Ein möglicher neuer Kriegsschauplatz im Mittleren Osten

Ein nächster Kriegsschauplatz im Mittleren Osten könnte Balutschistan (Belutschistan) werden. Das ist noch so gut wie kein öffentliches Thema. Aber es liegt in der Logik der imperialistischen Einmischungspolitik in der Region.

[kritische-massen.over-blog.de] Die pakistanische Provinz Balutschisten grenzt im Westen an den Iran, im Norden an Afghanistan. Die blosse geographische Lage prädestiniert den Landstrich, der nicht sehr viel kleiner als Afghanistan ist, als potentielles Objekt fremder Interessen. Dazu kommt, dass die Balutschen in drei verschiedenen Staaten leben – Pakistan, Iran und Afghanistan. Für die Instrumentalisierung durch ausländische Mächte finden sich Ansatzpunkte in der Lage der Bevölkerung.

Das heruntergekommene pakistanische Staatswesen vernachlässigt diesen Landesteil, setzt bei der Eindämmung der Unzufriedenheit auf Gewalt und Willkür und treibt damit den Clan-Führern in Balutschistan, die ihre Stellung mit Opposition gegen die staatliche Einheit Pakistans zu stärken versuchen, ihren Massenanhang zu. Die Forderungen nach Gleichberechtigung im pakistanischen Staatsverband im Rahmen einer Autonomie schlagen immer mehr um in die Forderung nach “Unabhängigkeit”. Im Untergrund operierende bewaffnete Organisationen gehen mit Methoden des individuellen Terrors gegen nicht-balutschische Bürger vor. Die pakistanische Staatsmacht antwortet ihrerseits mit Terror.

Eine “Ethnisierung” der inneren Konflikte ist für ausländische Einmichung das naheliegende Mittel, um Chaos und Zerstörung anzurichten und eine solche Lage dann zu nutzen, um offen einzugreifen. “Material” für eine solche Taktik findet sich inder Tatsache, dass es sich bei der Hälfte der Bevölkerung nicht um Balutschen handelt, sondern um Paschtunen und andere. In Balutschistan überkreuzen sich unterschiedliche ausländische Interessen.

http://kritische-massen.over-blog.de/article-ein-moglicher-neuer-kriegsschauplatz-im-mittleren-osten-105076797.html

siehe auch…

Geopolitisches Schachbrett: Teile, erobere und beherrsche den »neuen Nahen und Mittleren Osten«

(…) Die Zeitschrift The Atlantic und das amerikanische Armed Forces Journal veröffentlichten beide 2006 weitverbreitete Karten, die sich an den Vorstellungen des Yinon-Plans orientierten. Neben einem dreigeteilten Irak, den auch der so genannte »Biden-Plan« des heutigen amerikanischen Vizepräsidenten Joe Biden vorsah, setzte sich der Yinon-Plan auch für eine Aufteilung des Libanon, Ägyptens und Syriens ein. Auch die Zersplitterung des Iran, der Türkei, Somalias und Pakistans passt in das Konzept dieser Politik. Darüber hinaus befürwortet der Yinon-Plan eine Auflösung [der existierenden staatlichen Strukturen] Nordafrikas, die, so prognostiziert er, von Ägypten ausgehen und dann auf den Sudan, Libyen und den Rest der Region übergreifen werde.


Die Karte des «neuer Naher Osten» wurde von Oberstleutnant Ralph Peters angefertigt. Sie wurde im Juni 2006 im Armed Forces Journal veröffentlicht. Peters ist pensionierter Offizier der US National War Academy.

http://www.heinrichplatz.tv/?p=2875

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