Jimmy Carter: die USA sind ‘die kriegerischste Nation der Weltgeschichte’

Der ehemalige Präsident sagt, dass uns das friedliche China ‘fast in jeder Beziehung voraus ist.’

  • Brett Wilkins

Der einzige US-Präsident, der seine Amtszeit ohne Krieg, militärischen Angriff oder Besatzung beendet hat, hat die Vereinigten Staaten als “die kriegerischste Nation in der Geschichte der Welt” bezeichnet.

Während seines regelmäßigen Sonntagsschulunterrichts in der Maranatha Baptist Church in seiner Heimatstadt Plains, Georgia, enthüllte Jimmy Carter, dass er kürzlich mit Präsident Donald Trump über China gesprochen hat. Carter, 94, sagte, Trump sei besorgt über Chinas wachsende Wirtschaft und äußerte Bedenken, dass “China uns überholt”.

Carter, der 1979 die diplomatischen Beziehungen zwischen Washington und Peking normalisierte, sagte, er habe Trump gesagt, dass ein Großteil des chinesischen Erfolgs auf dessen friedliche Außenpolitik zurückzuführen sei.

“Weißt du, wieviele Kriege China seit 1979 geführt hat?” fragte Carter. “Keine, und wir hatten durchgehend Krieg.” Es stimmt, dass Chinas letzter großer Krieg – eine Invasion in Vietnam – 1979 stattfand, als seine Volksbefreiungsarmee Grenzregionen Vietnams mit Artillerie beschoss und seine Marine in den 1980er Jahren gegen ihr vietnamesisches Gegenstück kämpfte. Seitdem ist China jedoch im Frieden mit seinen Nachbarn und der Welt.

Carter sagte dann, dass die USA nur 16 von ihren 242 Jahren als Nation in Frieden verbracht haben. Zählt man Kriege, militärische Angriffe und militärische Besetzungen zusammen, so gab es in der Geschichte der USA eigentlich nur fünf Jahre Frieden – 1976, das letzte Jahr der Regierung Gerald Ford und 1977-80, die gesamte Präsidentschaft Jimmy Carters. Carter bezeichnete die Vereinigten Staaten von Amerika dann als “die kriegerischste Nation in der Geschichte der Welt”, ein Ergebnis dessen, sagte er, dass die USA andere Länder zwangen, “unsere amerikanischen Prinzipien zu übernehmen”.

Chinas Friedensdividende hat sein Wirtschaftswachstum ermöglicht und verbessert, sagte Carter. “Wie viele Meilen Hochgeschwindigkeitsbahn haben wir in diesem Land?”, fragte er. China verfügt über rund 29.000 Kilometer Hochgeschwindigkeitsstrecken, während die USA “3 Billionen Dollar für militärische Ausgaben verschwendet haben.” Laut einer Studie vom November 2018 des Watson Institute of International and Public Affairs der Brown University haben die USA seit 2001 5,9 Billionen Dollar für Krieg im Irak, Syrien, Afghanistan, Pakistan und anderen Ländern ausgegeben.

“Es ist mehr, als Sie sich vorstellen können”, sagte Carter über die Kriegsausgaben der USA. “China hat keinen einzigen Cent für den Krieg verschwendet, und deshalb sind sie uns voraus. In fast jeder Hinsicht.” …

http://www.antikrieg.eu/aktuell/2019_04_20_jimmy.htm

#China

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Yesterday’s Country: Not to Worry, They Can’t Innovate

For many years the United States has regarded itself as, and been, the world’s technological leader. One can easily make a long and impressive list of seminal discoveries and inventions coming from America, from the moon landings to the internet. It was an astonishing performance. The US maintains a lead, though usually a shrinking one, in many fields. But:

  • Fred on Everything

China has risen explosively, from being clearly a “Third World” country forty years ago to become a very serious and rapidly advancing competitor to America. Anyone who has seen today’s China (I recently spent  two weeks there, traveling muchly) will have been  astonished by the ubiquitous construction, the quality of planning, the roads and airports and high-speed rail, the sense of confidence and modernity. Compare this with America’s rotting and dangerous cities, swarms of homeless people, deteriorating education, antique rail, deindustrialized midlands, loony government, and ahe military sucking blood from the economy like some vast leech, and America will seem yesterday’s country. The phrase “national suicide” comes to mind.

A common response to these observations from thunder-thump patriots is the assertion that the Chinese can’t invent anything, just copy and steal. What one actually sees is a combination of rapid and successful adoption of foreign technology (see Shanghai maglev below) and, increasingly, cutting edge science and technology.  More attention might be in order. A few examples: A few examples from many thatmight be adduced:

“China  Confirms Scientist Genetically Engineered Babies”

Supposedly the intent was to make the twins resistant to AIDS. It was done using CRISPR-Cas 9, a gene-editing technique invented in the West by Jennifer Dooudna and Emmanuelle Charpentier but quickly mastered by China. It seemed odd that AIDS resistance would be the goal since the disease is easily avoided. Maybe, I thought, for some technical reason the insertion was particularly easy. But then: ….

https://fredoneverything.org/yesterdays-country-not-to-worry-they-cant-innovate/

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Schnüffelstaat: Seit 2005 sind die Kontoabfragen um 7800% gestiegen

Wer erinnert sich noch an den Zensus von 1987?

  • ScienceFiles

Damals war die Rede vom Gläsernen Bürger allgegenwärtig. Vornehmlich linke Gruppen haben dazu aufgerufen, die Volkszählung zu boykottieren, u.a. mit dem Argument, die Datenerhebung diene dem Staat dazu, genauere Zugriff auf seine Bevölkerung zu erhalten. Dann kamen die Linken selbst an die Regierung.

Und plötzlich war alles anders.

Die grün-rote Bundesregierung unter dem Mann, der seine Haare nicht färbt und dies vom Landgericht Hamburg feststellen ließ, hat 2003 den Boden für die Durchleuchtung der Bürger bereitet. Mit der Absurdität: „Gesetz zur Förderung der Steuerehrlichkeit“ wurde der Einbruch in die Privatsphäre der Bürger verschleiert, der es Finanzbehörden seit 2005 erlaubt, Kontoabfragen zu starten, wenn diese zur Ermittlung der Einkommensverhältnisse eines Bürgers für notwendig erachtet werden.

Tatsächlich hat das Gesetz nicht Steuerehrlichkeit, sondern mehr Kontrolle zur Folge. Es dient also der Förderung der Überwachung, nicht der Steuerehrlichkeit.

Die Rechtsgrundlage dazu findet sich in einer Art Persilschein, die im Paragraphen 93 Absatz 7 der Abgabenordnung die Kontoabfrage zur „Feststellung von Einkünften“ oder dann ermöglicht, wenn sie zur Festsetzung von Bundessteuern als notwendig erachtet wird. Die oben bereits genannte Absurdität (oder Lügen) einer angeblichen „Förderung von Steuerehrlichkeit“, mit dem Schnüffelei gemeint ist, findet ihre Fortsetzung in der Versicherung, dass die Kontenabfragen nur dazu dienten, das, was als Sozial- oder Steuerbetrug bezeichnet wird, aufzudecken.

Warum erinnert uns das nur an die Beteuerung von Walter Ulbricht Anfang August 1961, dass niemand in der DDR die Absicht habe, eine Mauer zu errichten?

Seit 2013 ist die Kontoabfrage auch Gerichtsvollziehern möglich, auch dann, wenn es nur um 500 Euro geht. Auf Gerichtsvollzieher gehen 69,8% der Abfragen (2018) zurück. Sie sind die Haupt-Schnüffler, gefolgt von Mitarbeitern in den Finanzbehörden, die für 13,6% der Schnüffelattacken auf Privat- und Geschäftskonten verantwortlich sind.

Eine Kontoabfrage liefert die sogenannten Stammdaten, die Banken über ihre Kunden anlegen und an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) weitergeben müssen. Zu den Stammdaten gehören Namen und Geburtsdaten der Kontoinhaber, Kontonummer, Daten von Eröffnung und Schließung des Kontos, mithin Daten, die es Finanzbehörden und Gerichtsvollziehern erleichtern, Kontobewegungen in Höhe und Umfang in Erfahrung zu bringen und vor allem: Konten zu pfänden oder zu sperren und damit für ihre Inhaber unbenutzbar zu machen. Weil das alles noch nicht reicht, sind Banken neuerdings dazu verpflichtet, auch die Steueridentifikationsnummer und Adresse ihrer Kunden bei der BaFin zu hinterlegen. Das macht es leichter, die Bürger zum Paria der Finanzdienstleistung zu machen. …

https://sciencefiles.org/2019/04/16/schnuffelstaat-seit-2005-sind-die-kontoabfragen-um-7800-gestiegen/

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Kollektive Aufmerksamkeitsspanne wurde in den letzten Jahren geringer

Bild: Laitr Keiows/CC BY-SA-3.0

Eine empirische Untersuchung bestätigt die Vermutung, dass auch die kollektive Aufmerksamkeit ein Flaschenhals ist, durch den immer mehr in kürzerer Zeit gedrückt wird

  • Florian Rötzer

Wir sind gefangen in der Aufmerksamkeitsökonomie, was heißt, dass Aufmerksamkeit ein knappes Gut geworden ist und dementsprechend umkämpft wird. Nach den traditionellen Medien haben die großen Internetkonzerne Techniken entwickelt, wie sie die Aufmerksamkeit der Menschen binden und halten können. Dass das gelingt, verraten nicht nur Umfragen über die steigende Mediennutzung, sondern auch der Blick in den öffentlichen Raum, wo immer mehr Menschen, wenn sie nicht telefonieren oder Musik hören, auf die Bildschirme der Smartphones starren, also den Blick abwenden.

Aber weil es verschiedene Methoden gibt, wie vor allem soziale Medien eine Sucht erzeugen, wird der Mediennutzer, also praktisch jeder, einem Sperrfeuer an Informationen und der Möglichkeiten von Interaktionen ausgesetzt. Um kognitiv zu überleben und damit einem nichts aus der Vielzahl der Quellen entgeht, was die Grundfunktion von Aufmerksamkeit ist, muss das Abscannen beschleunigt und auf Multitasking umgestiegen werden. Mit der Adaption an hohe Geschwindigkeiten in der digitalen “Montage der Attraktionen” wird Langsames und Gleichbleibendes langweilig und zum Hintergrund, die Aufmerksamkeit verlangt schnellen Wechsel, die Aufmerksamkeitsspanne wird kleiner.

Die Aufmerksamkeit bleibt gleich hoch, aber der Durchsatz beschleunigt sich

Ein Wissenschaftlerteam aus Deutschland, Großbritannien und Dänemark will nun empirisch die oben angestellte Vermutung bestätigt haben, dass die kollektive Aufmerksamkeitsspanne, also die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auf etwas zu konzentrieren, tatsächlich kürzer geworden ist. Sie haben, wie sie in Nature Communications schreiben, Daten von Twitter (2013-2016), 100 Jahre zurückreichende Bücher von Google Books, Verkäufe von Kinoeintrittskarten in den letzten 40 Jahren und Zitate von wissenschaftlichen Veröffentlichungen der vergangenen 25 Jahre mit Daten von Google Trends (2000-2018), Reddit (2010-2015) und Wikipedia (2012-2107) untersucht. Dabei ging es nicht darum, wie die Aufmerksamkeit eines einzelnen Menschen tickt, sondern um die kollektive Aufmerksamkeit, die Themen, Moden oder Trends aufgreift, verstärkt und wieder fallenlässt, also um die statistisch erfassbare soziale Dynamik der kollektiven oder Massenaufmerksamkeit.

Danach ist die kollektive Aufmerksamkeit auf einzelne kulturelle Angebote kürzer geworden. Die Wissenschaftler führen dies darauf zurück, dass mehr Content produziert und konsumiert wird. So wurden beispielsweise Peaks der globalen ersten 50 Hashtags immer häufiger, wobei sich aber die Höhe der Peaks nicht veränderte – die Aufmerksamkeit blieb also in etwa gleich hoch, aber der Durchsatz oder der Wechsel beschleunigte sich. Das weist darauf hin, dass auch die kollektive Aufmerksamkeit ein Flaschenhals mit begrenzter Kapazität ist. 2013 blieb ein Hashtag unter den Top 50 noch 17,5 Stunden, 2016 nur noch 11,9 Stunden. Die kollektive Aufmerksamkeit baut sich danach immer schneller aufgrund der engen Vernetzung der Informations- und Kommunikationsströme auf, aber verliert auch schneller die Konzentration, d.h. die Langeweile setzt auch schneller ein, weswegen dann gewissermaßen die nächste virtuelle Sau durchs globale Dorf getrieben werden muss, als mehr neuer Content geschaffen werden kann und muss. …

https://www.heise.de/tp/features/Kollektive-Aufmerksamkeitsspanne-wurde-in-den-letzten-Jahren-geringer-4401179.html

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Julian Assange darf nicht an die USA ausgeliefert werden

Stellungnahme von Abgeordneten des Deutschen Bundestages (Die Linke) und des Europäischen Parlaments (Grüne/Europäische Freie Allianz) an die Medien

  • Heike Hänsel, Sevim Dagdelem, Ana Miranda

Wir, die Abgeordneten des Deutschen Bundestages und des Europäischen Parlaments, hatten für letzten Donnerstag und diesen Montag einen Besuch bei Julian Assange geplant, der von der ecuadorianischen Botschaft genehmigt und bestätigt wurde. Julian Assange wurde kurz vor unserem Besuch verhaftet.

Deshalb sind wir heute hier vor dem Gefängnis, um gegen die Verhaftung von Julian Assange zu protestieren.

Wir verurteilen auf das Schärfste das Verhalten der ecuadorianischen Regierung in der vergangenen Woche, das einen eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht darstellt, indem Assange der Asylstatus aberkannt und ihm seine ecuadorianische Staatsbürgerschaft entzogen wurde, um seine Verhaftung zu ermöglichen. In Folge wurde der britischen Polizei Zugang zur Botschaft gewährt, damit sie im Auftrag der US-Behörden die Verhaftung vornimmt. Die USA berufen sich auf das Auslieferungsgesetz, wie die britische Polizei inzwischen bestätigte. Dies schafft einen gefährlichen Präzedenzfall, der de facto den Journalismus, die Pressefreiheit und die Freiheit des Wortes weltweit gefährdet.

Die ecuadorianische Regierung versucht nun, die Aufmerksamkeit von ihrem Rechtsverstoß abzulenken, indem sie eine Schmutz- und Verleumdungskampagne gegen Assange durchführt, um die öffentliche Meinung über Herrn Assange zu vergiften.

Unser oberstes Ziel als Mitglieder des Deutschen Bundestages und des Europäischen Parlaments ist es nun, die Auslieferung von Julian Assange an die USA zu verhindern. Dies ist eine Verpflichtung aller anständigen Demokraten der EU-Mitgliedstaaten, die internationale Übereinkommen einschließlich der Genfer Flüchtlingskonvention, des UN-Paktes über bürgerliche und politische Rechte sowie der Charta der Grundrechte der Europäischen Union unterzeichnet haben, die die Anwendung von Folter und unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe verbietet. …

https://www.heise.de/tp/features/Julian-Assange-darf-nicht-an-die-USA-ausgeliefert-werden-4399635.html

#Assange

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Julian Assange Is Guilty Only of Revealing the Evil Soul of US Imperialism

Julian Assange was bundled away by British police after Lenin Moreno, the president of Ecuador, gave the green light for the expulsion of the Wikileaks publisher from the Ecuadorian embassy in London.

  • Federico Pieraccini

Assange’s arrest represents an abuse of power, highlighting not only how true journalism has now been banished in the West, but also how politicians, journalists, news agencies and think-tanks collude with each other to silence people like Julian Assange and his Wikileaks foundation who are a nuisance to US imperialism.

Assange is “guilty” of two “cardinal sins”: revealing US war crimes committed in Iraq and committing the unpardonable sin of publishing the emails of Clinton, Podesta and the Democratic National Committee, thereby revealing such chicanery in US domestic politics as the fraud committed against Bernie Sanders in the 2016 Democratic primaries.

These revelations among the many (Vault 7, Torture, Diplomatic cablograms), by Assange’s Wikileaks, these transgressions in the eyes of the US ruling elite, struck at the very foundations on which the edifice of “American exceptionalism” is built, namely, the democracy that is meant to be a light unto the world, and the “just wars” that flow from a missionary zeal to make the world safe for democracy. The media and politicians accordingly crow about the “beautiful missiles” and other high-tech weaponry that will be employed in the ensuing humanitarian interventions, while omitting to mention that the military-industrial complex that benefits so much from endless wars may be the very donors who fund the warmongering politicians into office, and that the warmongering editorial line of newspapers may be influenced by share portfolios of the editors themselves.

Releasing footage of US military personal laughing as they slaughter dozens of clearly unarmed Iraqis civilians from the distant safety of an Apache helicopter is one of the strongest ways of showing how false, artificial and propagandistic the concept of “humanitarian war” and “responsibility to protect” (R2P) is.

In today’s communication age, that footage, those images, that laughter, are a very powerful antidote against the lies we are daily fed by our media corporations. …

https://www.strategic-culture.org/news/2019/04/14/julian-assange-guilty-only-revealing-evil-soul-us-imperialism.html

#Assange

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„Russiagate“: Anti-russische Propaganda in den deutsche Medien ohne Fakten, stattdessen unwahre Behauptungen

Die „Russlandaffäre“ oder „Russiagate“ geistert an diesem Wochenende wieder durch den deutschen Blätterwald. Grund sind angebliche „Geheimdiensterkenntnisse“ über eine neue russische Taktik der Wahlbeeinflussung bei der Europawahl. Da lohnt sich mal wieder ein Blick auf die Fakten. Und der zeigt auf, dass keine Fakten gezeigt werden, es handelt sich also um reine Meinungsmache, oder wie man das eigentlich nennt, um Propaganda.

  • Anti-Spiegel

Die Meldungen in den Medien sind dabei weitgehend wortgleich, sie kommen also offensichtlich aus ein und derselben Quelle, nämlich der DPA, wie man im Spiegel auch lesen kann und werden einfach per copy/paste in den „kritischen Qualitätsmedien“ veröffentlicht und nur marginal verändert. Von Recherche jedenfalls keine Spur.

Wie üblich sehen wir uns das nun einmal am Beispiel eines Artikels im ehemaligen Nachrichtenmagazin Spiegel genauer an.

Vorher jedoch wollen wir uns zwei Grundregeln der Propaganda ins Gedächtnis rufen, die in der Fachliteratur erklärt werden. Die erste Regel lautet: „Eine Nachricht muss nicht wahr sein, wenn sie nur oft genug wiederholt wird, bekommen die Menschen das Gefühl, dass sie wahr ist. Sogar dann, wenn sie eigentlich wissen, dass es sich um eine Lüge handelt„. So merkwürdig das klingt, aber dem liegen Erkenntnisse aus der Psychologie zu Grunde, die das bestätigen.

Die zweite Regel lautet: „Wirf so viel Dreck, wie Du kannst, irgendwas bleibt immer hängen„.

Der Spiegel und all die anderen Qualitätsmedien in Deutschland beherzigen diese Regeln aus dem Standardwerk „Propaganda“ von Edward Berneys, das auch schon Goebbels als Grundlage für seine Arbeit nahm.

Der Spiegel hatte diese Woche als Titelgeschichte der Printausgabe die „Enthüllungen“ über „Putins Puppen“ bei der AfD. Nachdem jedoch hier bei Anti-Spiegel am Montag Nachmittag aufgezeigt wurde, dass die „Enthüllungen“ ein kompletter Fake waren und auf einem falschen oder gar ausgedachten Beleg basierten, erstarb die Berichterstattung über das Thema beim Spiegel schlagartig. Eine Suche beim Spiegel unter dem Suchbegriff „Frohnmaier“ ergibt zwischen dem 8. und 12. April keinerlei Treffer. Das ist merkwürdig, denn normalerweise schlachtet Spiegel-Online die Titelgeschichten der Printausgabe aus, um den Verkauf anzukurbeln. Und auch die Treffer ab 12. April verweisen auf Artikel, in denen die Details der „Enthüllungen“ nicht mehr auftauchen, bzw. auf kostenpflichtige Artikel der Printausgabe. …

https://www.anti-spiegel.ru/2019/russiagate-anti-russische-propaganda-in-den-deutsche-medien-ohne-fakten-stattdessen-unwahre-behauptungen/

#RusslandFrieden

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“Listen to the sound of science”

Von Verleugnungen und dem Fehlen von intellektueller Redlichkeit in der Klimadiskussion

  • Lars Jäger

Sie finden weltweit statt, zumeist freitags, zuletzt auch in der Schweiz am Wochenende: Klimastreiks bzw. Klimademonstrationen. Mit ihnen ist die Debatte, wie wir dem Klimawandel begegnen, endlich im öffentlichen Diskurs angekommen. Es sagt einiges über den Zustand unserer Gesellschaft aus, dass es die Initiative ihrer jüngsten Mitglieder, der Schülerinnen und Schüler, brauchte, um die Gefahr der globalen Erwärmung in den Vordergrund der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit zu bringen und dieser längst überfälligen Diskussion endlich die notwendige Breite zu geben.

Die altbekannten Reaktionsmuster von Seiten liberal-konservativer Politiker, wirtschaftlicher Lobbyorganisationen und Rechtsintellektueller von Ableugnen, Schimpftiraden gegen Wissenschaftler, Beharren auf der Alternativlosigkeit unseres wirtschaftlichen Schaffens, bis hin zur schamlosen Lüge ziehen nicht mehr. Und darin liegt die gute Nachricht dieser zunächst doch eher zaghaften Form des zivilen Ungehorsams der Jugend. So wie ihre Eltern in den 1980er Jahren den Aussagen der Politiker von der Unumgänglichkeit einer weiteren militärischen Aufrüstung gegen das damals bereits nahezu bankrotte sowjetische Ost-Europa immer weniger Glauben schenkten, oder wie ihre Großeltern die Lebenslügen ihrer eignen Eltern aus den 1930er Jahren schonungslos offenlegten, so erkennen die jungen Menschen heute die Hilflosigkeit unserer Gesellschaft gegenüber der falschen Logik unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystems, das im unkontrollierten Ausstoss von Treibhausgasen immer noch einen zu externalisierenden Kostenfaktor sieht, der in keinerlei wirtschaftlicher Kosten-Nutzenrechnung aufzutauchen hat.

Externalisierung von Kosten bedeutet, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten einer Person oder einer Personengruppe sich auf andere (unter Umständen sogar auf alle anderen) Menschen auswirken, ohne dass die handelnde Person die vollen Kosten dafür trägt. Der klimaschädliche Ausstoß von CO2 ist nach wie vor nicht mit größeren Kosten für die Produzenten verbunden (so wie auch das Sicherheitsrisiko von Kernkraft oder Erdgas-Fracking weitestgehend von der Allgemeinheit getragen wird). So lauten die Forderungen der Demonstrierenden nicht wie noch bei ihren Großeltern in den 1960er Jahren “Schafft den Kapitalismus ab, er ist an allem schuld!”, sondern “Führt eine CO2-Steuer ein! Fliegen muss teurer werden”.

Die bisherigen Abwehrmechanismen von wirtschaftsliberalen und konservativen Politikern gegenüber solchen Forderungen war: “Wir wollen keine Beschränkungen unserer individuellen Freiheit”. Adam Smiths 243 Jahre alte Metapher von der “unsichtbaren Hand” dient bis heute als Legitimationsprinzip für die Auffassung, dass ein Markt nur dann die Gesellschaft als Ganzes zu maximalem Wohlstand führt, wenn der Güter- und Dienstleistungsaustausch und andere ökonomische Aktivitäten sich völlig unbeschränkt entfalten können. Staatliche Einmischung wie soziale Wohlfahrtsbestrebungen oder auch ökologische Forderungen würden da nur stören. …

https://www.heise.de/tp/features/Listen-to-the-sound-of-science-4399131.html

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How You Can Be Certain That The US Charge Against Assange Is Fraudulent

Julian Assange sits in a jail cell today after being betrayed by the Ecuadorian government and his home country of Australia.

  • Caitline Johnstone

A British judge named Michael Snow has found the WikiLeaks founder guilty of violating bail conditions, inserting himself into the annals of history by labeling Assange “a narcissist who cannot get beyond his own selfish interest.” So that tells you how much of a fair and impartial legal proceeding we can expect to see from the British judicial process on this matter.

But the real reason that Assange has been surrendered by the Ecuadorian government, imprisoned by the British government, and ignored by the Australian government is not directly related to any of those governments, but to that of the United States of America. An unsealed indictment from the Trump administration’s District Court for the Eastern District of Virginia, accompanied by an extradition request, charges Assange with “conspiracy to commit computer intrusion for agreeing to break a password to a classified U.S. government computer” during Chelsea Manning’s 2010 leak of government documents exposing US war crimes.

This charge is premised on a fraudulent and manipulative distortion of reality, and you may be one hundred percent certain of it. Let me explain.

You can be absolutely certain that this charge is bogus because it isn’t based on any new information. The facts of the case have not changed, the information hasn’t changed, only the narrative has changed. In 2010 the United States opened a secret grand jury in Virginia to investigate whether Assange and WikiLeaks could be prosecuted for the publication of the Manning leaks, and then-Attorney General Eric Holder announced that the Obama administration was conducting “an active, ongoing criminal investigation’’ into the matter. The Trump administration has not turned up any new evidence that the Obama administration was unable to find in this active, ongoing criminal investigation (US government surveillance has surely acquired some new tricks since 2010, but time travel isn’t one of them), and indeed it does not claim to have turned up any new evidence. …

https://medium.com/@caityjohnstone/how-you-can-be-certain-that-the-us-charge-against-assange-is-fraudulent-8eb0caa1c4f6

#Assange

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EU and China sign a Mandate of Trade Heaven

Beijing promises an investment deal by next year, to curb industrial subsidies and the need for tech transfers, while the EU promises its own transport network

  • Pepe Escobar

Sparks did fly in Brussels, but in the end the European Union and China managed to come up with an important joint statement at their summit this week, signed by Chinese Premier Li Keqiang, European Commission President Jean-Claude Juncker and head of the European Council, Donald Tusk.

In theory, there’s agreement on three quite sensitive fronts: a complex, wide-ranging EU-China investment deal to be signed “by the end of next year, or earlier”, according to Li; Beijing to increasingly commit to erasing industrial subsidies and the obligation of technological transfers; and a substantial opening-up of the Chinese market to EU companies.

The EU is the largest combined market in the world and China’s top partner in trade, while China is the EU’s second largest trading partner. So, the EU-China summit on Tuesday was the real deal, unlike the endless Brexit soap opera.

Departing from concentric circles of posturing, the EU did not even blast China as a “systemic rival” – following the recent report EU-China: A Strategic Outlook. And there were no accusations of “unfair” trade hurled at Beijing.

Crucially, Brussels and Beijing seem to be finally engaging in building some sort of synergy between the New Silk Roads, or Belt and Road Initiative (BRI), and something only Eurocrats know actually exists – the EU Connecting Europe and Asia project, which in theory should advance in conjunction with the Trans-European Transport Network – a rail, road and air connectivity drive.

Diplomats in Brussels said off-the-record that the run-up towards this entente cordiale was as bumpy as a trail in the Tibetan plateau. EU negotiators did try to walk away from the table without even talking to their Chinese counterparts, over Beijing’s much promised, and always delayed “market reforms”.

It’s as if the EU – in practice, the leading Franco-German duo – was trying to pull a Trump, employing hardcore pressure to extract concessions. It worked. …

https://www.asiatimes.com/2019/04/article/eu-and-china-sign-a-mandate-of-trade-heaven/

#Belt&Road

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Wie IT-Giganten neben den Inhalten auch die Netz-Infrastruktur kontrollieren wollen

Google, Facebook und Co investieren Milliarden Dollar in Untersee-Kabel und andere Aspekte der Infrastruktur des Internets. Am Ende der Entwicklung könnten sie neben den Inhalten auch die Technik kontrollieren. Eine US-Senatorin forderte jüngst, die Firmen zu zerschlagen. Ganz aktuell bittet Frankreich die US-Konzerne mit einer neuen Steuer zur Kasse – Deutschland verzichtet darauf.

  • Tobias Riegel

Der IT-Konzern Google verdient Milliarden Dollar mit den Services seiner Cloud-Plattform. Jetzt will die Firma diese Mittel nutzen, um das Internet selbst zu kaufen – oder zumindest die Unterwasserkabel, die das technische Rückgrat des Internet bilden. Vor dieser Entwicklung warnt aktuell unter anderem der IT-Experte Tyler Cooper. Gleichzeitig fordert etwa die US-Senatorin Elizabeth Warren, die Technik-Firmen zu „zerschlagen“. In Europa wiederum haben sich nun einige Länder entschlossen, eine überfällige Digitalsteuer einzuführen – Deutschland ist nicht darunter.

Im Februar hatte Google angekündigt, eine neue Unterwasserleitung von Kalifornien nach Chile voranzutreiben. Dieses „Curie-Kabel“ würde laut Cooper das erste private interkontinentale Kabel sein, das jemals von einem großen Nicht-Telekommunikationsunternehmen gebaut würde. Demnach hat Google neben interkontinentalen Verbindungen auch bereits eine Reihe intra-kontinentaler Kabel eigenständig finanziert, es sei eines der ersten Unternehmen gewesen, das eine vollständig private Unterwasser-Linie gebaut habe. In deutschen Medien werden diese „gigantischen Bauprojekte“ der IT-Firmen etwa hier thematisiert.

Inhalte sind nicht genug: Google und Co. greifen nach dem technischen Rückgrat

Google steht nicht allein mit diesen Ambitionen, neben weiten Teilen der Inhalte des Internets auch dessen technisches Fundament kontrollieren zu können. In der Vergangenheit waren die Kabel laut Cooper im Besitz von Gruppen privater Unternehmen – meist Telekommunikationsanbieter. Aber 2016 begann ein massiver Boom für Unterwasser-Kabel – und vor allem seitdem heißen die Käufer Facebook, Microsoft und Amazon.

Diese Firmen scheinen alle die Bestrebungen von Google nach einer Vorherrschaft auf dem Meeresgrund zu teilen. Kein Wunder: Faseroptische Unterwasserkabel durchziehen weltweit den Meeresboden und transportieren laut Experten 95 bis 99 Prozent der internationalen Daten über Bündel von Glasfaserkabeln. Insgesamt sind heute mehr als 700.000 Meilen von Unterwasserkabeln im Einsatz, so Cooper. Und Google sei dabei, eine alarmierende Anzahl von ihnen zu besitzen: Sollte das Curie-Kabel fertiggestellt werden, würde Google international 10.433 Meilen Unterwasserkabel besitzen. Die Gesamtzahl erhöhe sich auf über 63.000 Meilen, wenn jene Kabel mit einbezogen würden, die Google im Konsortium mit Facebook, Microsoft und Amazon besitzt. Einschließlich dieser Kabel verfüge das Unternehmen über genügend Unterwasserinfrastruktur, um den Äquator der Erde zweieinhalb Mal zu umschlingen. …

https://www.nachdenkseiten.de/?p=50855

#Google#Facebook

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Brexit: Steht ein inszenierter Crash bevor?

Nur noch wenige Tage trennen uns vom 12. April, für den einmal mehr Großbritanniens Austritt aus der Europäischen Union vorgesehen ist.

  • Ernst Wolff

Ob es dazu kommt, kann niemand voraussagen. Die britische Premierministerin May hat Brüssel in der vergangenen Woche um einen erneuten Aufschub bis zum 30. Juni gebeten. EU-Ratspräsident Donald Tusk hat sogar einen weiteren Aufschub um ein Jahr vorgeschlagen.

In beiden Fällen müsste Großbritannien allerdings an der Wahl zum Europäischen Parlament am 26. Mai dieses Jahres teilnehmen. Das jedoch dürfte den 17,4 Millionen Briten, die im Referendum am 23. Juni 2016 für einen Brexit gestimmt haben, kaum gefallen und könnte ihre Wut nach 2 ¾ Jahren vergeblichen Wartens möglicherweise überkochen lassen.

Auf diesen Fall bereitet sich zurzeit die britische Polizei vor. Sie gab vor wenigen Tagen bekannt, dass für den Fall von Unruhen im Land 10.000 Polizisten bereit stehen, die innerhalb von 24 Stunden einsatzbereit wären.

Wovon zurzeit niemand spricht, ist die historische Möglichkeit, die ein solches Szenario der globalen Finanzelite eröffnen würde – und zwar aus folgenden Gründen:

Nachdem die Zentralbanken ihre Geldpolitik im vergangenen Jahr gestrafft haben, ist es im Dezember zu den größten Börseneinbrüchen seit 70 Jahren gekommen. Um den Abwärtstrend zu stoppen, haben die wichtigsten Zentralbanken, allen voran die FED und die EZB, umgehend reagiert und eine Rückkehr zur lockeren Geldpolitik angekündigt.

Das hat die Märkte nicht nur beruhigt, sondern zum besten Börsenstart seit Jahren und einer bis heute anhaltenden monatelangen Rallye geführt. Diese aber bringt die alten Probleme wieder mit sich: Die Blasen wachsen weiter und drohen zu platzen. Und nicht nur das: Wegen der Niedrigzinsen ist die Verschuldung gegenüber 2007/2008 stark gestiegen, so dass die Risiken im System heute höher sind als vor zehn Jahren. Ein Crash hätte also wesentlich schlimmere Folgen.

Deshalb dürfte sich die globale Finanzelite zurzeit nichts mehr wünschen, als den Druck aus den Märkten zu nehmen und von sich selbst abzulenken. Hierbei wird ihr wohl kaum die historische Chance entgehen, die ein Aufflammen von Brexit-Unruhen bieten würde – nämlich selbst einen Crash zu inszenieren, davon zu profitieren und der Öffentlichkeit mit den Brexit-Befürwortern auch noch einen Sündenbock für die entstehenden Verwerfungen zu präsentieren.

Hedgefonds und Großbanken müssten zu diesem Zweck nur ihre Marktmacht ausnutzen, einen Ausverkauf an den Finanzmärkten anzetteln und die Kurse so ins Rutschen bringen. Und das wäre nicht einmal alles: Zuvor könnten sie auf fallende Kurse sowie ein fallendes Pfund wetten und anschließend den Crash benutzen, um mit gefüllten Taschen auf Einkaufstour zu gehen.

Ein auf diese Weise inszenierter – und damit von der Finanzelite kontrollierter – Crash würde ihr nicht nur riesige Gewinne bescheren, er böte auch noch die Chance, seine Folgen den “widerspenstigen” und “störrischen” Brexit-Befürwortern in die Schuhe zu schieben.

Auch der EU-Führung in Brüssel käme ein solcher inszenierter Crash nicht ungelegen: Sie könnte seine Folgen all denen, die wie zum Beispiel Katalonien eine Entlassung in die Unabhängigkeit fordern, als abschreckendes Beispiel präsentieren. …

http://www.antikrieg.eu/aktuell/2019_04_10_brexit.htm

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Teilziel Erreicht – Verhandlung über SGBII Sanktionen im Bundesverfassungsgericht.

Über sechs Jahre hat die Initiative WIR-SIND-BOES sich dafür eingesetzt, die Sanktionspraxis der Jobcenter (Kürzungen der Leistungsbezüge) vor das Bundesverfassungsgericht zu bringen.

  • Diana Aman

Über Umwege und durch die Arbeit etlicher anderer Initiativen ist dies gelungen, und der Termin zur mündlichen Verhandlung steht endlich fest. Am 15.1.2019 befasst sich das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe erstmals inhaltlich mit der Frage, ob Sanktionen mit dem grundgesetzlichen Recht auf ein würdiges Existenzminimum, dem Recht auf freie Berufswahl, auf Leben und körperliche Unversehrtheit und dem Sozialstaatsgebot vereinbar sind.

Angesichts der Tatsache, dass das Bundesverfassungsgericht ständig mit Verfassungsklagen überhäuft und angefragt wird, mag es auf den ersten Blick recht banal erscheinen, dass nun die Frage nach den SGB II Sanktionen auf dem Prüfstand steht. Vor neun Jahren war es die Höhe des Regelsatzes, welche zurecht bemängelt wurde. Dass es ein historisches Ereignis und geradezu ein Wunder ist, dass die jetzige Frage überhaupt das Bundesverfassungsgericht erreichen konnte, kann nur juristisch Sachverständigen begreiflich sein.1 Nicht umsonst hat es 14 Jahre gedauert.

Seit Gerhard Schröderdie Parole ausrief, dass es kein Recht auf Faulheit gäbe, spaltet sich die Gesellschaft in Gegner und Befürworter der Sanktionspraxis der Jobcenter. Da Deutschland als sozialer Bundesstaat das menschenwürdige Existenzrecht eines jeden Bürgers zu sichern hat, blieb die Frage unbeantwortet und auch ungestellt, was Herr Schröder genau gegen Faulheit machen wollte, ohne dieses Sozialstaatsgebot zu verletzen. Die Lösung, die gefunden wurde: Die Aushebelung des Sozialstaates dem Betroffenen als freiwilliges Einvernehmen zu verkaufen. Dem Arbeitslosen wird nicht nur die eigene Schuld an der Arbeitslosigkeit, sondern sogar die eigene Schuld am Versagen der sozialen Leistungen untergejubelt. Auf das Unterschreiben der sogenannten Eingliederungsvereinbarung, welche in der Rechtsfolgenbelehrung die gesamte Kürzungspolitik aufführt, wird folglich vom Jobcenter auch zu Beginn eines jeden Vertragsverhältnisses gedrungen. Bei Nichteinhaltung der Mitwirkungspflichten, welche dort vorgegeben werden, erscheint der Entzug der Lebensgrundlage schließlich nicht mehr als sozialstaatliches Versagen oder Unrecht, sondern als banale Konsequenz einer vertraglichen Regelverletzung. Vollkommen verharmlosend wird diese Praxis deshalb auch immer wieder von befürwortenden Politikern mit der Einhaltung von Verkehrsregeln gleichgesetzt, wo man eben auch mal ein Knöllchen für zu schnelles Fahren kassiert. Ähnlich könnte man argumentieren, dass das Erschießen an der Berliner Mauer nur eine Rechtsfolge war, die sich der Flüchtende selbst zuzuschreiben hatte. Er kannte ja die Gesetze. Doch gerade dies entbindet den Rechtsstaat eben nicht seiner Verantwortung, sondern konfrontiert ihn gerade mit der Frage, ob nicht das Gesetz als solches der Menschenwürde widerspricht. …

http://pressemappe-wir-sind-boes.grundrechte-brandbrief.de/Text/1.pdf

#WirSindBoes

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Reckoning With Failure in the War on Terror

Donald Trump’s ascendancy to the presidency, as Max Blumenthal points out in his insightful book “The Management of Savagery: How America’s National Security State Fueled the Rise of Al Qaeda, ISIS, and Donald Trump,” was made possible not only by massive social inequality and concentration of wealth and political power in the hands of the oligarchic elites but by the national security state’s disastrous and prolonged military interventions overseas.

  • Chris Hedges

From the CIA’s funneling of over a billion dollars to Islamic militants in the 1970s war in Afghanistan against the Soviet Union to the billion dollars spent on training and equipping the radical jihadists currently fighting in Syria, the United States has repeatedly empowered extremists who have filled the vacuums of failed states it created. The extremists have turned with a vengeance on their sponsors. Washington’s fueling of these conflicts was directly responsible for the rise of figures such as Ayman al-Zawahiri and Osama bin Laden and ultimately laid the groundwork for the 9/11 attacks. It also spawned the rabid Islamophobia in Europe and the United States that defines Trump’s racist worldview and has been successfully used to justify the eradication of basic civil liberties and democratic rights.

The misguided interventions by the national security apparatus have resulted in hundreds of thousands of deaths, over 5 million desperate refugees fleeing to Europe, the destruction of entire cities, the squandering of some $5 trillion of U.S. taxpayer money, rampant corruption and criminality. The mandarins of national security, rather than blunt the rise of radical jihadism, have ensured its spread across the globe. The architects of this imperial folly have a symbiotic relationship with those they profess to hate. The two radical extremes—the interventionists in the national security apparatus and the radical jihadists—play off of each other to countenance ever-greater acts of savagery. The more perfidious your enemy, the more your own extremism is justified. We are locked in a macabre dance with the killers we created and empowered, matching war crime for war crime, torture for torture and murder for murder. This unrestrained violence has a dark momentum that escapes management and control. It exacerbates the very insecurity it claims to be attempting to eliminate by constantly creating legions of new enemies.

“Drone strikes take out a few bad guys to be sure, but they also kill a large number of innocent civilians,” Nabeel Khoury, a former U.S. deputy chief of mission in Yemen, argues. “Given Yemen’s tribal structure, the U.S. generates roughly forty to sixty new enemies for every AQAP [al-Qaida in the Arabian Peninsula] operative killed by drones.” …

https://www.truthdig.com/articles/reckoning-with-failure-in-the-war-on-terror/

#USandISIS

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Enteignungen? Enteignet wird höchstens unser Verstand!

Seit Wochen geht das nun schon so. Diskutiert wird die Frage, ob Enteignungen – etwa von der „Deutsche Wohnen“ – eine vernünftige Sache sind oder eben doch Sozialismus pur, der uns alle in den Abgrund drängen wird. Man weiß das, Sozialismus ist so.

  • Tom Wellbrock

Doch die Stimmen, die sich mit dem Gedanken an Enteignungen anfreunden können, werden lauter und mehr. Mit Fug und Recht, sollte man meinen, denn was die „Deutsche Wohnen“ unter „Wohnen“ versteht, das spüren ganz besonders die Mieter dieses Ladens, der sich im Netz als der ideale Partner für die ganz, ganz, ganz individuelle Wohnung darstellt.

Tatsächlich aber ist das Wohnen schon seit Langem zu einer gewinnbringenden Operation für Unternehmen geworden, die sich einen Dreck um die Interessen von Mietern, Patienten oder Leuten, die gerne Bahn fahren, scheren. Das ist das Problem der Privatisierung, und es steckt ja schon im Namen: „Privat“ steht für „abgesondert, getrennt, beraubt“. Ja, echt jetzt, auch „beraubt“. Und das machen Unternehmen wie die „Deutsche Wohnen“ nicht nur als geliebtes Hobby, sondern hauptberuflich und nachhaltig skrupellos.

Nun könnte man schon allein mit dieser Argumentation köstlich hausieren gehen. Da werden Mieter ihrer Möglichkeiten beraubt, eine Wohnung zu bewohnen, ohne auf profane Dinge wie Essen, Trinken oder einen Kinobesuch verzichten zu müssen (sollten jetzt Privatisierungs-Fans irgendwas mit dem Kino anmerken wollen: Nein, man kann dort nicht dauerhaft bleiben, sondern nur, bis der Film zu Ende ist, die Wohnung bleibt also unverzichtbar)

Und so argumentieren ja auch einige Leute. Aus der SPD zum Beispiel. Von den Grünen, natürlich. Sehr zum Leidwesen von Leuten aus der Union, der AfD oder der FDP, die hilflos rufen: „Wir werden alle sterben! Wir müssen das verhindern!“

Dabei können sie ganz gepflegt wieder runterkommen. Es wird keine Enteignungen geben. Klar, sobald die Leute aufmucken und auf die Straße gehen, sind solche Forderungen ein willkommener Anlass für pseudo-linke Parteien, mal wieder ein bisschen auf die Kacke zu hauen. Man will sich schließlich abgrenzen. Die Schülerdemos haben ja auch dazu geführt, dass aus ein paar Ecken ein paar voll krasse Forderungen kamen. Ist aber – um doppelt im Bild zu bleiben – nur heiße Luft, da fällt keine Tür aus den Angeln.

Warum denn das? Das mag der geneigte Leser fragen und mutig das Grundgesetz zitieren: …

https://www.neulandrebellen.de/2019/04/enteignungen-enteignet-wird-hoechstens-unser-verstand/

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Like Libya & Syria, Venezuela is not “just about oil”

Yes, the latest research confirms that Venezuela is so rich in natural resources, that it could single-handedly satisfy all global demand for oil, for over 30 years. And it has much more than oil to offer, in its Orinoco basin and in other areas of the country.

  • Andre Vitchek

But it is not all ‘about oil’; actually, far from it.

Those who believe that what propels the spread of Western terror all over the world, are just some ‘business interests’ and legendary Western greed, are, from my point of view, missing the point.

I noticed that such individuals and analysts actually believe that ‘capitalism is responsible for everything’, and that it creates the culture of violence of which, both victims and victimizers, already became hostages to.

After working in all corners of the world, I am now more and more convinced that capitalism is actually the result of Western culture, which is predominantly based on expansionism, exceptionalism and aggression. It is also constructed on a deeply rooted desire to control and to dictate. Financial/monetary greed is just a by-product of this culture which has elevated its superiority to something that could be defined as religious, or even religiously fundamentalist.

Or in other words: belief in its own superiority is actually now the main religion in both Europe and North America.

*

What makes the Libyan, Syrian and Venezuelan scenarios so similar? Why was the West so eager to viciously attack, and then destroy these three, at the first glance, very different countries?

The answer is simple, although it is not often uttered in the West; at least not publicly:

‘All three countries stood at the vanguard of promoting and fighting with determination for such concepts as “pan-Africanism”, “pan-Arabism” and Patria Grande – essentially Latin American independence and unity.’ …

https://off-guardian.org/2019/04/04/like-libya-syria-venezuela-is-not-just-about-oil/

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Claus Kleber außer Rand und Band – Oder: Warum der Einmarsch Russlands im Baltikum ausfällt

Im heute-journal vom 4. April lässt Claus Kleber in einer Anmoderation russische Truppen im Baltikum einmarschieren. Dieser grobe journalistische Schnitzer wirft ein Schlaglicht auf den geistigen und moralischen Zustand der medialen Eliten in Deutschland.

  • Gert Ewen Ungar

Auf meinem Bildschirm erscheint eine Nachricht. “Eilmeldung” steht dort auf Russisch. Und darunter die Überschrift: “Auf einem deutschen Fernsehkanal wird über den ‘Einmarsch’ Russlands in Estland berichtet”. Jetzt übertreiben die Kollegen beim russischsprachigen Kanal von RT aber wirklich, denke ich. Doch schon wenige Minuten später stellt sich heraus, aus Russland kommt wie immer der fachlich bessere Journalismus, der niederschmetternd schlechte kommt aus Deutschland.

Wenn ein Kalter Krieger heißläuft – Claus Kleber redet von Krieg mit Russland

Denn schon eine kurze Recherche später ist klar: Er hat es wirklich gesagt. Claus Kleber hat sich in seiner Anmoderation eines Beitrags über die NATO im heute-journal vom 4. April tatsächlich zu dieser Aussage verstiegen:

Zu Lande, zu Wasser und in der Luft sind heute amerikanische, deutsche und andere Verbündete unterwegs nach Estland, um dort die russischen Verbände zurückzuschlagen, die sich dort wie vor einigen Jahren auf der Krim festgesetzt haben.

Er fügt dann noch hinzu: “Keine Sorge, das ist nicht so, das ist nur eine Vision, aber eine realistische.” Eine Nullnachricht, garniert mit der ihr zugrunde liegenden wilden Mutmaßung. Realistisch ist hier nämlich gar nichts, wie ich zeigen werde.

Es mag sein, Kleber habe nur Wachrütteln wollen angesichts einer in seinen Kreisen wahrgenommenen russischen Bedrohung. Es mag ja sein, dass er aufgrund dieser Bedrohung zu einem Mittel gegriffen hat, das er bei Orson Wells entlehnte. Das mag er ja alles als Entschuldigung für seinen groben Fehltritt anführen. Allerdings ist damit zwar das eine oder andere erklärt, entschuldigt ist damit aber nichts, denn der Vorgang wirft ein Licht auf die Verrohung und die intellektuelle Dürftigkeit der deutschen medialen Eliten. ….

https://deutsch.rt.com/meinung/86900-claus-kleber-ausser-rand-und-band/

#AtlantiBrücke#Friedensdividende#RusslandFrieden#NATO

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The Third Phase of Clean Energy Will Be the Most Disruptive Yet

Building new solar, wind, and storage is about to be cheaper than operating existing coal and gas power plants. That will change everything.

  • Ramez Naam

When the history of how humanity turned the corner on climate change is written, we’ll look back and see that clean energy – specifically clean electricity from solar, wind, and storage, went through four distinct phases.

RENEWABLES PHASE 1 – POLICY DEPENDENT  

From the 1980s until roughly 2015, there was virtually no place on earth where new solar, wind, or energy storage was cheaper than generating electricity from coal or natural gas. This was the first phase of renewables, one where they scaled entirely because of government subsidies and mandates. And in this time, renewable growth was paltry. Solar reached 1% of global electricity. Wind reached perhaps 4%. The world spend hundreds of billions of dollars subsidizing clean energy, and seemingly got nothing.

RENEWABLES PHASE 2 – COMPETITIVE FOR NEW POWER

Except that the world didn’t get nothing. As I’ve written often, the most important aspect of clean energy policy has been to drive down the price of clean energy by scaling it, and thus kicking in the learning-by-doing that continually lowers the unsubsidized price of new solar, new wind, and new energy storage.  The policies of the 80s, 90s, 2000s, and 2010s finally drove down the cost of new solar and wind electricity by more than a factor of ten. That finally paid off around 2015, when, for the first time, building solar or wind power was, even without subsidies, sometimes cheaper than building new coal-or-gas fired electricity.

You can see this in IRENA’s graph showing the price of new solar PV, on-shore wind, off-shore wind, and solar CSP.

The cost of solar and wind is dropping below the cost of fossil fuel electricity around the world. Each blue or orange circle reflects one solar or wind project. The heavy lines reflect global weighted average prices of solar and wind. Source: IRENA.

http://rameznaam.com/2019/04/02/the-third-phase-of-clean-energy-will-be-the-most-disruptive-yet/

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Operation Gladio: The Unholy Alliance

Between the Vatican, the CIA and the Mafia: Overview of the book by Paul L. Williams

  • Antony C. Black

On the hot summer morning of Aug. 2, 1980 a massive explosion ripped apart the main waiting room of the Bologna railway station. Eighty-five people were killed and hundreds more injured. Though at first blamed on Italy’s legendary urban guerrillas, The Red Brigades, it soon emerged that the attack had, in fact, originated from within the ‘deep state’ of the Italian government itself.

The full nature of this secret parallel state would only come to light a decade later when the Italian premier, Giulio Andreotti, under questioning from a special commission of inquiry, revealed the existence of arms caches stashed all around the country and which were at the disposal of an organization which later came to be identified as ‘Gladio’.

The members of this group turned out to include not only hundreds of far-right figures in the intelligence, military, government, media, Church and corporate sectors, but a motley assortment of unreconstructed WW2 fascists, psychopaths and criminal underworld types to boot. And despite Andreotti’s attempts to airbrush the group as ‘patriots’ it appeared evident to much of the rest of the Italian polity that these seemed rather more like pretty bad folk indeed. Little did they know. Follow-up research by the likes of Daniele Ganser, Claudio Celani, Jurgen Roth and Henrik Kruger traced connections to similar groups spread throughout Europe of which all were found to be deep state terrorist organizations, and all of which were found, ultimately, to be subservient unto the highest levels of the CIA and NATO command structures.

The moniker ‘Gladio’ (after the two-edged sword used in classical Rome) was eventually broadened to include a bewildering host of related deep state terrorist structures including: ‘P2’ In Italy, ‘P26’ in Switzerland, ‘Sveaborg’ in Sweden, ‘Counter-Guerrilla’ in Turkey and ‘Sheepskin’ in Greece. This (hardly definitive) European list was then found to have connections not only to virtually every US sponsored secret state terrorist organization the world over (including the likes of Operation Condor in Latin America), but also to many of the global drug cartels that provided the secretive wealth needed to fund and otherwise lubricate the whole rotting, corrupt shebang. …

https://off-guardian.org/2019/04/06/operation-gladio-the-unholy-alliance/

#Gladio#AtlantiBrücke#Friedensdividende#NATO

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Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn – Demo Berlin 6.4.2019

https://www.youtube.com/watch?v=-aloHt3fg8s

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