US-Wahlen, Medien und Manipulationen

Neue Informationen, die Joe Biden schaden könnten, werden nicht angemessen thematisiert. Neue Dokumente, die den Mythos von „Russiagate“ bedrohen, werden verschwiegen. Die Manipulation vor den US-Wahlen läuft auf Hochtouren – auch in deutschen Medien.

– Tobias Riegel

Zwei Vorgänge, die zum Verständnis der US-Verhältnisse wichtig sind, werden in vielen deutschen Medien unangemessen oder nur verzerrt dargestellt: Zum einen neue durchgesickerte Inhalte zur Ukraine-Affäre von Joe Biden und seinem Sohn Hunter. Zum anderen die Offenlegung neuer Dokumente zum unseriösen Charakter der „Russiagate“-Affäre, also der Kampagne, die Russland Einmischungen in die US-Wahl von 2016 unterstellen sollte. Dies sind nur zwei aktuelle Beispiele für eine in ihrer Parteilichkeit gegen US-Präsident Donald Trump unseriösen Berichterstattung vieler deutscher Medien zum US-Wahlkampf.

Deutsche US-Berichte: Triviales betonen, Wichtiges verschütten

Die deutsche US-Berichterstattung kann generell von zwei Seiten kritisiert werden: Zum einen hat Jens Berger gerade in diesem Artikel auf die absurde Masse an trivialen Berichten etwa aus den Tiefen der US-Popkultur hingewiesen. So sehr aber die US-Berichterstattung bei unwichtigen Themen übertrieben wird, so sehr wird sie bei ausgesuchten und wichtigen Themen vernachlässigt. Das USA-Bild in deutschen Medien ist außerdem von (mutmaßlich vorgetäuschter) Naivität geprägt: Die Existenz etwa einer parteiübergreifenden Kriegskoalition wird nicht dargestellt, das hierzulande gepflegte Bild von den „guten Demokraten“ und den „bösen Republikanern“ hält einer Prüfung nicht stand.

Innerhalb dieser ohnehin verzerrten USA-Darstellung stechen nun die zwei erwähnten Themen heraus. Norbert Häring beschreibt in diesem Artikel einerseits die Zensur-Bemühungen von Internet-Firmen zugunsten Bidens und andererseits das Versagen vieler deutscher Medien angesichts dieser Manipulationen – sowie eine dem unbedingten Willen der Trump-Diffamierung entspringende Unseriösität. Auslöser des Vorgangs ist dieser Artikel in der „New York Post“ zur Biden-Ukraine-Affäre. Weitere Hintergründe dazu gibt es auf den NachDenkSeiten in dem Artikel Trump, Biden und die Ukraine – „Haltet den Dieb“.

Zu dem anderen Thema ruft in diesem Artikel der Blog „Anti-Spiegel“ in Erinnerung, dass bereits vor zwei Wochen wichtige Dokumente zur Substanzlosigkeit und zum manipulativen Charakter der „Russiagate“-Kampagne veröffentlicht wurden, dies aber von deutschen Medien bis heute nicht angemessen thematisiert wird. In zahlreichen Artikeln wird – befeuert durch fragwürdige Äußerungen Trumps – außerdem suggeriert, Trump würde den Wahlausgang nicht akzeptieren – Vorwürfe des Betrugs oder gar des Putsches durch Trump hängen bereits in der Luft und könnten auch genutzt werden, um einen Sieg Trumps anzuzweifeln.

Mit der Thematisierung der Medienkampagnen gegen Trump verteidigt man keineswegs die teils furchtbaren politischen Inhalte des US-Präsidenten. Mit der Kritik an den US-Demokraten werden die US-Republikaner nicht als das kleinere Übel dargestellt. Es ist festzustellen: Rationale und friedfertige Politik ist in den USA weitgehend heimatlos. …

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Das geht so …

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#FakeNews

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