Die Systeme Chinas und Russlands sind den westlichen Demokratien überlegen

Die Entwicklung der letzten 20 Jahre in China und Russland wäre mit den Standards der westlichen Demokratien nicht möglich gewesen.

  • Peter Haisenko

Mit Wachstumsraten, die im Westen noch nie erreicht worden sind, ist China zur größten Handelsmacht aufgestiegen und hat die größten Währungsreserven. Der Westen hingegen versinkt im Schuldenmorast, aus dem es kein Entkommen gibt.

1986 war ich in Peking. Es gab Millionen Fahrräder und verdammt schlechte Luft, obwohl es kaum Autos gab. Der Zustand des Landes erschien hoffnungslos nach der “Kulturrevolution”, die den jungen Menschen Bildung verweigerte. China war die Billigwerkbank des Westens, ebenso wie die DDR für die BRD. Nach 1990 war die russische Föderation in einem jämmerlichen Zustand. Jelzin hat mit seinen 28 westlichen “Beratern” einen Ausverkauf der russischen Nationalökonomien an das westliche Kapital organisiert und es ging den Menschen wirklich schlecht – mit Ausnahme der Oligarchenkaste, die das Geschäft des Westens betrieb, um sich am Nationalvermögen zu bereichern. Wie ist es möglich, dass sich dieser hoffnungslose Zustand innerhalb von 25 Jahren in sein Gegenteil verwandelt hat?

Individualrechte haben bei uns einen höheren Stellenwert als das Allgemeinwohl

In China sind während der letzten drei Jahrzehnte eine Fülle von Megacities entstanden, nach modernsten Standards, während Deutschland nicht in der Lage ist, einen Hauptstadtflughafen zu bauen, der schon 1990 beschlossen wurde und 30 Jahre später – vielleicht – in Betrieb geht. Der Bau einer Magnetschwebebahn scheitert seit Jahrzehnten in Deutschland, in China ist diese deutsche Technologie innerhalb kurzer Zeit in Schanghai realisiert worden. Russland hat die längste Brücke Europas über die Straße von Kertsch innerhalb von zwei Jahren gebaut, inklusive Planung, während beim Umbau des Bahnhofs in Stuttgart auch nach zehn Jahren noch kein Ende absehbar ist. Wie kann also von einer Überlegenheit der westlichen Demokratie gesprochen werden, die schon lange mehr Religion als praktische Politikform ist?

Wo gehobelt wird, fallen Späne, sagt ein deutsches Sprichwort. Der Umkehrschluss lautet: Wer keine Späne will, darf nicht hobeln. Oder auch: Wer arbeitet, macht auch Fehler. Wer keine Fehler machen will, darf nicht arbeiten. Im Westen, in Deutschland, soll alles fehlerfrei sein, ohne Hobelspäne. Individualrechte haben einen höheren Stellenwert als das Allgemeinwohl, auch die die von Tieren. Ist die Wohnhöhle eines Feldhamsters durch ein Projekt bedroht, wird die Planung auf Jahre durch Gerichtsverfahren verzögert, wenn sie nicht gänzlich eingestellt werden muss. Eine sichere Stromversorgung ist selbstverständlich, aber die dafür notwendigen Leitungen dürfen keinesfalls über bewohnte Grundstücke führen. Betrachten wir dazu noch den Unsinn mit den europaweiten Ausschreibungen, nicht nur für Großprojekte. …

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