Corona-Krise: Bereicherung der Reichsten

Armut nimmt stark zu. Wachsende Ungleichheit poltisch und sozial nicht mehr erträglich. Studien aus den USA und Frankreich fordern Hilfeprogramme

  • Thomas Pany

So kann es nicht weitergehen, meint Thomas Piketty. Die derzeitige Entwicklung der Geldpolitik sei sozial und politisch nicht haltbar. In seinem englisch-sprachigen Beitrag in Le Monde geht er der Frage nach, wie mit den Covid-Schulden umgegangen wird.

Laut dem Wirtschaftswissenschaftler, international als Spezialist für Ungleichheit bekannt, sind die enormen Schulden, die Zentralbanken verbuchen, um staatliche Hilfsmaßnahmen zu finanzieren, zwar technisch kein Problem. Aber diese Politik sorge woanders für Probleme, nämlich bei der Verteilung von Vermögenswerten. Die Ungleichheit vergrößere sich.

Die Orgie der Geldschöpfung und des Kaufs von Finanztiteln führt in der Tat zu einem Anstieg der Aktien- und Immobilienpreise, was zur Bereicherung der Reichsten beiträgt.

Thomas Piketty

Für die Kleinsparer sehe das anders aus, für sie seien Null- oder Negativzinsen “nicht unbedingt gute Nachrichten”. Dagegen seien für diejenigen, die es sich leisten können, Kredite zu niedrigen Zinssätzen aufzunehmen, und die über das finanzielle, rechtliche und steuerliche Fachwissen verfügen, um die richtigen Investitionen zu finden, ausgezeichnete Renditen möglich.

Als Referenz erwähnt Piketty, dass die 500 größten Vermögen in Frankreich (siehe Challenges) im Zeitraum zwischen 2010 und 2020 in der Summe von 210 Milliarden Euro auf 730 Milliarden gestiegen seien. Machten sie zu Anfang der Zehn-Jahres-Periode 10 Prozent des BIP in Frankreich aus, so seien es am Ende 30 Prozent. …

https://www.heise.de/tp/features/Corona-Krise-Bereicherung-der-Reichsten-4930825.html

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