehr viel geringere Anteil schwerer Fälle an den positiv Getesteten vor allem darauf zurückginge, dass sehr viel getestet wird und die Tests zu viele Personen als positiv ausweisen, die weder krank noch ansteckend sind, dann sind die Ansteckungszahlen auf die sich die ganze staatliche und halbstaatliche Corona-PR konzentriert, weit weniger besorgniserregend als sie dargestellt werden. …

https://norberthaering.de/medienversagen/covid-sterblichkeit-nach-alter/

#CoronaCoup#CoronaDiktatur

#GreatReset

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