„Grausam und unmenschlich“

UN-Bericht verurteilt Mannings Haft

Antje Passenheim [taz.de]

Die UN kritisiert die von den US-Behörden verhängte Isolationshaft gegen Whistleblower Bradley Manning. Die Justiz wolle Manning damit zwingen, gegen Assange auszusagen.

Anpfiff für die US-Behörden: Ihre Behandlung des Whistleblowers Bradley Manning wurde jetzt von einem UN-Sonderberichtertstatter als völlig unangemessen verurteilt. Der Beauftragte für Folter, Juan Mendez, wirft der US-Justiz vor, Manning über Monate „grausam, unmenschlich und entwürdigend“ behandelt zu haben.

Demnach haben sich die USA gegenüber dem Ex-Soldaten womöglich sogar der Folter schuldig gemacht. Kritikpunkt des UNO-Beauftragten für Folter ist vor allem die 11-monatige Isolationshaft, die dem 24-jährigen mutmaßlichen Wikileaks-Maulwurf zugemutet wurde.

„Er war noch keines Verbrechens überführt“, sagte der Argentinier am Montag dem US-Sender MSNBC. „Ihn über lange Zeit in Einzelhaft zu stecken, weil er für schuldig befunden werden könnte, scheint mir eine Verletzung seiner Unschuldsvermutung zu sein wie auch seines Rechts darauf, nicht grausam oder unmenschlich behandelt zu werden.“

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