Der große Sieg des Raubgesindels

(…) Wirklich schuld an dieser Situation sind die Spekulanten – die Manager der Hedgefonds, die noblen Großbankiers und andere Raubritter des globalisierten Finanzkapitals –, die aus Profitsucht und persönlichem Gewinnstreben, aber auch einer gehörigen Portion Zynismus das Weltfinanzsystem ruiniert und Vermögenswerte in Höhe von vielen Hundert Milliarden Euro vernichtet haben.

Dieses Raubgesindel müsste vor ein Tribunal für Verbrechen gegen die Menschlichkeit gestellt werden. Doch seine Macht – und die Schwäche der Staaten – ist so gross, dass es sich offenbar von keinerlei Risiko bedroht sieht…

Jean Ziegler

Während all der Jahre als Uno-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung waren meine schönsten – weil intensivsten und bewegendsten – Augenblicke diejenigen, die ich in den Schulkantinen und -küchen in Äthiopien, Bangladesch, der Mongolei et cetera verlebt habe…

Dort war ich stolz, ein Mensch zu sein. Die Nahrung richtete sich nach dem jeweiligen Land. Die Mahlzeiten wurden mit heimischen Produkten zubereitet: Maniok, Teff und Hirse in Afrika; Reis, Saucen und Hühnchen in Asien; Quinoa und Süßkartoffeln auf den Hochebenen der Anden. Auf allen Kontinenten gehörte zu den Mahlzeiten des Uno-Welternährungsprogramms (WFP) Gemüse. Und zum Nachtisch immer einheimisches Obst: je nach Land Mango, Datteln, Weintrauben.

Eine tägliche Mahlzeit in der Schulkantine veranlasste die Eltern unter Umständen, ihre Kinder in die Schule zu schicken und für einen regelmäßigen Besuch zu sorgen. Natürlich förderte diese Mahlzeit das Lernen und ermöglichte den Kindern, sich auf den Unterricht zu konzentrieren.

Mit nur 25 amerikanischen Cent konnte das WFP eine Schale mit Reis oder Gemüsebrei oder Hülsenfrüchten füllen und den Schülern außerdem eine Monatsration mit nach Hause geben. 50 Dollar genügten, um ein Kind ein Jahr lang in der Schule mit Nahrung zu versorgen.

In den meisten Fällen bekamen die Kinder in der Schule Frühstück und/oder Mittagessen. Diese Mahlzeiten wurden entweder in der Schule selbst, von der Gemeinde oder in Zentralküchen zubereitet. Manche Schulspeisungsprogramme sahen vollständige Mahlzeiten vor, während andere besonders energiereiche Kekse oder kalte Imbisse anboten. Die segensreichen Rationen für zu Hause ergänzten die Schulspeisung. Dank dieser Einrichtung erhielten ganze Familien Lebensmittel, wenn ihre Kinder zur Schule gingen.

http://das-blaettchen.de/2013/02/der-grosse-sieg-des-raubgesindels-20859.html

siehe auch…

Jean Zieglers nicht-gehaltene Rede

Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet!

Jean Ziegler wollte das Publikum auf den Salzburger Festspielen aufrütteln. Seine Rede durfte der Globalisierungskritiker jedoch nicht halten. Stattdessen hat er sie online gestellt.

http://www.heinrichplatz.tv/?p=450

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