»Die Angriffe auf Venezuela verschärfen sich«

Die Kommunistische Partei will Rolle der Arbeiterklasse stärken und eine antiimperialistische Allianz aufbauen. Gespräch mit Oscar Figuera

Interview: André Scheer [jungewelt.de]

(…) Wie stellt sich, auch unabhängig von den Wahlen, die allgemeine Lage des revolutionären Prozesses in Venezuela dar?

Er wird dynamischer, weil sich der Angriff unseres Hauptfeindes verschärft. Für Venezuela können wir feststellen, daß der derzeitige Hauptwiderspruch der zwischen der Nation und dem Imperialismus ist. Die nationale Bourgeoisie ist mit ihm verbündet und ordnet sich ihm unter. Deshalb streben wir an, daß sich in unserem Land alle zusammenschließen, die aus irgendwelchen Gründen gegen die ausländische Einflußnahme sind.

Diese antiimperialistische Allianz besteht aus politischen Kräften der verschiedenen sozialen Schichten, mit denen wir in anderen Fragen durchaus Differenzen haben. Dazu gehören neben der Arbeiterklasse, Angehörigen der Mittelschicht, Kleinbürgern und Menschen aus dem Lumpenproletariat auch Teile der nationalen Bourgeoisie, die keine Verbindungen zum ausländischen Kapital haben. Doch die Tatsache, daß dieser Teil des Kapitalismus nicht mit dem Imperialismus verbündet ist, nimmt ihm nicht seinen ausbeuterischen Charakter.

Uns ist bewußt, daß es zwischen uns und ihnen Konflikte gibt. Deshalb sind wir dazu verpflichtet, im Rahmen dieser antiimperialistischen Allianz die Volkskräfte zu stärken, die sich mit dem Ziel einer sozialistischen Gesellschaft identifizieren. Wobei ich darunter den wissenschaftlichen Sozialismus verstehe. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Rolle der Arbeiterklasse fundamental. Ohne eine organisierte, aktiv handelnde Arbeiterklasse kann es keinen Sozialismus geben, egal wie oft wir dieses Wort gebrauchen.

http://www.jungewelt.de/2012/10-12/030.php?sstr=Venezuela

This entry was posted in Bürgerbewegung, Freiheit, Geldsystem, Gerechtigkeit, Politik and tagged . Bookmark the permalink.

Leave a Reply