Die deutsche Wirtschaft bereitet sich auf den Euro-Crash vor.
„Manche Unternehmen versuchen, ihre flüssigen Mittel aus den Krisenländern so weit wie möglich abzuziehen, um der Gefahr zu entgehen, dass die Guthaben nach einem Euro-Austritt plötzlich etwa in Drachme umgewandelt werden.”
Die deutsche Wirtschaft stellt sich in der Euro-Krise inzwischen auf das Schlimmste ein. Laut Recherchen der „Welt am Sonntag“ unter Konzernen, den von ihnen engagierten Unternehmensberatungen und Großkanzleien sind die Vorbereitung für einen Euro-Crash in vollem Gange. „Ratschläge für einen Euro-Exit Griechenlands oder andere Verschärfungen der Krise sind extrem gefragt derzeit“, sagt Linklaters-Partner Andreas Steck.
Linklaters hat derzeit allein in Deutschland rund 20 Anwälte auf dieses Thema angesetzt. „Manche Unternehmen versuchen, ihre flüssigen Mittel aus den Krisenländern so weit wie möglich abzuziehen, um der Gefahr zu entgehen, dass die Guthaben nach einem Euro-Austritt plötzlich etwa in Drachme umgewandelt werden.“ Laut Max Falckenberg, Partner bei Roland Berger Strategy Consultans, ist die Verunsicherung noch einmal gestiegen, „nachdem die ersten Warenversicherer begonnen haben, Exporte nach Griechenland nicht mehr zu versichern“. „Es ist wie bei einem Unternehmen, das kurz vor der Insolvenz steht: Man ist extrem vorsichtig mit Verträgen jeder Art und versucht, die Risiken zu minimieren, wo es geht.“
http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/10196-deutsche-wirtschaft-vorbereitung-auf-euro-crash