Archiv: Berlin von Unten 2011/2012

18. Juni 2012: Keine Rendite mit der Miete!

16:00 Uhr: Auftaktkundgebung am Mehringplatz

Mieter_innen in Berlin und anderen Städten organisieren sich und sind bereit, den Kampf aufzunehmen. Zeigen wir Politik und Immobilienbranche, dass wir nicht bloß das „lebende Inventar” von Investitionsobjekten sind.

Ein Thema während des Jahrestages der Immobilienwirtschaft ist die energetische Sanierung. Mieter/innen haben die Absichten der Immobilienwirtschaft analysiert und berichten auf dem Brachefest am 02. Juni an der Cuvrystraße in Berlin-Kreuzberg, wie gut die Immobilienleute hinter diesem greenwashing Thema die Profitgier verstecken können.

Dieser Originalmitschnitt entstand während der “Berliner Immobilienrunde im August 2011 / Hotel Maritim Berlin” und zeigt deutlich den Zweck entsprechender Konferenzen der Immobilienbranche: Wie kann die Immobilienwirtschaft noch mehr Rendite aus Stadt und Mieten schlagen???

Wir finden: Dieses Thema geht auch uns, die wir hier leben, eine ganze Menge an — es rückt uns durch steigende Mieten und wachsende Wohnungsnot auf die Pelle!

http://keinerenditemitdermiete.blogsport.de/

http://http://fangdenbus.noblogs.org/

Tempelhof soll bleiben, wie es ist – Lärmdemo in Neukölln

Die Stadtteilinitiative Schillerkiez, die Aktionsgruppe Antigen und weitere Anwohner/innen organisierten am 20.05.2012 eine Lärmdemo in Neukölln. Die Demo startete am Herrfurthplatz, bewegte sich mit Pauken und Trompeten durch den Schillerkiez und endete dann auf dem Flugfeld.
Die Menschen demonstrierten gegen die Bebauung des Tempelhofer Feldes, gegen Luxuswohnungen, gegen Bezahlpark und für eine friedliche, gemeinsame Nutzung des Feldes, gestaltet von denen die dort wohnen.

Alle Leute sprachen sich dafür aus, die Freifläche so zu lassen, wie sie jetzt ist. Anwohner berichteten, dass sie den Eindruck haben, dass die Spannungen im Kiez zurückgehen; sie glauben, dass Aggressionen durch die unendlichen Sportmöglichkeiten auf dem Flugfeld aufgefangen werden. Die einmalige Freifläche soll bleiben!

Mehr Infos:
http://nk44.blogsport.de/
http//www.tempelhoferfeld100.de/

Dokumentarfilm zur Berliner Mieter/innenBewegung im letzten Jahr bis zur großen Demo am 03.09.2911
http//mietenstopp.blogsport.de/2012/04/15/mietestopp-film-full-house/

Tempelhof für alle statt Luxusbebauung, steigende Mieten und Bezahlpark!

„Entschuldigt bitte die Störung, aber es geht um was Ernstes. Wir sperren heute nur symbolisch Teile des Tempelhofer Feldes ab. In ein paar Jahren heißt es dann aber wirklich: Weg da, hier sollen Menschen wohnen, die 14 Euro Miete pro Quadratmeter und mehr zahlen können“.
Mit diesen Worten, Flyern, vielen Einzelgesprächen und der symbolischen Absperraktion informierten am 28.04.2012 Anwohner/innen des Tempelhofer Feldes die Besucher, Griller und Sportler über die geplanten Veränderungen.

Schon jetzt steigen die Mieten massiv, ohne dass sich die Einkommenssituation derer verbessern würde, die hier seit Jahren leben. Laut GSW-Report ist der Schillerkiez (Nord-Neukölln) mit knapp 17% Mietsteigerungen von 2010 zu 2011 auf Platz 9 der 189 PLZ-Gebiete Berlins bei den Steigerungen der Angebots/Neuvermietungsmieten.

20. Mai 2012 – Lärmdemo – Startpunkt 15 Uhr Herrfurthplatz

NEWS ???

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Mit bunten Farben schnurstracks in die gentrifizierte Stadt!

Die Vertriebssparte von Mercedes – Benz soll vom Potsdamer Platz mit 1200 Mitarbeiter/innen an die Spree ziehen. Nachdem Daimler Benz seine dortige Zentrale nach abgeschlossener Steuerabschreibung verkauft hat, ist Neubau mit Hochhaus angesagt. Dieses darf entgegen des Bürgerentscheids von 2008 fünfzig Meter hoch sein.
Um sich bei den Anwohnern einzuschmeicheln, gab man sich cool:
Ein Graffiti-Wettbewerb am 06.05.2012 für Berliner Schulklassen unter Einbeziehung eines Hip-hop Stützpunktes aus Prenzlauer Berg – für Catering wurde großzügig gesorgt.

Die Autoren von “Mediaspree entern” schreiben auf ihrer Website: „Mercedes hat nach Aussage des Bauherrn Vivico Real Estate einen 10-Jahres Mietvertrag abgeschlossen. Am Potsdamer Platz haben sie es keine 15 Jahre ausgehalten, obwohl sie selbst Bauhherr gewesen sind. Geht es danach weiter nach Oberschöneweide, weil es dort noch billiger ist? Nicht dass so ein Weiterziehen schlimm wäre, aber wir lassen uns dafür doch nicht unsere Spreeufer versauen!“

Am Mittwoch, den 9. Mai 2012 um 20 Uhr laden der Initiativkreis Mediaspree versenken! Spreepirat_innen & Ag Spreeufer zum Gründungstreffen der Arbeitsgemeinschaft zur Planung und Durchführung des Aktionstags 4 Jahre Bürgerentscheid „Spreeufer für alle!“ ein.

Treffpunkt: RAW Tempel e.V., Revaler Str. 99, Tor 2. vor der „Küste“ (Stoff- und Gerätelager).

Mehr Infos
http://ms-versenken.org/index.php/

Auf der 2. Seite der Website kann man sich von der originellen, zeitlos schönen Architektur der Daimler – Benz Gebäude überzeugen!

30 Jahre Erfolgsgeschichte durch Hausbesetzungen in den 80iger Jahren

Ehemalige Hausbesetzer aus Berlin Kreuzberg erzählen, wie es damals war und wodurch es möglich war, dass die in den 80 iger Jahren besetzten Häuser noch immer im Besitz einer von Mietern organisierten Genossenschaft sind.

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Mietenpolitischer Dialog am 29.02.2012 im Berliner Abgeordnetenhaus

Selbstorganisierte Mieter/innen stellen Fragen an Experten und Forderungen an die Politik!

Die Mietergemeinschaften waren am 8.November 2011 im Roten Rathauses, um der Koalition ein mietenpolitisches Dossier zu überreichen. In dem 28-seitigen Dokument haben die Mietergemeinschaften die Probleme aufgelistet, die jeweils exemplarisch für die strukturellen Probleme einer verfehlten Wohnungspolitik der letzten Jahre stehen. mehr…

Bei dieser Veranstaltung fragen sie nach, was in den letzten Wochen seit dem Start der rot-schwarzen Koalition in Sachen sozialer Wohnungspolitik passiert ist.

Das Resümee: Eine andere Wohungspolitik wird es ohne weiteren Druck nicht geben!

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http://mietendossier.blogsport.de/
Das ge­sam­te Dos­sier kann man sich her­un­ter­la­den:
http://​mietendossier.​blogsport.​de/​images/​Mietendossier2011.​pdf (0,9 MB)

Renditen in Höhe von griechischen Staatsanleihen im Fanny-Hensel Kiez?

Der Senat bestreitet nicht, dass es Probleme durch die Kappung der Anschlussförderung im sozialen Wohnungsbau in Berlin gibt. Die Eigentümer erhöhen die Miete bis zur Kostenmiete und berechnen im Fall Fanny-Hensel Weg Kosten ein, die es gar nicht gibt.

Die Arbeitsgemeinschaft für Sozialplanung (AG SPAS) sollte als Mieterberatung helfen, die Härtefälle abzumildern. Die Mieter haben andere Erfahrungen mit der AG SPAS und wollen von Staatsekretär Ephraim Goethe auf der Vanstaltung „Mietenwahnsinn ohne Ende?“ am 29.02.2012 im Berliner Abgeordnetenhauseine eine Erklärung für die Untätigkeit der Politik.

Diskriminierung im Fanny-Hensel Kiez

Im Fanny-Hensel Kiez befinden sich Wohnungen im sozialen Wohnungsbau, die mit der Kostenmiete zu kämpfen haben.
Ein Bewohner erzählt während der Veranstaltung „Mietenwahnsinn ohne Ende?“ am 29.02.2012 im Berliner Abgeordnetenhaus von der rassistischen Diskriminierung einzelner Mietparteien und fragt, warum die Bewohner nicht existierende Kosten durch ihre Miete finanzieren müssen.

Sebastian Jung von sozialmieter.de erläutert die Machenschaften der Eigentümer, die durch überhöhte Mieten, insbesondere bei den Bewohnern mit Migrationshintergrund, enorme Renditen machen. Das Land Berlin hat Möglichkeiten die Berechnung der Kostenmiete im sozialen Wohnungsbau zu regeln (§28 Wohnungsbindungsgesetz), die Landessregierung nutzt sie leider nicht!

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http://sozialmieter.de/

Preiswerter Wohnraum wird trotz Wohnungsknappheit vernichtet – Beispiel Barbarossastr. 59

Susanne Seeling aus Schöneberg fragt nach, ob der Senat ein Interesse hat, die Aufhebung des behördlichen Genehmigungsvorbehalts für den Abriss von Wohnhäusern wieder rückgängig zu machen und Kündigungen aufgrund von wirschaftlichen Verwertungsinteressen auszuschließen.

Hier die Frage an den Rainer Wild vom Berliner Mieterverein e.V., wie man den Abriss des Hauses in der Barbarossastr. 59 und weiteren Abriss von vorhandenem, preiswerten Wohnraum verhindern kann?

Rainer Wild vom Berliner Mieterverein erklärt, dass es zwei Instrumente gibt, durch die Abriss verhindert werden kann – das Baurecht und das Verbot der Zweckentfremdung, das es aber z.Z. in Berlin nicht gibt. Wenn wir ein Zweckentfremdungsverbot hätten, müsste jeder Abriss beantragt und genehmigt werden, dann wäre der Bezirk in der Pflicht und könnte über dieses Instrument die Wohnungspolitik steuern.

Mehr Infos zu der Situation in der Barbarossastr. 59 – als Beispiel für Häuser mit preiswertem Wohnraum, die vom Abriss bedroht sind:

http://barbarossastr59.dreipage2.de/

Infos zu der Veranstaltung im Abgeordnetenhaus Berlin
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Leerstand in den GSW Häusern in Berlin

Obwohl viele Wohnungen in den 23 GSW Häusern in Berlin leerstehen, wird die “Berliner Line” knallhart durchgezogen, sobald Menschen ihre Wohnungsprobleme durch selbstorganisierte Belegung lösen wollen.
Oliver Höfinghoff von den Piraten erklärt, dass eine Änderung der gängigen Praxis nur durch den Willen des Senats möglich ist.

Britta Grell von INURA Berlin (The International Network for Urban Research and Action) erzählt, wie in Zurüch und Brasilien mit Leerstand und Belegungsrechten umgegangen wird.

Die GSW (Gemeinnützige Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft Berlin mbH) ist eine der größten ehemals öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften in Berlin. Seit 2004 ist sie privatisiert, gehört der Cerberus Capital Management, L.P., mit Sitz in New York City und ist einzig der Rendite ihrer Kapitaleigner verpflichtet.

mehr Infos zu den GSW Häusern
http://gsw23.blogsport.eu/

auch sehr interessant
http://www.leerstandsmelder.de/

Mietenwahnsinn am Kotti in Berlin – die Antwort der Politik

Am Kottbusser Tor in Berlin Kreuzberg sind die Mieten in den Wohnungen des sozialen Wohnungsbaus inzwischen so hoch, dass ca. die Hälfte der Einwohner/innen 50-60% ihres Einkommens für die Miete zahlen.
Eine Mieterin von Kotti & Co. fragte am 29.02.2012 im Abgeordnetenhaus den Staatssekretär Epharim Gothe, wie er sich dafür einsetzt, alle sozialen Wohnungsbestände dauerhaft für eine soziale Wohnungspolitik zu sichern.

Die Mieterin von Kotti & Co. fragte außerdem den Experten Rainer Wild vom Berliner Mieterverein , was sie tun können, um nicht vertrieben zu werden.

Kotti & Co. ist eine der Mieterinitiativen, die im November das Foyer des Roten Rathauses besetzten, um der Politik das von ihnen erstellte Dossier „Ein Recht auf Stadt für Alle“ zu überreichen. Ende Februar hatten die Mieter/innen ins Berliner Abgeordnetenhaus zum Mietenpolitischen Dialog unter dem Motto „Mietenwahnsinn ohne Ende?“ eingeladen. Die Mieter/innen befragten Experten und Politiker.

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GSW verstößt massiv gegen Mieterschutzrechte

Mieter-Aktivisten initiieren Anhörung im Bauausschuss im Berliner Abgeordnetenhaus

Die Mieterinitiativen mussten einen langen Atem haben bis sie endlich am 18.04.2012 im Bauausschuss im Abgeordnetenhaus Gehör fanden.
Dort konnten sie dann die vielen Verstöße gegen die Mieterschutzrechte in den Häusern der GSW vortragen. Leerstand, Schimmel, Schwamm, undichte Dächer, drastisch überhöhte Betriebskosten sowie fehlende Informationen, um ein Vorkaufsrecht bei Verkauf von Häusern wahrnehmen zu können.

Die Vertreter der Senatsverwaltung (Stadtentwicklung und Finanzen) konnten wenig dazu sagen. Die Verantwortlichen der GSW und des Implementierungsausschusses (Kontrollorgan) waren gar nicht erst erschienen.

Unterstützung erhielten die Mieter-Aktivisten von den Oppositionsparteien. Auch Frau Lompscher von den Linken, die hier nicht interviewt wurde, stellte Fragen und Forderungen an die Senatsverwaltung.

In einer 2. Anhörung im Juni 2012 wird der Umgang mit der Einhaltung der Mieterrechte in den GSW Häusern unter Ausschluss der Öffentlichkeit weiter diskutiert. Die GSW wird dann keine Begründung für ein Nicht-Erscheinen haben. Die GSW (Gemeinnützige Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft Berlin mbH) wurde 2004 privatisiert.

Mehr Infos zu der Anhörung:

http://www.berliner-kurier.de/kiez-stadt/laesst-die-gsw-ihre-haeuser-verkommen-berlin,7169128,14949446.html
http://www.tagesspiegel.de/berlin/duepiertes-parlament/6526526.html

Der entsprechenden Verträge sind einzusehen:
http://media.de.indymedia.org/media/2011/12//322459.pdf
(Privatisierungsvertrag 2004)
http://media.de.indymedia.org/media/2011/05//308792.pdf
(Einbrinungsvertrag 1993 – Übertragung von Häusern des Landes Berlin aus der Verwaltung des Bezirksamtes an die damals noch landeseigene Wohnungsbaugesellschaft GSW)

Mehr Infos:
http://gsw23.blogsport.eu/
http://mietendossier.blogsport.de/


BMW Guggenheim Lab in Berlin Kreuzberg abgesagt

 


Nach dieser Info-Veranstaltung im Senatsreservenspeicher am 07.03.12 und der Ankündigung weiterer Proteste von Anwohnern hat BMW das geplante BMW-Guggenheim-Lab am Spreeufer im sogenannten „MediaSpree“-Gebiet, das Ende Mai eröffnet werden sollte, kurzfristig abgesagt. Die herrschende Politik von CDU, SPD und Grünen ist schwer empört.

In dem temporären Glaspavillion des BMW-Guggenheim-Lab sollte von Mai bis Juli diesen Jahres auf der Brachfläche Cuvrystr. / Schlesische Str. in Berlin-Kreuzberg zu Veranstaltungen über das Leben in Großstädten eingeladen werden. Angekündigt wurde eine Plattform für öffentliche Diskussionen mit unterschiedlichsten Standpunkten. Tatsächlich sind die großzügig finanzierten Veranstaltungen, in denen durchaus auch kritische Stimmen zu Wort kommen können, vor allem dazu da, handfeste ökonomische Interessen zu verfolgen und – zu verbergen.
Viele Kreuzberger haben den ideologischen Charakter des privaten „Forschungslabors“ rasch durchschaut und ihren Widerspruch deutlich vernehmbar – mit Erfolg – artikuliert.

Wir bitten die schlechte Qualität des Clips zu entschuldigen 🙂

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http://bmwlabverhindern.blogsport.de/


Kreuzberger diskutieren mit Guggenheim Vertretern über das Lab in New York

 


Unter der Parole „Gentrification Is Class War – Fight Back!“ gab es auch in New York im letzten Jahr massive Proteste gegen das Guggenheim-Lab.

Einer der Besucher der ersten Informationsveranstaltung des Berliner BMW Guggenheim Labs kommt aus New York und berichtet von seinen Erlebnissen.
Denn auch in New Yorck, ähnlich wie in Berlin, wurde das Lab ausgerechnet in einem massiv von Gentrifizierung und steigenden Mieten betroffenen Kiez aufgebaut.
Und auch in New York hat das „Lab“ natürlich nicht dazu bei getragen, daß die Mieten gesunken sind, sondern im Gegenteil den Mietsteigerungs- und Aufwertungstrend noch verstärkt.

mehr….
http://exberliner.com/blogs/the-blog/seymour-gris-no-more-labs/
http://youtube.com/watch?v=mfYkV4HveEU/

Der Luxus ist schon da…….

……. in der Barbarossastr. 59 wird kein neuer Luxusbau gebraucht!

Es ist ein Unding, so ein Haus mit so vielen Wohnungen abzureißen. Das darf nicht passieren!
Während der Veranstaltung “Mietenpolitischer Dialog” am 29.02.2012 im Berliner Abgeordnetenhaus wurde Rainer Wild vom Berliner Mieterverein gefragt, welche gesetzlichen Vorgaben einen Abriss verhindern könnten. Dazu demnächst mehr.

hier mehr Infos zur Barbarossastr. 59
http://barbarossastr59.dreipage2.de/

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Skandale im Fanny-Hensel-Kiez

Vom Wegfall der Anschlussförderung sind in Berlin ca. 28.000 Haushalte betroffen. Für eine ganze Reihe von Sozialwohnungen ist es bereits zu erheblichen Mietsteigerungen gekommen. In dem Haus am Fanny-Hensel-Weg werden Kosten in die Miete eingerechnet, die es gar nicht gibt. Der Eigentümer zahlte einen Kaufpreis in Höhe von 3,16 Mio EUR und macht im Rahmen der Kostenmiete Zinsen für Finanzierungsmittel von über 8,6 Mio geltend. Außerdem müssen Bewohner mit Migrationshintergrund mehr Miete zahlen als die anderen Bewohner. Ein Skandal!

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http://sozialmieter.de/
http://mietendossier.blogsport.de/

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Mieterinitiativen setzen den Koalitionären im Roten Rathaus eine 100-Tage-Frist!

Neun Initiativen haben ein Dossier mit exemplarischen Beispielen von Häusern mit drastischen Mietsteigerungen und Verdrängung von Bewohnern erarbeitet und den Koalitionären im roten Rathaus am 08.11.2011 übergeben! Die Koalitionäre sollen innerhalb der nächsten 100 Tage ein mie­ten­po­li­ti­sches Pro­gramm ent­wer­fen, das die Lösung der Pro­ble­me der Ber­li­ner Mie­ter/innen auf den Weg bringt.

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siehe unten

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Hauptsache, die haben ihre Taschen voll …..

….. und wir sitzen unten!

Während die Berliner/innen darauf warten, dass sie das mietenpolitische Dossier am 08.11.2011 den Koalitonären übergeben können, äußern sie ihren Unmut über die Entwicklungen in der Hauptstadt.

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http://mietendossier.blogsport.de/
Das ge­sam­te Dos­sier kann man sich her­un­ter­la­den
in Farbe:
http://​mietendossier.​blogsport.​de/​images/​Mietendossier2011.​pdf (0,9 MB)

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Neue Entwicklungen im Görlitzer Park in Berlin Kreuzberg

Der Görli (Görlitzer Park) in Berlin Kreuzberg ist heiß geliebt und gleichzeitig heftig umstritten. Mit dem Projekt “LEBENSZEICHEN für 2012” wurden Bürger/innen, Anwohner/innen, Parknutzer/innen und Organisationen aufgerufen, sich an der Entwicklung des Parkes zu beteiligen. Am 25.11.2011 gab es eine Auftaktveranstaltung mit dem Baustadtrat Hans Panhoff und Andreas Teuchert von den Kiezwandlern und interessierten Bürgern/innen.
Zehn LEBENSZEICHEN-Tafeln mit Wünschen und Statements von engagierten Menschen wurden von zwei Künstlerinnen von Trial&Error aus Recycling-Materialien hergestellt und im Park aufgestellt.
Unstimmigkeiten gab es über das Beteiligungsverfahren, die Asphaltierung der Wege und das Dealen.

Wenn man an warmen Sommertagen in den Park geht, hat man das Gefühl, auf einem Popfestival zu sein. An Regentagen dagegen muss man geschickt die vielen Pfützen umgehen oder umfahren.
Total überfrequentiert – Müllberge im Sommer ohne Ende, zweifelhaftes Wegesystem, Dealer, die keine andere Möglichkeit haben, ihren Lebensunterhalt zu verdienen – es gibt viele Dinge, die im Zusammenhang mit dem Park diskutiert werden.
Vor zwei Jahren hatte der Bezirk 1,5 Millionen Euro für die Sanierung der Grünanlage verabschiedet, der größte Teil soll für das Wegesystem verwendet werden. Das alles soll unter der Beteilgung von Bürgern/innen und Anwohner/innen geschehen. Einige Ergebnisse sind schon zu sehen.
Der pittoreske, verspielte Teil mit dem Teich am Ende des Parks z.B. ist zur Görlitzer Str. geöffnet worden und damit seiner Romantik beraubt. Auch die Nachtigallen, die dort bisher an lauen Sommerabenden gesungen haben, sind weiter geflogen. Breite Asphaltwege ziehen sich jetzt durch den gesamten Park.
Wie wünschen wir uns den Görli ? Gibt es überhaupt ein WIR?
Sollte alles durchsaniert, gesäubert, überwacht werden? Oder wollen wir uns vielleicht etwas Wildheit, Schönheiten der Natur, versteckte Plätze, unterschiedlichste Parkbesucher von arm bis reich, schwarz bis weiß erhalten? Gibt es bei der um sich greifenden Angst noch ein Gefühl für Romantik?
Und wie ernst werden die Meinungen der Bürger/innen genommen? Welche Zusammenhänge gibt es zwischen der Sanierung des Parks und der Aufwertung des südöstlichen Teils von Kreuzberg? Wollen die Menschen, die sich jetzt überall Eigentumswohnungen kaufen und die bisherigen Kreuzberg-Bewohner/innen verdrängen einen „sauberen“ Park?
Beteiligen Sie sich an der Enwicklung unter www.unsergörli.de


Ausführliche Statements zu den Themen Dealen im Park und Wegesystem in zwei weiteren Videoclips:

http://www.heinrichplatz.tv/?p=2943

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Linienhof Räumungsbedroht

Das Werkstattprojekt Linienhof ist ein selbstverwaltetes, unkommerzielles Projekt in Berlin Mitte – jetzt droht dem Projekt die Räumung.

Wie soll die andere Welt aussehen, über die der ehemalige Eigentümer Mathias Greffrath (taz, le monde diplomatique..), der das Grundstück gekauft und jetzt nach 3 Jahren wiederverkauft hat, publiziert?

Sollte im Zentrum einer Hauptstadt Platz für Freiflächen, Biotope und Soziotope sein oder sollte auch der letzte qm privatisiert und für individuelle Interessen genutzt werden?

http://linienhof.blogsport.de/2011/10/21/aus-indymedia/

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Der Linienhof als traditionelle Freifläche

Der Linienhof wurde schon zu “Ostzeiten” als Freifläche genutzt – es wäre schön, wenn das so bleibt.

In dem Werkstattprojekt Linienhof ist die Tradition, alle Nachbarn mal zum Kaffee einzuladen, geblieben. Es wird geschmiedet, geschraubt, gebaut – man kann alles mögliche machen!

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Wiedereröffnung der Eisenbahnmarkthalle

Mit vielen neuen Ständen, Musik und zahlreichen Gästen wurde die Markthalle IX in Berlin Kreuzberg an ihrem 120 igsten Geburtstag wieder eröffnet.

Das war ein neues Bild, dass sich dem Besucher der Markthalle IX am 01.10.2011 bot: Viele bunte Stände mit leckeren Sachen sah man, Kuchen, Obst, Gemüse, Kartoffeln, Fisch, Fleisch und Spezialiäten, fast ausschließlich regionale Produkte – und dann die Stände mit den kulinarischen Angeboten – einfach köstlich!

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Ideenaufruf Kreuzberger Spreeufer

Paul-Martin Richter
Das Verfahren der direkten Bürgerbeteiligung am Beispiel der Gestaltung des Kreuzberger SpreeufersVeranstaltung am 24.09.2011 in der Markthalle IX in Berlin Kreuzberg, Eisenbahnstrasse

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Die Bevölkerung wird über den Tisch gezogen!

Interview Schlesische 25
Interview mit Martina von der Wrangel-Kiez-Ini über den Skandal mit den GSW-Häusern
Aktion Oranien- Ecke Adalbert
mehr…

“90% der Mieter werden überrumpelt!”

Woche der Widerspenstigen
Besetzt – Gesichert – Bedroht

Podiumsdiskussion vom Mi den 14. September im Festsaal Kreuzberg: Besetzt-gesichert-bedroht in der Woche der Widerspenstigen

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“Bei uns findet echte Demokratie noch statt, Herr Wowereit!”

Andreas Baum
Interview mit Andreas Baum von den Piraten auf der Demo “Freiheit statt Angst” zu den Vorwürfen von Wowereit, man solle sie nicht wählen, weil sie ihre Kandidaten auslosen.

mehr…

MEGASPREE: 3 Fragen an Klaus Wowereit

Interview: Carsten Joost
3 Fragen der Megaspree Ini an Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), Boxhagenerplatz, Berlin Friedrichshain am 20. 8. 2011

mehr…

Fuckparade 2011 – die Reden

Hans Cousto
Für eine Stadt, die nicht allein vom Kapital regiert wird!
Paula P´Cay und Impressionen
mehr…

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