Überfall auf den Sender Gleiwitz in Syrien

Sepp Aigner [kritische-massen.over-blog.de]

Als die deutschen Faschisten sich daran machten, Polen zu überfallen, inszenierten sie einen Kriegsvorwand. Sie steckten eine Horde deutscher Soldaten in polnische Uniformen. Diese Bande griff den an der deutsch-polnischen Grenze gelegenen deutschen Sender Gleiwitz an. Damit log Hitler den Angriffskrieg in einen Akt der Selbstverteidigung um. Ein grosser Teil der deutschen Bürger fiel wohl auf dieses Propagandamanöver herein.

So auch heute wieder. Eine von den USA, Frankreich, Grossbritannien und Deutschland ausgehaltene Mörderbande inszeniert in Syrien, in Houla, ein Massaker – und in die Schuhe geschoben wird die Schandtat den Syrern. Am selben Tag sagt ein US-Spitzenmilitär, man sei “zu einer Militärintervention bereit”, wenn man “gefragt” werden würde. Einen Tag später schliesst der französische Präsident Hollande eine Militärintervention “nicht aus”. Der deutsche Aussenminister Westerwelle erklärt den syrischen Botschafter in Berlin zur persona non grata, wie es auch mehrere seiner Spiessgesellen in Westeuropa mit den dortigen syrischen Botschaftern machen. – Nächste Schritte zum nicht mehr verdeckten, mit gekauften Mörderbanden betriebenen Krieg gegen Syrien, sondern zum offenen Krieg.

Die Infamie ist durchaus nicht beispiellos, sondern die normale Vorgehensweise imperialistischer Lumpenhunde, wie der “Überfall auf den Sender Gleiwitz” zeigt und -zig ähnliche Inszenierungen zeigen. Infam ist diese Vorgehensweise nicht nur gegenüber dem jeweiligen Opfer, das auch noch zum angeblichen Täter gemacht wird, sondern auch gegenüber dem Publikum, das mit solchen Theaterinszenierungen – die im gegebenen Fall mal eben einige Dutzend Kinder das Leben kosten – als Herde von Deppen behandelt wird. Den Deppen kann man jede beliebige Lüge auftischen, sie werden schon dumm genug sein, sie zu glauben.

http://kritische-massen.over-blog.de/article-uberfall-auf-den-sender-gleiwitz-in-syrien-106059168.html

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