Bittere Wahrheiten!

Evelyn Hecht-Galinski

Der neunundzwanzigste November 2012 war ein Tag mit hohem Symbolwert. Erinnert er doch an den neunundzwanzigsten November 1947, also an den Tag vor fünfundsechzig Jahren, an dem der UN-Beschluss zur Teilung des britischen Mandatsgebietes in einen jüdischen und in einen arabischen Staat gefasst wurde. Bittere Wirklichkeit: der jüdische Staat Israel existiert, der palästinensische Staat nicht. Durch diese Teilung hatte Palästina dreiundvierzig Prozent der heute übrig gebliebenen achtzehn%. Diese achtzehn % werden sich nochmals auf etwa zehn % verringern, wenn das israelische Regime so illegal weitersiedelt wie bisher.

Es ist eine schreckliche Besatzung und Unterdrückung, ohne Souveränität und Menschenwürde, unter der die palästinensische Bevölkerung zu leiden hat. Der “große Tag der Palästinenser” zeigte zwar, dass die meisten Regierungen in der Welt es begriffen haben, dass auch die Palästinenser endlich zu ihren Rechten kommen sollten, ein wichtiger Aspekt, mehr nicht. Nur neun Staaten stimmten gegen den Beschluss, einundvierzig, darunter Deutschland enthielten sich der Stimme, aber hundertachtunddreißig stimmten dafür! Die UN-Aufwertung ist nichts, ohne festgesetzte Grenzen, ohne Verhandlungen über das legitime Rückkehrrecht der Palästinenser. Ein Lichtblick im Dunkel der faschistischen Besatzung ist immerhin der Wechsel in der Weltmeinung, der zwar nichts auf der politischen Ebene bedeutet, aber zeigt, dass eine “kleine” Minderheit, nämlich die USA und Deutschland isoliert ihre schreckliche Politik weiterverfolgen werden.

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=18493

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