Man mische drei Denkfehler, rühre kräftig und heraus kommt ein jährlicher Zuwanderungsbedarf von mehr als einer Viertelmillion

Müssen wir wegen der Digitalisierung schon bald mit Millionen Erwerbslosen rechnen? Oder sorgen Fachkräftemangel und demographischer Wandel dafür, dass Erwerbslosigkeit schon bald ein Fremdwort ist und unsere Volkswirtschaft händeringend Arbeitskräfte aus dem Ausland anwerben muss?

  • Jens Berger

Diesen Fragen ist die Bertelsmann Stiftung nachgegangen und kam zum „Ergebnis“, dass Deutschland bis 2060 pro Jahr eine Nettozuwanderung von 260.000 Arbeitskräften bräuchte, um „den Arbeitskräftebedarf der Wirtschaft angesichts der alternden Gesellschaft“ zu decken – ein sorgfältig konstruiertes Wunschergebnis der arbeitgebernahen Stiftung, bei dem die Autoren zahlreiche kreative Kunstgriffe benutzten, um der Politik Empfehlungen zu geben, die ganz und gar nicht im Interesse der Mehrheit sind.

Zutat 1: Die Digitalisierung

Technische Entwicklungen, die eine Rationalisierung mit sich bringen, als kommende Arbeitsplatzkiller epischen Ausmaßes zu propagieren, ist weder neu noch originell. Prognostizierten 1850 die Stadtplaner New Yorks noch, dass die Straßen wegen der Zunahme an Kutschen bis zum Jahr 1910 in meterhohem Pferdemist ersticken würden, hatte man 1910 Angst vor dem drohenden Verschwinden ganzer Berufsbilder wie Kutscher, Pferdeschmied oder Stallbursche durch den Siegeszug des Automobils. 1995 prognostizierte der Zukunftsforscher Jeremy Rifkin gar „Das Ende der Arbeit“ und sorgte damit für den Beginn einer bis heute andauernden Debatte voller Denkfehler. Es geht grob darum, dass Rationalisierung und technischer Fortschritt in vielen Bereichen die Menschen überflüssig machen und dadurch ein Großteil der menschlichen Arbeit verschwinden wird.

Ärgerlicherweise wurden seine Thesen viel zu selten kritisch überprüft und stattdessen bis heute unreflektiert nachgeplappert. Da Rifkins Buch nun auch schon 23 Jahre alt ist, kann man glücklicherweise jedoch heute bereits einordnen, ob der Zukunftsforscher die Zukunft korrekt vorhergesagt hat. Eben dies ist nämlich nicht der Fall. Seine Kernthese vom Ende der Arbeit belegt Rifkin mit der Prognose, dass im Jahre 2010 (also 15 Jahre nach Erscheinen des Buches) der weltweite Anteil der Menschen, die im industriellen Sektor arbeiten, auf 12% und bis 2020 gar auf 2% gesunken sein soll. Laut aktuellen Zahlen der ILO betrug der Anteil 2017 jedoch 21,5% und damit sogar mehr als im Jahre 1995 (20,9%), in dem Rifkin das Ende der Arbeit prognostizierte. Rifkins 2% wirken da wie ein schlechter Scherz, werden aber in stets neuen Variationen auch heute noch unter das Volk gebracht. Der – auch bei anderen Fehlprognosen beliebte – Trick: Man verschiebt den Vorhersagehorizont einfach ins Unendliche. Jetzt soll die Arbeit halt nicht 2020, sondern erst 2050 zu Ende gehen.

Die neueste Variante dieser Erzählung ist die „Digitalisierung“ – gerne in Kombination mit dem Modewort „Wirtschaft 4.0“ – die der kommende Jobkiller sein soll. Der Rifkin unserer Tage ist dabei der fesche Fernseh-Philosoph Richard David Precht, der jüngst in seinem pünktlich zur Debatte erschienenen Bestseller „Jäger, Hirten, Kritiker“ zwar nicht das Ende der Arbeit, dafür aber wortgewaltig und argumentschwach das „Ende der Leistungsgesellschaft“ prophezeit. Es ist jedoch egal, welchen Namen man dem Kind gibt – Rifkins Thesen lassen sich auch in ihrer neuesten Spielart weder empirisch noch logisch nachvollziehen. …

https://www.nachdenkseiten.de/?p=49304

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Giftgasangriff? Was ist in Duma am 7. April 2018 passiert?

Für die USA waren die Bilder der Weißhelme Beweis genug zur Bombardierung, ein investigativer US-Journalist hat sich bemüht, den Nebel des Krieges und der Propaganda vorurteilslos zu durchdringen

  • Florian Rötzer

Passend zur Münchener Sicherheitskonferenz, wo die Veranstalter wie jedes Jahr einen drohenden Zusammenbruch, dieses Mal der “liberalen Weltordnung”, beschwören, ist auf Intercept der Bericht von James Harkin, Direktor des Centre for Investigative Journalism und Mitglied des Shorenstein Center der Harvard University, erschienen, der sich noch einmal den angeblichen Giftgasangriff auf das syrische Duma (Douma) im April 2018 vorgenommen hat (Das lässt aufhorchen: Angeblicher Chemiewaffenangriff in Ost-Ghouta).

Er war bereits Anfang Juli 2018 nach Duma gereist, um sich die Lage vor Ort anzusehen. Seine Reportage ist Pflichtlektüre, auch wenn man letztlich zu anderen Schlüssen kommen mag. Klar ist auf jeden Fall, dass viele Menschen umkamen, letztlich ist es egal, ob sie Opfer einer chemischen Waffe oder einer normalen Bombe wurden.

Für ihn ist es eine Fallstudie für die Choreografie der neuen Propagandakriege im Zeitalter der Fake News. Eine “Desinformationswolke” habe die Ereignisse in Duma eingehüllt, während die großen Medien im Rückzug seien, hätten sich neue Informationsakteure an deren Stelle begeben. Aus Duma wären, nachdem Jaysh al-Sham 2013 die Führer der Violations Documentation Center verschwinden ließ und wahrscheinlich umbrachte, nur noch mit der Dschihadistengruppen abgesprochene Informationen herausgekommen, VDC sei nicht mehr vor Ort gewesen.

Der vermeintliche Giftgasangriff wurde Moskau und Damaskus schon vor jedem Beweis und nur aufgrund der schnell von den Weißhelmen verbreiteten Behauptungen, Fotos und Videos zugeschrieben, was dazu führte, dass die USA, Großbritannien und Frankreich gemeinsam Ziele des angeblichen syrischen Giftgasprogramms beschossen, noch bevor die OPCW-Inspektoren an den Ort des Vorfalls gelangt waren.

Obgleich Russland versuchte zu belegen, dass der Giftgasangriff von den Dschihadisten der Jaysh al-Sham als letzter Versuch, die drohende Niederlage abzuwenden, inszeniert worden sei, hielt man im Westen weitgehend und ohne dem nachzugehen daran fest. Das Narrativ ergänzte das zum Nervengiftanschlag auf die Skripals. …

https://www.heise.de/tp/features/Giftgasangriff-Was-ist-in-Duma-am-7-April-2018-passiert-4309994.html

#Duma#Douma#WhiteHelmets#Kriegslügen

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BBC Producer’s Syria Bombshell: Douma “Gas Attack” Footage “Was Staged”

Now approaching nearly a year after the April 7, 2018 alleged chemical attack in Douma, Syria — which the White House used as a pretext to bomb Syrian government facilities and bases throughout Damascus — a BBC reporter who investigated the incident on the ground has issued public statements saying the “Assad sarin attack” on Douma was indeed “staged”. 

  • Tyler Durden

Riam Dalati is a well-known BBC Syria producer who has long reported from the region. He shocked his nearly 20,000 twitter followers on Wednesday, which includes other mainstream journalists from major outlets, by stating that after a “six month investigation” he has concluded, “I can prove without a doubt that the Douma Hospital scene was staged.”

​​​​​​One of many widely circulated images of the Douma hospital scene from April 2018. The Times (UK) published the image with the following headline: Syria attack: ‘We found bodies on the stairs. They didn’t see the gas in time’

The “hospital scene” is a reference to part of the horrid footage played over and over again on international networks showing children in a Douma hospital being hosed off and treated by doctors and White Helmets personnel as victims of the alleged chemical attack.

The BBC’s Dalati stated on Wednesday: “After almost 6 months of investigations, I can prove without a doubt that the Douma Hospital scene was staged. No fatalities occurred in the hospital.” He noted he had interviewed a number of White Helmets and opposition activists while reaching that conclusion. 

He continued in a follow-up tweet

Russia and at least one NATO country knew about what happened in the hospital. Documents were sent. However, no one knew what really happened at the flats apart from activists manipulating the scene there. This is why Russia focused solely on discrediting the hospital scene.

Dalati’s mention of activists at the flats “manipulating the scene there” is a reference to White Helmets and rebel activist produced footage purporting to show the deadly aftermath of a chemical attack inside a second scene  a bombed out apartment showing dozens of dead bodies. 

The BBC’s Riam Dalati made his verified account private in the hours after the tweets. 

Tragic and gruesome images of what appeared the “gassed” corpses of young children and women strewn about an apartment building, were recycled endlessly in mainstream media at the time, which the Trump administration referenced in its decision to strike Damascus with some 100 Tomahawk cruise missiles

Dalati continued

Truth is James Harkin got the basics right in terms of Douma’s “propaganda” value. The ATTACK DID HAPPEN, Sarin wasn’t used, but we’ll have to wait for OPCW to prove Chlorine or otherwise. However, everything else around the attack was manufactured for maximum effect.

The BBC producer added the following details as part of the thread:

I can tell you that Jaysh al-Islam ruled Douma with an iron fist. They coopted activists, doctors and humanitarians with fear and intimidation. In fact, one of the 3 or 4 people filming the scene was Dr. Abu Bakr Hanan, a “brute and shifty” doctor affiliated with Jaysh Al-Islam. The narrative was that “there weren’t enough drs” but here is one filming and not taking part of the rescue efforts. Will keep the rest for later. 

A few hours after making the statements Dalati switched his verified Twitter account to “private”, likely after the Russian Embassy in the UK seized upon and began promoting the admission. A number of articles quickly appeared in Russian media as well. …

https://www.zerohedge.com/news/2019-02-14/bbc-shocks-douma-gas-attack-scene-staged-producer-says-after-6-month-syria

#Duma#Douma#WhiteHelmets#Kriegslügen

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Einigung über endgültigen Text erzielt: Das droht mit Artikel 13 und der EU-Urheberrechtsreform

Gestern Abend wurden die Verhandlungen zwischen dem Europaparlament und dem Rat abgeschlossen: Es gibt nun einen endgültigen Text für die EU-Urheberrechtsreform.

  • Julia Reda

Zwei Jahre lang haben wir über verschiedene Varianten der kontroversen Artikel 11 und 13 diskutiert. Alle Unklarheiten sind jetzt aus dem Weg geräumt: Dieses Gesetz wird das Internet, wie wir es kennen, grundlegend verändern – wenn es denn in der finalen Abstimmung angenommen wird. Das können wir aber immer noch verhindern!

Im Folgenden Details über den Text, wie es soweit kam, und was wir jetzt machen können:

Was im endgültigen Text steht

Bisher steht nur der englische Text von Artikel 11 und Artikel 13 zur Verfügung. Hier meine Zusammenfassung:

Artikel 13: Uploadfilter

Der Verhandler des Parlaments, Axel Voss, hat sich dem Deal zwischen Frankreich und Deutschland angeschlossen, über den ich zuletzt berichtet hatte.

  • Kommerzielle Webseiten und Apps, wo Nutzer*innen Beiträge veröffentlichen können, müssen „bestmögliche Anstrengungen“ unternehmen, vorab Lizenzen zu erwerben für alles, was ihre Nutzer*innen möglicherweise posten könnten – also: alle Inhalte der Welt, die unter das Urheberrecht fallen. Eine unmögliche Aufgabe.
  • Zusätzlich müssen alle Dienste außer die allerkleinsten und allerneuesten alles in ihrer Macht stehende tun, um Inhalte von Vornherein zu blockieren, bei denen es sich um unerlaubte Kopien handeln könnte. Sie müssen aktiv nach Kopien von Werken (und Teilen davon) Ausschau halten, die Rechteinhaber bei ihnen hinterlegt haben. Das geht nur mit Uploadfiltern, die naturgemäß sowohl sehr teuer als auch sehr fehleranfällig sind.
  • Sollte ein Gericht jemals feststellen, dass ein Dienst nicht genügend Anstrengungen zur Lizensierung oder Filterung unternommen hat, wird dieser für Urheberrechtsverletzungen seiner Nutzer*innen direkt haftbar gemacht, als ob die Betreiberfirma sie selbst begangen hätte. Diese Drohung wird dazu führen, dass Dienste bei der Befolgung des Gesetzes sogar überschießen werden, um auf der sicheren Seite zu sein – mit um so mehr Einschränkungen für unsere Redefreiheit. …

https://juliareda.eu/2019/02/artikel-13-endgueltig/

#Uploadfilter

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„Ich war Klimahysteriker“

Dipl. Ing. Hans Boës hat bereits im Jahr 1992 sein Auto für das Klima aufgegeben. Seither hat der studierte Ingenieur vier Kinder großgezogen und an zahlreichen Alternativen zum Auto getüftelt.

  • Der fehlende Part

Dazu gehört ein Solarfahrrad, aber auch ein Roller, der mit Sonnenenergie fährt. Grundsätzlich, sagt Boës, müsse man sich von den ineffizienten PKWs verabschieden, denn sie verschwenden Energie und nehmen einfach zu viel Platz weg.

Trotz allem sieht er, dass sich in den letzten 30 Jahren viel zum Positiven verändert hat, denn Nachhaltigkeit und Ökologie sind in das allgemeine Bewusstsein vorgedrungen. Als ehemaliger Klimahysteriker sieht Boës nun das Thema Klima nicht als das akuteste Problem und sagt selbst, dass er sich heute viel mehr Gedanken über Krieg und Frieden macht, als über das Klima.

https://www.youtube.com/watch?v=O1cjFnrzgqY

#Klima#Kriegslügen#Friedensdividende

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Macron will Kritik mit neuen Gesetzen ersticken

Die französische Regierung bekämpft den Protest der «Gelbwest»-Bewegung mit Gesetzen und beschneidet dabei Medien und Bürgerrechte.

  • Tobias Tscherrig

Zweieinhalb Monate nach Beginn der Demonstrationen gegen die Reform-Politik von Präsident Emmanuel Macron ist in Frankreich noch immer keine Ruhe eingekehrt. Im Gegenteil, die «Gelben Westen» lassen – trotz den Zugeständnissen, die Macron bereits machen musste – nicht locker. So versammeln sich auch 2019 auf den Strassen von ganz Frankreich immer wieder Zehntausende Menschen, um unter anderem für Lohnerhöhungen und niedrigere Studiengebühren zu demonstrieren.

Macron und seine Partei «La République en Marche» (LREM) sind mit ihrem Latein langsam am Ende. Nun reagiert der französische Präsident – entgegen seinen liberalen Positionen, mit denen er 2017 zur Präsidentschaftswahl in Frankreich antrat – zunehmend mit Repression. Das erfahren die Demonstranten auf der Strasse in Form von einem massiven und immer wieder auch brutalen Polizeieinsatz.

Aber die französische Regierung reagiert auch mit neuen Gesetzen. Mit dem «Anti-Randalierer-Gesetz», das Bürgerrechte beschneidet. Und mit Eingriffen in die Medienfreiheit, die von französischen Medien so zusammengefasst werden: «Macron träumt davon, die Presse unter Aufsicht und die Informationen unter Kontrolle zu bringen.»

Gesetz gegen Demonstranten

Mit dem «Anti-Randalierer-Gesetz», das Anfang Februar vom französischen Parlament in erster Lesung gebilligt wurde, sollen Polizei und Behörden mehr Befugnisse erhalten: Ein Instrument, mit welchem die Sicherheitskräfte Demonstrationsverbote gegen Teilnehmer aussprechen können, die eine «besonders schwere Gefahr für die öffentliche Ordnung» darstellen. Anders als bisher, wäre dazu kein richterlicher Entscheid mehr notwendig.

Wer gegen das Demonstrationsverbot verstösst, muss mit sechs Monaten Haft und einer Geldstrafe von 7500 Euro rechnen. Weiter könnte auf Grundlage des Gesetztes jedes Objekt in der Hand von Demonstranten zur Waffe werden – noch bevor eine allfällige kriminelle Tat überhaupt stattgefunden hat. Das heisst: Jede Demonstrantin und jeder Demonstrant könnte präventiv mit einem Demonstrationsverbot belegt werden – frei nach dem Ermessen der Sicherheitskräfte. Die so sanktionierten Demonstrationsteilnehmer sollen dann in einer neuen Datenbank erfasst werden.

Damit sollen die Sanktionen gegen mutmasslich gewaltbereite Demonstrantinnen und Demonstranten deutlich verschärft werden. Die neue Gesetzesvorlage würde es ihnen auch verbieten, sich zu vermummen; Vermummungsverbote gibt es auch in einigen Schweizer Kantonen. Wer dagegen verstösst, riskiert in Frankreich eine Haftstrafe von einem Jahr. Ausserdem drohen 15’000 Euro Geldstrafe.

Das Gesetz ist höchst umstritten. Kritiker, darunter Rechtsexperten, Menschenrechtsorganisationen und Gewerkschaften, fürchten eine massive Einschränkung der Bürgerrechte. Das Gesetz gleiche einem Demonstrationsverbot für Regierungskritiker. Ausserdem drohe die Gefahr von Missbrauch, falls extreme Parteien an die Macht gelangten. …

https://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/Macron-will-Kritik-mit-Gesetzen-ersticken

#GiletsJaunes

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Bad Romance

Capitalism is bad at sex because it’s bad at relationships. Socialism can do better.

  • Liza Featherstone

Americans, or perhaps mostly those who are young and heterosexual, are suffering a sex drought. The reasons are complicated, but according to an exhaustive and copiously well-researched article by the Atlantic’s Kate Julian, the problem is a queasy cocktail of social alienation, technology, anxiety, depression and neoliberal pressure to succeed. And the Wall Street Journal reports that lingerie retailer Victoria’s Secret is struggling because “Sex Isn’t Selling.”

Capitalism has been trying to sell sex since its beginnings. Now we’re not buying. Julian quotes the Swedish health minister after a recent study found a similar problem in that country: “If the social conditions for a good sex life — for example through stress or other unhealthy factors — have deteriorated… it’s a political problem.” In this context, Why Women Have Better Sex Under Socialism: And Other Arguments for Economic Independence, anthropologist Kristen Ghodsee’s short, crisp and wonderfully engaging polemic, couldn’t be more urgent.

“Unregulated capitalism is bad for women,” Ghodsee argues, “and if we adopt some ideas from socialism, women will have better lives… yes, even better sex.” It’s a historically grounded argument, based on her extensive scholarship on the former USSR and Eastern bloc countries.

Convincingly, Ghodsee makes the case that through publicly available childcare, full participation in the workforce, investment in women’s education, and robust feminist propaganda, socialist states made tremendous advances, even in quite patriarchal cultures, toward women’s equality. They also greatly improved the material quality of women’s lives. Maternal and infant mortality dropped and illiteracy essentially vanished. All this had tremendous implications for heterosexual sex: with men and women benefiting equally from public services like education and healthcare and from access to stable, decently paid work, women ceased to be dependent on men. Sex and love could be considered on their own terms, free from economic incentives. As Ghodsee bluntly puts it, “Women didn’t have to marry for money.”

It’s easy to imagine that such conditions might improve women’s lives. Yet, does it go without saying that decommodified sex is necessarily better sex? After all, some sex workers and customers enjoy their encounters; some kept men and women probably do as well. I do not enjoy sex less if a man picks up the check (complicatedly, I might enjoy it more). So, luckily for those of us who need convincing, Ghodsee has strong evidence to support her claim that women had better sex under socialism.

Of all the residents of the former Soviet bloc, it is East German women’s sex lives that have been the most robustly researched, and informatively contrasted with those of their less fortunate West German counterparts, who lived under capitalism (plus religiosity, an additional libidinal drag). In addition to policies like universal child care and female employment, the government did strong feminist ideological work, promoting gender equality and women’s independence as specific benefits of socialism, even propagandizing on the importance of men sharing domestic labor. Because East German women became economically independent of men, men were more sexually attentive and generous than men in the West. By contrast, with women depending on them for survival, West German men had little incentive to improve their bedroom game. In addition, life in the GDR was more relaxing than in the West, with little economic stress and an abundance of leisure time.

This difference had clear and measurable results. …

https://www.jacobinmag.com/2018/11/women-better-sex-under-socialism-review

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Innenministerium verbietet kurdischen Verlag

Kommentar: Seehofer als verlängerter Arm Erdogans und das obsolete PKK-Verbot

  • Elke Dangeleit

“Seehofer wandelt auf den Spuren des türkischen Despoten Erdogan”, empört sich die innenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, Ulla Jelpke, zum Verbot des Mezopotamien-Verlages in Neuss und der mit diesem Verlag verbundenen MIR Multimedia-Produktionsfirma. Sie vergleicht dies mit den Verboten kurdischer Zeitungen, Radio- und Fernsehsender in der Türkei.

Tonnenweise wurden Sprachbücher, kurdisch-sprachige Kinderbücher und Bücher zur kurdischen Geschichte beschlagnahmt. Das sei ein Akt staatlicher Zensur und “ein Schlag gegen das Recht von einer Million in Deutschland lebenden kurdischstämmigen Bürgerinnen und Bürgern, ihre Sprache, Kultur und Geschichte zu pflegen”, kritisierte Jelpke.

Der Mezopotamien-Verlag wurde schon vor einem Jahr durchsucht und Bücher beschlagnahmt (siehe: “Keine Pressefreiheit für Kurden: Türkische Zustände in Deutschland”). Er wurde im Jahr 2000 gegründet und gibt Bücher zu politischer Theorie, zur kurdischen Geschichte und zur jesidischen Religion und Kultur heraus.

Weder die Bücher noch die Musiktitel stehen auf einer Indexliste

Aber auch Sprachbücher, Kinderbücher und Romane befinden sich in seinem Sortiment, darunter Bücher von Abdullah Öcalan, Mehmet Uzun, Yaşar Kemal, Orhan Pamuk, Elif Şafak, Aslı Erdoğan, Selahattin Demirtaş und Amin Maalouf in kurdischer, türkischer und deutscher Sprache. Bücher von kurdischen und türkischen Autoren also, die in der Türkei verfolgt werden.

Auch Weltliteratur von Tolstoi, Stefan Zweig, Eduardo Galeano, Jack London, John Steinbeck, Victor Hugo, Dostojewski, Gogol, Chomski und Bookshin wurde beschlagnahmt.

Der ebenfalls verbotene Musikverlag Mir Multimedia ist eine der wichtigsten Einrichtungen für kurdische Musik. Rund 500 CDs von vielen kurdischen Musikern und Musikerinnen hat er herausgegeben und Tausende Konzerte organisiert. In 35 Jahren hat der Musikverlag ein Archiv mit 500.000 kurdischen Liedern aufgebaut, die sie weltweit gesammelt hatten und das vor einem Jahr ebenfalls beschlagnahmt worden war.

Keines der Bücher und keine der CDs stehen auf einer Indexliste von verbotenen Texten oder Musiktiteln. Das Verbot beruft sich, – ganz in Erdogan-Manier-, auf den Verdacht, der Verlag finanziere die PKK. Was noch zu beweisen ist und eine Beschlagnahmung legaler Bücher nicht rechtfertigt. …

https://www.heise.de/tp/features/Innenministerium-verbietet-kurdischen-Verlag-4308622.html

#Erdogan

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NATO-Osterweiterung und Putsch der USA in der Ukraine 2014

Fragen Sie mal im Freundeskreis: Welche Länder haben die USA im letzten Jahr bombardiert?

  • Daniele Ganser

Wenn ihre Gesprächspartnerin oder ihr Gesprächspartner die folgenden sieben Länder korrekt benennen kann, müssen sie davon ausgehen, dass diese Person sehr gut über Zeitgeschichte und internationale Politik informiert ist: Syrien, Irak, Afghanistan, Libyen, Jemen, Somalia und Pakistan.

Fragen Sie auch nach der Religion der Menschen, die in den bombardierten Ländern leben. Waren es mehrheitlich hinduistische Länder? Oder buddhistische Länder? Oder christliche Länder? Oder atheistische Länder? Nein, es waren natürlich ohne Ausnahme muslimische Länder. Und die Begründung war stets: Terrorbekämpfung.

Nun verbietet aber das Gewaltverbot der UNO, dass ein Land ein anderes bombardiert. „Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede … Anwendung von Gewalt“, steht im Artikel 2 der UNO Charta von 1945 klar und deutlich. Gewalt“, steht im Artikel 2 der UNO Charta von 1945 klar und deutlich. Das ist die Basis des Völkerrechts. Aus diesem Grunde ist es zum Beispiel dem Irak streng verboten, Bomben auf die USA zu werfen. Und tatsächlich haben die Iraker im Jahre 2016 keine einzige Bombe auf die USA abgeworfen. Umgekehrt haben aber die USA 12.095 Bomben auf Irak abgeworfen.

Als Historiker und Friedensforscher ist das Gewaltverbot der UNO für Dr. Daniele Ganser ein ganz wichtiger, ein zentraler Ordnungspunkt der Weltpolitik. Wenn alle Länder dieses Gewaltverbot kennen und achten, könnte das bestehende internationale Chaos durch eine gerechte Ordnung ersetzt werden. Dass die USA sich nicht an das Gewaltverbot halten, ist offensichtlich. …

https://www.youtube.com/watch?v=kZcGsvDMcOg

#Maidan#Kriegslügen#Ganser

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Die SPD modernisiert Hartz IV

Vor 14 Jahren beschloss die SPD die Hartz-Gesetze und schuf damit die Voraussetzungen für einen gewaltigen Niedriglohnsektor und weitverbreitete Armut. Nun hat sie die Konzeptionen, die den Hartz-Gesetzen zugrunde lagen, weiterentwickelt und verschärft.

  • Peter Schwarz

Am Sonntag verabschiedete der SPD-Parteivorstand auf einer Klausur in Berlin einstimmig ein siebzehnseitiges Papier mit dem wohlklingenden Namen „Ein neuer Sozialstaat für eine neue Zeit“. Die Parteivorsitzende Andrea Nahles verkündete anschließend: „Wir lassen Hartz IV hinter uns.“ Die Süddeutsche Zeitung titelte: „SPD bricht mit Hartz IV“. CDU-Vize Volker Bouffier und CSU-Chef Markus Söder warnten gar, die SPD schlage einen „strammen Linkskurs“ ein.

Das alles ist barer Unsinn. Bouffier und Söder wissen das sehr genau. Ihre Parteien haben seit 2005 zehn Jahre lang im Bündnis mit der SPD regiert und gemeinsam mit ihr alle Angriffe auf Arbeitslose, Rentner und Arbeiter durchgeführt. Der Versuch, den neuen Kurs als Linksruck darzustellen, soll das Ansehen der SPD aufpolieren, die unter Arbeitern wegen ihrer rechten Politik verhasst ist und in den Umfragen seit Wochen bei 15 Prozent stagniert, Kopf an Kopf mit der rechtsextremen AfD.

Die im Bundestag vertretenen Parteien und die Leitartikler der Medien fürchten, dass sich die Empörung über Armut, Arbeitshetze und Niedriglöhne unabhängig von der SPD und den eng mit ihr verbundenen Gewerkschaften Bahn bricht, falls sich der Niedergang der SPD weiter fortsetzt – wie dies in Frankeich mit den Gelbwesten, in Mexiko mit den Autoarbeitern von Matamoros oder in den USA mit Lehrern bereits der Fall ist. Aus diesem Grund lobt auch Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch das SPD-Konzept als einen Schritt in die richtige Richtung.

Tatsächlich ist das SPD-Konzept ein zusammengerührtes Gericht aus Etikettenschwindel, falschen Versprechungen und neuen sozialen Angriffen, angerichtet in einer klebrigen Soße aus hohlen Phrasen über „Solidarität“, „Menschlichkeit“ und „Chancen“, die selbst im stärksten Magen Brechreiz verursacht.

Das Zukunftskonzept verfolgt das Ziel, die Folterinstrumente, die mit den Hartz-Reformen entwickelt wurden – Zeitarbeit, Leiharbeit, Scheinselbständigkeit, Werkverträge, Ein-Euro-Jobs, Zwang zur Annahme jeder Arbeit, usw. –, einer Entwicklung anzupassen, in der reguläre Arbeitsplätze zunehmend durch Computer und Künstliche Intelligenz verdrängt und menschliche Arbeit nur noch sporadisch, unter extremen Ausbeutungsbedingungen zum Einsatz kommt.

Der SPD geht es darum, ein gesetzliches und institutionelles Korsett zu schaffen, das den Staat in die Lage versetzt, die Arbeiter in dieser unerträglichen Tretmühle zu kontrollieren und zu disziplinieren. „Wir müssen das System und den Apparat auf die flexiblen, sich ständig verändernden Bedingungen der Arbeitswelt ausrichten“, heißt es gleich zu Beginn des Dokuments. …

https://www.wsws.org/de/articles/2019/02/12/spde-f12.html

#SPD

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Maduro – Offener Brief an die Menschen in den Vereinigten Staaten von Amerika

Wenn ich mich mit etwas auskenne, dann sind es Menschen wie ihr, ich bin ein Mann des Volkes. Ich bin in einer armen Gegend von Caracas geboren und aufgewachsen. Ich wurde geformt in der Hitze der Volks- und Unionskämpfe in einem Venezuela, das in Ausgrenzung und Ungleichheit versunken war.

  • Nicolas Maduro

Ich bin kein Tycoon, ich bin ein Arbeiter der Vernunft und des Herzens, heute habe ich das große Privileg, Präsident des neuen Venezuelas zu sein, das auf einem Modell der integrativen Entwicklung und sozialen Gleichheit beruht, das seit 1998 vom Kommandanten Hugo Chávez geschmiedet wurde, inspiriert vom bolivarischen Erbe.

Wir erleben heute eine geschichtsträchtige Phase. Es sind Tage, an denen sich die Zukunft unserer Länder zwischen Krieg und Frieden entscheiden wird. Ihre nationalen Vertreter in Washington wollen den gleichen Hass an ihre Grenzen tragen, den sie auch in Vietnam aufgebaut haben. Sie wollen in Venezuela einmarschieren und eingreifen – im Namen von Demokratie und Freiheit – so sagen sie, wie sie auch damals gesagt haben. Aber so ist es nicht. Die Geschichte von der Machtergreifung in Venezuela ist ebenso falsch wie die Massenvernichtungswaffen im Irak. Sie ist ein Irrglaube, aber der kann dramatische Folgen für unsere gesamte Region haben.

Venezuela ist ein Land, das mit seiner Verfassung von 1999 die partizipatorische und protagonistische Demokratie des Volkes, und das ist heute beispiellos, als eines der Länder mit der größten Zahl von Wahlprozessen in den letzten 20 Jahren umfassend ausgebaut hat. Ihr mögt vielleicht unsere Ideologie oder unser Aussehen nicht, aber wir existieren und wir sind Millionen.

Ich wende mich mit diesen Worten an die Menschen in den Vereinigten Staaten von Amerika, um vor dem Ernst und der Gefahr zu warnen, die mit der Absicht einiger Sektoren im Weißen Haus verbunden sind, in Venezuela einzudringen, mit unvorhersehbaren Folgen für mein Land und für die gesamte amerikanische Region. Präsident Donald Trump beabsichtigt auch, die edlen Dialoginitiativen zu stören, die von Uruguay und Mexiko mit Unterstützung der CARICOM für eine friedliche Lösung und einen Dialog zugunsten Venezuelas gefördert werden. Wir wissen, dass wir uns zum Wohle Venezuelas hinsetzen und reden müssen, denn Dialogverweigerung bedeutet, Krafteinsatz als Weg zu wählen. Denken Sie an die Worte von John F. Kennedy: “Lasst uns nie aus Angst verhandeln. Aber lasst uns nie Angst haben, zu verhandeln”.

Haben diejenigen, die keinen Dialog wollen, Angst vor der Wahrheit? …

http://www.antikrieg.eu/aktuell/2019_02_11_offener.htm

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Der Markt regelt gar nichts – Prof. Heinz-Josef Bontrup im Gespräch

Professor Doktor Heinz-Josef Bontrup wird als „Muhammed Ali der deutschen Wirtschaftswissenschaftler“ bezeichnet und nimmt wahrlich kein Blatt vor den Mund. Er kritisiert vor allem die neoliberale Wirtschaftsordnung, die seiner Ansicht nach nur für Vermögende und Unternehmer von Vorteil ist.

  • Der fehlende Part

Aktuell unterrichtet Bontrup noch an der Westfälischen Hochschule, seine Abschlussvorlesung hält er allerdings am morgigen Donnerstag. Seiner Tätigkeit als Sprecher der „Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik“ wird er dennoch weiter nachgehen.

Für sein Lebenswerk erhielt Bontrup 2018 sogar das Bundesverdienstkreuz. Seine alternativen Thesen umfassen verschiedene Vorschläge, wie zum Beispiel eine Arbeitszeitverkürzung oder Steuererhöhungen für Vermögende.

Abkürzungen:

00:50 Sind Reformen notwendig?

13.40 Fachkräftemangel und Fachkräfteeinwanderungsgesetz

27:30 Mehr Staat oder freier Markt?  

42:00 Einlagenkürzung oder Enteignung?

46:30 Arbeitszeitverkürzung

59:00 Pflichtmitgliedschaft in Gewerkschaften

https://deutsch.rt.com/programme/der-fehlende-part/82954-markt-regelt-gar-nichts-prof/

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Weltweite Umfrage zu Bedrohungen: Klimaerwärmung ist größte Sorge

Russland gilt als geringere Gefahr als die USA, China wird vor allem in Asien-Pazifik als Bedrohung wahrgenommen

  • Florian Rötzer

Das Pew Research Center hat in 26 Ländern eine Umfrage durchgeführt, um zu sehen, welche Bedrohungen für die Menschen am größten sind. Ganz aktuell sind die Ergebnisse allerdings nicht, die Menschen wurden zwischen Mai und August 2018 befragt. Ein Ergebnis streicht Pew besonders heraus: In der Hälfte der Länder wird von den Menschen als größte Bedrohung die Klimaerwärmung genannt, lediglich in Polen wird Russland an erster Stelle genannt.

Trotz der scheinbar erstarkenden Klimaleugnungsfront unter den Anhängern der rechten und rechtspopulistischen Parteien und einem US-Präsidenten an vorderster Front gilt für viele Menschen die Klimaerwärmung als größte Bedrohung. Das sagen die Menschen in Kanada, Deutschland, Spanien, Schweden, Großbritannien, Mexiko, Argentinien, Brasilien, Kenia, Südkorea und ganz knapp in Australien, was sich aber nach den Hitzewellen und Extremwetterereignissen verändert haben könnte. Für 67 Prozent aller Befragten ist die Klimaerwärmung die größte Bedrohung, 2013 in einer vorhergehenden PEW-Befragung waren es erst 53 Prozent.

Anhänger der rechten Parteien sind allesamt weniger von der Klimaerwärmung überzeugt oder leugnen diese. Das ist so im extremen Ausmaß bei den Republikanern, aber auch sehr stark bei den Anhängern der AfD und von Ukip. Etwas weniger ausgeprägt ist dies auch noch bei den Anhängern der Schwedendemokraten, der niederländischen Freiheitspartei und dem Rassemblement National (Front National).

Aber die Ängste sind unterschiedlich verteilt, die Befragten konnten Mehrfachnennungen vornehmen, nach Immigration wurde nicht gefragt. In den USA, in Japan, den Niederlanden und Südafrika steht die Sorge vor Cyberangriffen aus dem Ausland ganz oben, obwohl das eher noch eine theoretische, zwar gut begründbare, aber oft politisch instrumentalisierte Bedrohung ist. In noch mehr Ländern sehen die Menschen allerdings den Islamischen Staat als größte Bedrohung an. In Nigeria, Tunesien, Indonesien und auf den Philippinen ist die Angst vor dem islamistischen Terrorismus ganz konkret, in Russland hat man damit auch Erfahrungen gemacht, in Frankreich, geplagt von Anschlägen, wird die Bedrohung am größten gesehen, aber auch in Italien ist die Angst sehr hoch, was dann doch eher auf die antiislamische und insgesamt flüchtlingsfeindliche Stimmung zurückgeführt werden könnte, wie sie von der Lega Nord verbreitet wurde und wird. Die Polen fallen aus der Reihe. Vor der Klimaerwärmung nannten sie als einzige “Russlands Macht und Einfluss” als größte Bedrohung. China gilt schon als deutlich weniger bedrohlich, 18 Prozent nannten auch die USA. …

https://www.heise.de/tp/features/Weltweite-Umfrage-zu-Bedrohungen-Klimaerwaermung-ist-groesste-Sorge-4303927.html

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10 reasons the Gilets Jaunes are the real deal

We live in a world where democracy is a threat and freedom is a punishment, where you can’t tell a turd from a diamond, where 5G is trumpeted even as it threatens to kill us, where the prevailing ethos is buyer-beware and where anyone against warmongering and eternal war is smeared and painted as a monster.

  • David Studdert

Who do you believe? All the things you felt certain about Democracy, liberty, the right to free speech, television news, all these things are not only being undermined, in reality, they are being thrown in your face. Democracy in the Nazi-controlled Ukraine, moderate jihadi rebels, no democracy in Russia or Venezuela, despite the fingerprint tests on voters and the voting booth cameras, and this voice saying they’re fair elections and a dozen saying what about France isn’t that democracy and twenty other voices say they’re not and right-wing groups going off in the streets and chemicals in your food and forgetting to turn your wi-fi laden house on before you rush to another meeting or charge your phone, and, and…well…I got lost just writing it.

Keeping you busy, that’s what Neo-Liberalist empire does, and amidst it all, you’re meant to be an active citizen stuffed with social capital, capable of an opinion on any topic at the drop of the hat.

Ontological security, everybody needs it, but right now it’s in short supply especially in big metropolitan cities. No wonder people are confused and afraid, walking backwards into the future, stuck knee-deep in mud dreaming that somehow, through some miracle, everything will, “Please!”, return to normal.

So amidst this Tower of Babble, let’s resolve one conundrum for you.

Here are ten reasons the Gilets Jaunes (unlike US sponsored colour revolutions) are the real deal, by which I mean the direct expression of the people of France. …

https://off-guardian.org/2019/02/10/10-reasons-the-gilets-jaunes-are-the-real-deal/

#GiletsJaunes

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Unglaublich aber wahr: Bei Nord Stream 2 zeigt Merkel ausnahmsweise Rückgrat

Ich habe schon im Januar geschrieben, dass Nord Stream 2 für mich eines der interessantesten Themen des Jahres ist. Der Widerstand der USA und die offenen Sanktionsdrohungen gegen das Projekt sind bekannt. In den letzten Tagen gab es anscheinend einen weiteren Versuch, das Projekt zu torpedieren.

  • Anti-Spiegel

Am Donnerstag wurde gemeldet, dass Frankreich sich den Gegnern des Projektes in der EU anschließen wolle. Es ging um eine neue EU-Richtlinie zu Gaspipelines, die Nord Stream 2 mit juristischen Kniffen Knüppel zwischen die Beine werfen sollte. Als am gleichen Tag auch noch Macron seine Teilnahme an der Münchener Sicherheitskonferenz absagte, war schon von einem deutsch-französischen Zerwürfnis die Rede. Nun weiß ich nicht, was da hinter den Kulissen tatsächlich los war, aber schon einen Tag später hatten sich Frankreich und Deutschland auf einen Kompromiss geeinigt, der Nord Stream 2 nicht behelligt. Welche Gegenleistungen Deutschland dafür zugesagt hat, darüber kann man nur spekulieren.

Merkel hat bei dem Thema Rückgrat gezeigt, was sonst ja bei ihr nicht so oft vorkommt. Im Spiegel kann man dazu lesen: „Klar ist, dass Deutschland sich robust durchsetzen musste: Gegen die Zweifler in den Beamtenstuben des Pariser Energieministeriums, eine unwillige rumänische Ratspräsidentschaft und Druck aus den USA. Washington soll mehrere EU-Staaten nach Angaben von Diplomaten äußerst nachdrücklich auf ihre Interessen hingewiesen haben – auf eine Art, die schon im Umgang mit Iran zum Einsatz gekommen sei. Das heißt, es kamen wohl auch mehr oder weniger unumwundene Sanktionsdrohungen ins Spiel. Ein Ziel war Rumänien, das die halbjährlich rotierende EU-Ratspräsidentschaft innehat und damit an der Schaltstelle der Macht sitzt. Bereits am Mittwoch versuchte Merkel, eine offenbar etwas schwerfällige rumänische Ministerpräsidentin Viorica Dancila telefonisch auf Linie zu bringen. (…) Klar ist jetzt auch: Kanzlerin Merkel steht tatsächlich zu Nord Stream 2. Sie setzte das ganze diplomatische Gewicht der Bundesrepublik ein, um die Pipeline mit Putins Russland gegen sperrige europäische Partner durchzusetzen – und auch gegen die USA, deren Präsident Donald Trump über den jetzt erreichten Kompromiss wenig erbaut sein dürfte.

Nord Stream 2 ist also eines der ganz wenigen Themen, bei denen Merkel gegen Washington aufbegehrt. Sollte Merkel vor der Fertigstellung von Nord Stream 2 abgesetzt werden, dürften in Washington die Sektkorken knallen, denn ob eine Kramp-Karrenbauer auch so für das Projekt kämpfen würde, wie Merkel es tut, darf bezweifelt werden. Und bei einem Friedrich Merz bin ich fast sicher, dass er das Projekt auch noch kurz vor der Fertigstellung platzen lassen würde. …

https://www.anti-spiegel.ru/2019/unglaublich-aber-wahr-bei-nord-stream-2-zeigt-merkel-ausnahmsweise-rueckgrat/

#NordStream

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Dissens bei Nord Stream 2. Deutschland – verraten und verkauft.

Kaum hatte sich die antirussische Kampagne wegen des Zwischenfalls am Asowschen Meer beruhigt, flammte die Polemik gegen die durch die Ostsee führende Gaspipeline Nord Stream 2 wieder auf.

  • Wolfgang Bittner

Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, der schon mehrmals mit anmaßenden Äußerungen aufgefallen war,[1] drohte im Januar 2019 offen mit Sanktionen gegen die am Bau beteiligten Unternehmen.[2]

Anlässlich des Zwischenfalls am Asowschen Meer hatte Grenell über das Pipeline-Projekt gesagt:

„Ich denke, das sollte die deutsche Regierung daran erinnern, dass die wachsende russische Aggression eine Dynamik hat, die nicht mit dem Kauf zusätzlichen Gases belohnt werden sollte… Es ist an der Zeit, dass Deutschland seine Unterstützung für Nord Stream 2 einstellt und es als das erkennt, was es ist: ein dreister Versuch der russischen Regierung, den Würgegriff zu verstärken, in dem es die Energieversorgung der europäischen Verbündeten und Partner hält, während sie gleichzeitig ihre Kampagne zur Untergrabung der Souveränität und der territorialen Integrität der Ukraine fortsetzt.“[3]

Bereits zuvor hatte sich Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder zu den Anfeindungen aus den USA geäußert und sich für eine „harte Abgrenzung“ ausgesprochen. In einem Interview mit der Welt am Sonntag hatte er gesagt:

„Ich bin sicher kein Anti-Amerikaner. Aber Kern meiner Bemühungen in der Außenpolitik war es, eine relative Unabhängigkeit von den USA zu erkämpfen und zu erhalten… Denn ein souveränes Land darf es nicht zulassen, dass die USA uns vorschreiben, mit welchen Ländern wir Handel treiben dürfen. Das geht nicht… Iran, China, Russland: Wenn das so weiter geht, dann dürfen wir bald zu niemandem mehr Wirtschaftsbeziehungen haben. Das ist für ein exportabhängiges Land wie Deutschland inakzeptabel. Das muss man den Amerikanern auch sagen, bei allem Respekt und bei aller Freundschaft.“[4]

Zu den Auseinandersetzungen um die Gaspipeline sagte er:

„Das tun sie nicht aus ihrer Liebe zur Ukraine, sondern weil sie selbst Gas nach Deutschland liefern wollen – Flüssiggas, das qualitativ schlechter, dafür aber teurer ist als Pipelinegas.“[5]

Auch der Grünen-Politiker und Ex-Umweltminister Jürgen Trittin verteidigte den Bau der Ostsee-Pipeline. In einem Spiegel-Interview[6] wurde er gefragt, wie sicher die Energieversorgung aus Russland sei, ob der Bau von Nord Stream 2 nicht die sicherheitspolitischen Interessen des Westens beeinträchtige und ob ein Energieboykott durch Europa „Russlands herrschendes System nicht stark treffen“ würde.
Trittin antwortete:

„Das Grundargument, man würde sich von den Russen abhängig machen, ist falsch. Pipelinegas führt zu einer gegenseitigen Abhängigkeit … Das gesamte wirtschaftliche und politische System Russlands beruht auf dem Export fossiler Rohstoffe. Je nach Schätzung werden bis zu zwei Drittel des Staatshaushalts so finanziert. Die Idee, der Russe würde aus Jux und Dollerei eben mal den Gashahn zudrehen ist deshalb absurd: Der Kreml würde sich vorsätzlich selbst schädigen. Das hat nicht einmal die Sowjetunion im Kalten Krieg getan.“

Zu den Drohungen des US-Botschafters sagte Trittin:

„Grenell verhält sich wie ein Haustürvertreter für amerikanisches Frackinggas.“

Hier gibt es in der Tat mehrere Interessen und Begehrlichkeiten. …

https://www.nachdenkseiten.de/?p=49210

in diesem Zusammenhang ein interessanter Artikel aus 2013:

Syrien, Zentrum des Gases im Nahost-Krieg

Der mediale- und militärische Angriff gegen Syrien betrifft direkt den Welt-Wettbewerb für Energie, erklärt Professor Imad Shueibi in einem meisterhaften Artikel.

Imad Fawzi Shueibi

Zu einem Zeitpunkt, wo die Eurozone einzubrechen droht, wo eine akute Wirtschaftskrise die Vereinigten Staaten in die Schuldenfalle zu 14 940 Milliarden Dollar geführt hat und wo ihr Einfluss auf die Schwellenländer der BRICS schrumpft, wird es klar, dass der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg und der politischen Dominanz vor allem bei der Energie Kontrolle des 21. Jahrhunderts liegt: dem Gas. Dies ist der Grund, warum Syrien, im Herz der kolossalsten Gasreserven des Planeten liegend, angegriffen wird. Der Krieg des letzten Jahrhunderts war der des Öls, aber eine neue Ära beginnt, nämlich die der Gas-Kriege. …

http://principiis-obsta.blogspot.se/2013/08/syrien-zentrum-des-gases-im-nahost-krieg.html

#NordStream

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EU-Rat gibt grünes Licht für die extremste Version von Artikel 13

Heute Nacht haben sich die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten auf jene neue gemeinsame Position zur Urheberrechtsreform verständigt, die Anfang der Woche bereits geleaked war.

  • Julia Reda

Das Umfallen der deutschen Bundesregierung beendete die zuvorige Pattsituation. Da half es leider auch nichts, dass sich Malta und die Slowakei auf die Seite von Italien, Polen, den Niederlanden, Schweden, Finnland und Luxemburg schlugen, die bereits zuvor gegen den aktuellen Stand der Richtlinie gestimmt hatten.

Deutschland zählt nun zu den Befürwortern von Artikel 13 und den dadurch vorgeschriebenen Uploadfiltern, nachdem sich die Regierung mit Frankreich in geheimen Verhandlungen auf einen faulen Kompromiss geeinigt hatte. Der Deutsch-Französische Deal ist die bislang extremste Version von Artikel 13 und verlangt von allen Plattformen, die älter sind als 3 Jahre, eine automatische Zensur der Uploads ihrer Nutzer*innen. Selbst noch jüngeren Plattformen gibt sie völlig unerfüllbare Pflichten auf, die sie in den Ruin treiben würden (in meinem letzten Blogpost habe ich den Deal analysiert).

Die Bundesregierung aus CDU, CSU und SPD begibt sich damit wie bereits befürchtet in direkten Konflikt mit ihrem Koalitionsvertrag, der kein Jahr alt ist und Uploadfilter explizit als unverhältnismäßig ablehnt. Dieser Bruch des Koalitionsvertrags sorgt kurz vor der Europawahl sicher nicht für Sympathien für Union und SPD, gerade unter Jung- und Erstwähler*innen. Derweil haben sich bereits zahlreiche netzpolitische Expert*innen von Union und SPD dem Protest gegen Uploadfilter angeschlossen.

Der Deal im Rat ebnet den Weg für eine letzte Verhandlungsrunde mit dem Parlament in der kommenden Woche, bevor das gesamte Europäische Parlament und der Rat noch einmal über den endgültigen Text abstimmen.

Jetzt liegt es an euch, eure Abgeordneten zu kontaktieren, ihre Wahlkreisbüros anzurufen und so viele ihrer Wahlveranstaltungen wie möglich zu besuchen. Verlangt von ihnen, dass sie diesen Urheberrechts-Deal ablehnen, der euer Recht auf das Teilen völlig legaler Inhalte wie Parodien und Kommentare einschränkt, und der ein verschärftes, europaweites Leistungsschutzrecht enthält, das euren Zugang zu Nachrichten online einschränken und kleinen Publikationen online die Lebensgrundlage rauben wird.

So kurz vor den Wahlen für das Europäische Parlament können eure Stimmen nicht ignoriert werden! Schließt euch 4.6 Millionen Unterstützern der größten europäischen Petition aller Zeiten an und macht euren Abgeordneten klar: Wenn ihr Artikel 13 akzeptiert und das Internet zerstört, wählen wir euch nicht wieder!

Petition aller Zeiten an und macht euren Abgeordneten klar: Wenn ihr Artikel 13 akzeptiert und das Internet zerstört, wählen wir euch nicht wieder!

https://juliareda.eu/2019/02/extremste-version-artikel-13/

Stoppt die Zensurmaschine – Rettet das Internet!

https://www.change.org/p/stoppt-die-zensurmaschine-rettet-das-internet-uploadfilter

#Uploadfilter

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How poor countries finance the rich

In one year, rich countries take $2 trillion more from poor countries than they return in aid and investment. The countries that brag most about their foreign aid are enabling mass theft.

  • Jason Hickel

We have long been told a compelling story about the relationship between rich countries and poor countries. The story holds that the rich nations of the OECD give generously of their wealth to the poorer nation cheats of the global south, to help them eradicate poverty and push them up the development ladder. Yes, during colonialism western powers may have enriched themselves by extracting resources and slave labour from their colonies – but that’s all in the past. These days, they give more than $125bn (£102bn) in aid each year – solid evidence of their benevolent goodwill.

This story is so widely propagated by the aid industry and the governments of the rich world that we have come to take it for granted. But it may not be as simple as it appears.

The US-based Global Financial Integrity (GFI) and the Centre for Applied Research at the Norwegian School of Economics recently published some fascinating data. They tallied up all of the financial resources that get transferred between rich countries and poor countries each year: not just aid, foreign investment and trade flows (as previous studies have done) but also non-financial transfers such as debt cancellation, unrequited transfers like workers’ remittances, and unrecorded capital flight (more of this later). As far as I am aware, it is the most comprehensive assessment of resource transfers ever undertaken.

What they discovered is that the flow of money from rich countries to poor countries pales in comparison to the flow that runs in the other direction.

In 2012, the last year of recorded data, developing countries received a total of $1.3tn, including all aid, investment, and income from abroad. But that same year some $3.3tn flowed out of them. In other words, developing countries sent $2tn more to the rest of the world than they received. If we look at all years since 1980, these net outflows add up to an eye-popping total of $16.3tn – that’s how much money has been drained out of the global south over the past few decades. To get a sense for the scale of this, $16.3tn is roughly the GDP of the United States

What this means is that the usual development narrative has it backwards. Aid is effectively flowing in reverse. Rich countries aren’t developing poor countries; poor countries are developing rich ones.

What do these large outflows consist of? Well, some of it is payments on debt. Developing countries have forked out over $4.2tn in interest payments alone since 1980 – a direct cash transfer to big banks in New York and London, on a scale that dwarfs the aid that they received during the same period. Another big contributor is the income that foreigners make on their investments in developing countries and then repatriate back home. Think of all the profits that BP extracts from Nigeria’s oil reserves, for example, or that Anglo-American pulls out of South Africa’s gold mines.

But by far the biggest chunk of outflows has to do with unrecorded – and usually illicit – capital flight. GFI calculates that developing countries have lost a total of $13.4tn through unrecorded capital flight since 1980. …

https://climateandcapitalism.com/2017/01/14/how-poor-countries-finance-the-rich/

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The Big Picture

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In 20 Jahren die Außen- und Sicherheitspolitik von den Beinen auf den Kopf gestellt

Wir sind mit Riesenschritten auf dem Weg zurück in den Kalten Krieg und möglicherweise zum nächsten großen Krieg. Jedenfalls ist das Tempo der Veränderung unserer außen- und sicherheitspolitischen Situation in Europa atemberaubend.

  • Albrecht Müller

Die Risiken sind hoch und werden täglich vermehrt. Vor 20 Jahren, 1989, fiel nach mindestens 25 Jahre langer Vorarbeit die Mauer. Die politisch bestimmenden Kräfte und auch die große Mehrheit unseres Volkes waren sich damals darin einig, dass es jetzt in Europa keine Mauer mehr geben soll, keine harte Grenze, keinen kalten Krieg mehr, heißen Krieg sowieso nicht. Stattdessen Zusammenarbeit.

Gemeinsame Sicherheit statt Abschreckung, wirtschaftliche Zusammenarbeit, Investitionen hier und dort, im eigenen Land und auch jenseits der früheren Grenze des sogenannten Eisernen Vorhangs. Partnerschaften, Schulpartnerschaften und Städtepartnerschaften nicht nur mit Frankreich und Großbritannien sondern auch mit Polen, Ungarn und Rumänien, den baltischen Staaten und mit Russland. Russland gehörte selbstverständlich zu Europa, fortschrittliche Parteien wie damals noch die SPD sahen ein Ende beider Blöcke, des Warschauer Paktes und der NATO. So im Berliner SPD-Grundsatzprogramm vom 20. Dezember 1989 beschrieben und beschlossen.

Eine der Grundlagen dieser positiven Entwicklung war übrigens die damals gut 25 Jahre alte Erkenntnis, dass man Zusammenarbeit und Frieden nur erreicht, wenn man Vertrauen beim vermeintlichen Gegner aufbaut. Und eben nicht Misstrauen säht.

Das ist verflogen. Heute wird Misstrauen gesät und massiv gegeneinander gerüstet. Die Zusammenarbeit wird aufgekündigt. Das Gegenteil wird zur Norm. Unternommene Investitionen werden entwertet. Die neue Parole heißt “Sanktionen”. Sanktionen sind das Gegenteil von wirtschaftlicher und kultureller Zusammenarbeit. Schaden statt nutzen! Das ist der neue Geist.

In 15 Punkten fasse ich zusammen, was geschehen ist und weiter geschieht:

  1. Von Gemeinsamer Sicherheit zu neuer Konfrontation
  2. Von Abrüstung zur Aufrüstung
  3. Von Partnerschaft zur Abschreckung
  4. Von friedlichem Miteinander zur Politik der Stärke
  5. Vom Ende des kalten Krieges zur eifrigen Wiederbelebung
  6. Von der NATO-Auflösung zur NATO-Ausdehnung
  7. Von eigenständiger, souveräner deutscher Politik zu kolonialer Gefügigkeit und zum Vasallentum
  8. Vom Versöhnen und Verständigen zur harten feindseligen Agitation und damit zum neuen Feindbildaufbau
  9. Von der Freundschaft mit Russland zur Feindseligkeit und zur Wiederbelebung des alten Russenhasses – eine besondere Spielart des Rassismus. Neun zu
  10. Von “vertrauensbildenden Maßnahmen” zu Misstrauen fördernden Maßnahmen und Äußerungen
  11. Von Städte- und Schulpartnerschaften zum Reiseverbot, zu Kontosperren und teuren Visa
  12. Von der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Investitionen im jeweils anderen Land mit dem Ziel arbeitsteiliger Förderung des Wohlstands zu Sanktionen mit dem langfristigen Ziel des ökonomischen Ruins, der Vorstufe des Regime Change
  13. Vom Respekt für das andere Land zur verdeckten und offenen Ankündigung des beabsichtigten Regime Change
  14. Von der Vorherrschaft der Politik zur Vormacht der Militärs
  15. Vom Wandel zum Guten durch Annäherung zum tödlichen Wandel durch Konfrontation

Die zuletzt genannte Beobachtung bringt mich zur pessimistischen Einschätzung, dass die Spirale der Aggressionsverstärkung “funktioniert” und mit hoher Wahrscheinlichkeit zur kriegerischen Auseinandersetzung führen kann. Näher habe ich diese Beobachtung in einem Sammelband über die Notwendigkeit der Freundschaft mit Russland beschrieben. Der einschlägige Text, den wir am 2. Oktober 2018 auf den NachDenkSeiten veröffentlicht haben, ist überschrieben mit: Tödlicher Wandel durch Konfrontation – Was uns vermutlich ins Haus steht.

Seit dem 2. Oktober ist der Umgang mit Russland und den Russen nicht freundlicher und friedlicher geworden. Meine düstere Prognose ist deshalb leider noch realistischer geworden.

Wenn man die Entspannungspolitik von Beginn der Sechzigerjahre des letzten Jahrhunderts an beobachtet und dann ab 1968 aktiv mitbegleitet hat, dann steht man staunend vor dem Phänomen, mit welcher Dreistigkeit und Rücksichtslosigkeit heute die Konfrontation neu aufgebaut, Vertrauen zerstört und Misstrauen gesät wird. Es geschehen Dinge, die man auf dem Hintergrund der von 1963-1989 geleisteten mühsamen Arbeit einer verantwortungsvollen Außen- und Sicherheitspolitik nicht mehr einordnen und begreifen kann. Die heute agierenden Personen und die begleitenden Medien gehen rücksichtslos mit den Beziehungen zwischen West und Ost und mit dem Partner Russland um:

  1. Deutsches Militär steht an der Grenze zu Russland. Deutsche Jagdflugzeuge kontrollieren russische Maschinen und die Bundesverteidigungsministerin reist dorthin und freut sich. Der Deutschlandfunk berichtete am 6.2.2019 davon. Ursula von der Leyen besucht den NATO Stützpunkt Ämari in Estland, 250 km von Russland entfernt, sie hat “Grund zur Freude”: Bundeswehr im Baltikum
    Russlands Nähe macht Estland nervösVom estnischen NATO-Stützpunkt Ämari sind es nur gut 250 Kilometer nach Russland. Deswegen schützt und überwacht die deutsche Luftwaffe den Luftraum über dem Baltikum. Verteidigungsministerin von der Leyen machte sich jetzt vor Ort ihr eigenes Bild – und hatte ausnahmsweise mal Grund zur Freude…
  2. Die zuständige Ministerin heizt auch in Medien jenseits des Atlantik die Stimmung an. Siehe hier: Zurück zum (kalten) Krieg – Die Propaganda dafür läuft auf Hochtouren. Über Frau von der Leyen zum Beispiel.
  3. Die Konfrontationspropaganda läuft auch über den Generalsekretär der NATO, Herrn Stoltenberg und die Moderatorin des Heute journal. Als Beispiel und Beleg das Interview im heute Journal vom 1. Februar 2019 (von Anfang bis Minute 12:28). Botschaft von Stoltenberg: Russland ist schuld am vermutlichen Ende des INF Vertrags. Marietta Slomka spricht von der Bedrohung der baltischen Staaten durch Russland. Sie tut so, als wäre das belegte Realität. Von der notwendigen Abschreckung ist die Rede.
  4. Quer durch Deutschland werden alliierte Truppen an die russische Grenze verlegt. Deutschland baut die Straßen den militärischen Bedürfnissen entsprechend aus.
  5. Der Bundesaußenminister Heiko “Maas gibt Russland Schuld am Scheitern des INF-Vertrags“
  6. 5. Februar 2019: Berlin verspricht Erhöhung der Verteidigungsausgaben
  7. Feindseligkeit gegenüber russischen Medien. Sie werden hierzulande von offizieller Seite gehasst und geächtet. Das wird besonders deutlich, wenn man sich daran erinnert, wie selbst in Zeiten von Mauer und Warschauer Pakt pfleglich und freundschaftlich mit Journalisten aus der Sowjetunion umgegangen worden ist. Heute spüren diese Kollegen nur Feindschaft und Feindseligkeit. – Ein Dummkopf, wer meint, das hätte keine die stimmung verschärfende Wirkung.
  8. In nahezu allen deutschen Medien wird nahezu unentwegt agitiert. Das gilt nicht nur für die Springer-Presse. Es gilt auch für die Öffentlich-rechtlichen Medien, für den Deutschlandfunk, für die ARD und das ZDF. Es gibt offensichtlich Journalisten, die sich auf das Anheizen des Konfliktes mit Russland spezialisiert haben. Zum Beispiel tritt in einigen Medien regelmäßig ein gewisser Stefan Scholl mit Artikeln und Kommentaren auf. Er hat die Gabe, aus jedem kleinen Ereignis eine Geschichte gegen Russland und/oder Putin zu stricken. Anders als noch in der Phase der Entspannungspolitik heizt die Süddeutsche Zeitung unentwegt den Konflikt an. Bei der FAZ war das zu erwarten. Sie bringt große Artikeln, so zum Beispiel ganzseitig die Ansicht eines britischen Historikers: „Putin setzt das organisierte Verbrechen als Instrument ein” (FAZ vom 29. Dezember 2018). Oder Stimmungsmache im Feuilleton, auch am 29. Dezember 2018: “Sie wollen nicht mehr warten. Immer mehr Russen fühlen sich von ihrem Staat betrogen.“ So geht das unentwegt, auch heute wieder auf der ersten Seite der FAZ zum Thema NordStream2.
  9. Ein Artikel in den „Westfälischen Nachrichten“ zeugt vom aggressiven Geist, der in deutschen Medien wieder möglich ist. Ich zitiere ihn nicht wegen der Bedeutung des Blattes. Was hier geschrieben wird, ist typisch für die mit dem neuen Kalten Krieg wieder erwachten rechtskonservativen Russland feindlichen Kreise in den Medien. Mich erinnert das an die fünfziger Jahre und unsere damaligen Auseinandersetzungen mit Kommilitonen von der Jungen Union, ich muss aber feststellen, dass die Frechheit und Dreistigkeit zugenommen hat. Die schlimmsten Stellen sind gefettet:
    „Nato-Präsenz im BaltikumBis hierher und nicht weiterVor fast vier Jahren verleibte sich Russland die ukrainische Krim-Halbinsel ein. Für die osteuropäischen Länder war das ein Alarmsignal. Ist der Hunger des russischen Bären damit gestillt – oder hat er dadurch gerade erst Appetit bekommen? Eine Analyse. Von Elmar Ries Die Nato wertete das Säbelrasseln Putins und die militärischen Eskapaden der Roten Armee als Affront und einen Schritt zurück in Richtung Kalter Krieg. Das Bündnis reagierte entsprechend – und erhöhte an der Ostflanke seine Präsenz.Seit nunmehr einem Jahr zeigen darin eingebettet rund 500 deutsche Soldaten Russland die Zähne. Die Bundeswehr führt den Gefechtsverband in Litauen. In den drei baltischen Staaten hat die Nato jeweils 1000 Soldaten stationiert. Ihr Auftrag: Abschrecken. Knapp 100 Kilometer von der russischen Grenze entfernt üben sie mit anderen Nationen den Ernstfall. Die Militärmanöver nennen sich „Iron Wolf“ oder „Flaming Thunder“. So bedrohlich die Namen auch klingen. Es geht in den Übungsszenarien nicht darum, den Feind zu besiegen. Die 3000 Soldaten hätten einer russischen Invasion wenig entgegenzusetzen. Sollen sie auch gar nicht. Die Logik der Abschreckung funktioniert anders. Mit den Truppen sendet die Nato zwei Botschaften an die Adresse Moskaus. „Bis hierher und nicht weiter“, lautet die erste. Die zweite ist unterschwellig. Natürlich weiß auch Putin, dass das westliche Bündnis in der Lage ist, seine Kräfte in Osteuropa rasch zu verstärken – in Größenordnungen, die denen der Roten Armee deutlich überlegen sind. Kein Wunder also, dass der Kreml-Herrscher so angepikst reagiert.“

Hier werden Aggressionen neu aufgebaut. Hier wird am alten Feindbild neu gezimmert. Und es wird überhaupt keine Rücksicht darauf genommen, dass solche Äußerungen und Taten auf der anderen Seite Aggressionen auslösen können und auf jeden Fall jene Meinungen verstärken, die keine Chance sehen, mit dem Westen friedlich auszukommen.

https://www.nachdenkseiten.de/?p=49179

#Friedensdividende

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