Kriminelle Banken

Dreiste Zwangsräumungen mit gefälschten Dokumenten: US-Justiz will allzu räuberisch agierende Finanzkonzerne zur Kasse bitten

Von Rainer Rupp [jungewelt.de]

Diesmal kommen die Bankster (in den USA inzwischen geläufiges Schmähwort aus »Banker« und »Gangster«) nicht gänzlich ungeschoren davon: Beim Streit um angeblich »schlampig« durchgeführte Zwangsvollstreckungen gegen private Immobilienbesitzer in den USA zeichnete sich vergangene Woche ein Vergleich ab. Fast 500 Tage lang hatte man verhandelt. Streitereien zwischen Kommunen, Landes- und Bundesbehörden waren in der Öffentlichkeit ausgetragen worden. Jetzt scheinen sich Banken und die Generalstaatsanwälte von 48 Bundesstaaten geeinigt zu haben: 25 Milliarden Dollar sollen die Finanzkonzerne berappen.

Betroffen sind hauptsächlich die fünf Branchenriesen Wells Fargo, Bank of America, JPMorgan Chase, Ally Financial und Citigroup. Der größte Teil der Milliardenstrafe soll den in Schwierigkeiten geratenen Hausbesitzern und all jenen zugutekommen, die wegen nicht ausreichend legitimiertem Handeln der Banken beim Vollstreckungsprozeß ihr Dach über dem Kopf verloren haben. Zu diesem euphemistisch als »Unregelmäßigkeiten« bezeichneten Vorgehen gehörte u.a., daß die Banken den Gerichten massenhaft selbstgebastelte Dokumente mit gefälschten Unterschriften vorgelegt hatten.

http://www.jungewelt.de/2012/02-20/006.php

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