Der Great Reset der Bertelsmann Stiftung

Ich hatte gefragt, wo die sonst so aktiven Stiftungen bleiben, mit Vorschlägen, wie wir uns langfristig mit Corona arrangieren können. Stattdessen hat die Bertelsmann Stiftung nun sechs Szenarien für Deutschland im Jahr 2040 herausgebracht. Dahinter verbirgt sich ein Programm für den neoliberalen Post-Pandemie-Neustart der Gesellschaft. Eine Frage ist: Was tun Gewerkschafter bei so einem Projekt?

  • Norbert Häring

“Die Coronakrise setzt Deutschlands Wirtschaft unter Druck: Exporte brechen ein, Betriebe schließen, Geschäftsmodelle sind in Frage gestellt. Corona beherrscht die öffentliche Debatte und bestimmt das Handeln von Politik und Wirtschaft”, schreibt die Bertelsmann Stiftung in Ihrer Publikation “Sechs Szenarien für den Wirtschaftsstandort Deutschland“, die sie am 16.11. veröffentlichte, um gleich hinzuzufügen: “Gerade in einer Krise ist es aber auch wichtig, über die aktuelle Lage hinaus zu schauen.”

Deshalb hat die Stiftung “28 junge Verantwortungsträger:innen aus ganz Deutschland” auf das Jahr 2040 blicken lassen. In der Begrifflichkeit steckt einige künstlerische Freiheit. “Jung” reicht für die Stiftung offenbar bis nah ans Rentenalter heran. Und manche von diesen 28 tragen so viel Verantwortung, dass der Stiftung zu ihrer Vorstellung außer dem Namen nichts einfällt.

Das Projekt erinnert von der Machart an die Post-Pandemie-Szenarien der Rockefeller Stiftung und hat den gleichen Wir-steuern-auf-die-Katastrophe-zu-aber-Corona-bietet-die-Chance-zu-einem-Neustart-Pathos wie die “Great-Reset”-Kampagne des Weltwirtschaftsforums.

Man ist in Gütersloh allerdings bescheidener als bei Rockefellers. Statt in den Positivszenarien gleich die totalüberwachte, von wohlmeinenden Technokraten diktatorisch regierte Welt zu propagieren, ist man schon zufrieden mit einem Schub für die Digitalisierung und Roboterisierung der Bildung, des Gesundheitswesens, sowie der übrigen Gesellschaft und Wirtschaft.

Es gibt, wie der Titel schon sagt, sechs Szenarien, davon drei positive und drei negative. An den aufgeführten Gründen für die positiven und negativen Entwicklungen lässt sich leicht ablesen, welche Sichtweisen und Vorgehensweisen hier propagiert werden sollen. Die expliziten Handlungsvorschläge der Gruppe sind dagegen so wischiwaschi und allgemeingültig, das sie fast ohne Aussage sind. …

https://norberthaering.de/die-regenten-der-welt/wirtschaften-2040-bertelsmann-stiftung/

#CoronaCoup#CoronaDiktatur

#GreatReset

This entry was posted in Bürgerbewegung, Freiheit, Geldsystem, Gerechtigkeit, Gesundheit, Politik, Propaganda, Selbstorganisation and tagged , . Bookmark the permalink.

Leave a Reply