Freie Meinungsäußerung: Verabschiedet euch vom freien Internet, wie ihr es kennt

Für viele ist das Internet täglicher Begleiter und wichtige Informationsquelle. Manche sind regelrecht süchtig nach der ständigen Vernetzung per Smartphone, Tablet und Co.. Und erst das Internet hat vielen die Möglichkeit eröffnet sich abseits der ausgetrampelten Mainstreammedienpfade zu informieren, sich kritisch auszutauschen oder sich zu organisieren.

Dinge, die den militärischen und staatlichen Schöpfern des eigentlichen Internets sicherlich mehr als nur ein Dorn im Auge sind und als Entwicklungsfehler gelten dürften. Gilt es doch in einem zusammenbrechenden Geldsystem Informationen so zu steuern und zu streuen, dass Informationen nicht zu einer Gefahr für selbiges und die dahinterstehenden Eliten werden.

Genau aus diesem Grund sehen wir auch immer weitergehende Versuch das freie Internet in ein kontrollierbares Korsett zu zwängen, dessen letztendliche Aufsicht zurück in die Hände seiner Schöpfer gelangt. Denn wie anders soll man nachfolgende Entwicklungen bewerten?

1.Britische Porn-Wall

Britische Internetprovider setzen bereits seit mehreren Jahren die sogenannte Porn-Wall technisch um. Nur per Opt-Out, d.h. der bewussten Zustimmung bestimmte Inhalte im Netz sehen und ansurfen zu wollen, kann dieser Porno-Filter durch den Nutzer umgangen werden.

Kamen damals bereits erste kritische Stimmen auf, die vor einer Zensur durch die Hintertüre warnten, traf es jetzt ganz konkret den Chaos Computer Club, dessen Veranstaltungsseite zum jährlich stattfindenden Kongress (dieses Jahr 31C3) aus Großbritannien nicht aufrufbar ist. Nun mag der eine oder andere sagen, dass dies nur ein Fehler oder ein Versehen war/ist.

Doch seien wir einmal ehrlich: Es zeigt nichts anderes, wie dass jederzeit die Filter so gesetzt werden können, dass auch unliebsame, regierungskritische Seiten gesperrt und nicht ereichbar sein werden. Die novemberliche Erweiterung der Liste auf “extremistische politische Inhalte”, deren Defintion äußerst schwammig und letztendlich auf jede x-beliebige Seite ausdehnbar ist, zeigt die zunehmende Tendenz der Zensur per Filterfunktion. Auch die Argumentation, dass sich der Kunde doch für eine Öffnung aussprechen kann und somit “Vollzugriff auf das Internet” bekommt, ist bei genauem betrachten kein solches. Denn a) kann diese Opt-Out-Klausel von heute auf morgen keine Anwendung mehr finden und b) wird die Beantragung zur Filteraufhebung viele davor abhalten diese zu beantragen, wenn sie nicht gleichzeitig in die “engere Auswahl als Extremist” gelangen wollen. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein bis die Filter auch bei unseren Providern Einzug halten werden. Mit oder ohne Opt-out – darauf darf man dann gespannt sein. …

http://konjunktion.info/2014/12/freie-meinungsaeusserung-verabschiedet-euch-vom-freien-internet-wie-ihr-es-kennt/

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