Politischer Tapetenwechsel

Die alten konservativen Parteien sind out — Grün ist die bevorzugte politische Waffe im Kampf für die Neuprogrammierung der Gesellschaft.

  • Hermann Ploppa

Merkwürdig. Viele von uns haben sich über Jahrzehnte nach einem Totalabsturz der Union, der viel zu lange regierenden Herrscherclique Deutschlands, gesehnt. Und jetzt, da CDU und CSU infolge einer Serie von Skandalen taumeln und die Ablösung durch eine neue politische Kraft zum Greifen nahe scheint, kann sich niemand so richtig darüber freuen.

Die Grünen, die Partei der Stunde, deren Wahlerfolg in Baden-Württemberg wieder einmal gezeigt hat, wie gern die Bürger ihre Metzger selber wählen, werden die Coronapolitik Angela Merkels allenfalls smart modernisieren, keineswegs aber ändern. Wir würden unter einer grünen Regierung vieles verlieren — vermutlich auch unser Vertrauen —, nicht jedoch Lockdown, Maskenzwang und das Ziel einer durchgeimpften Bevölkerung. Die Grünen eignen sich daher ideal für ein Update des bekannten politischen Umgestaltungsprogramms, dessen Hauptkomponenten Digitalisierung, Ausbeutung und die Aushöhlung der Demokratie sind.

Die alte politische Software wird gerade gelöscht. Alle Reminiszenzen an die Welt vor Corona werden gerade ausradiert. Konservative Parteien stehen als die Deppen da. CDU, CSU und die diversen konservativen Wählergemeinschaften werden verlacht und auf dem Kehrichthaufen der Geschichte entsorgt. Nicht dass ich diesen Parteien auch nur eine Träne hinterher weine. Mitnichten. Diese Law-and-Order-Parolen haben unser aller Leben nicht eben angenehmer gemacht in den vergangenen Jahrzehnten.

Jedoch der ungenierte Grünen-Hype lässt meine inneren Alarmglocken schrillen. Was hier als Grün verkauft wird, ist derart synthetisch, dass es nach frisch gebackenem Plastik nur so stinkt. Man schaue sich nur einmal die dilettantische, unendlich künstliche Inszenierung des virtuellen Grünen-Parteitags an: Grünen-Papst Robert Habeck als miserabel schauspielernder Staubsaugervertreter der schönen neuen Pharma- und Überwachungswelt.

Geschlagene fünfzehn Jahre haben wir nun CDU/CSU mit der Dauerkanzlerin Angela Merkel ertragen müssen. Wer auch nur ansatzweise die Weisheit der Regierungschefin infrage zu stellen wagte, der isolierte sich selber. Die Presse ließ nur höchstes Lob zu. In der frühen Neuzeit gab es die Kunstgattung der Panegyrik, soll heißen: über die Regenten nichts außer Bestes. Die synchronisierte Medien-Meute betrieb bis vor einigen Wochen nichts anderes als lupenreine Panegyrik. Und jetzt auf einmal textet Spiegel-Starkolumnist Dirk Kurbjuweit:

„Deutschland, das muss man leider sagen, wird derzeit grottenschlecht regiert, von der Bundeskanzlerin, von der Runde der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten, von einigen Ministern, namentlich von Gesundheitsminister Jens Spahn. Das muss Konsequenzen haben.“

Hossa! Im konservativen kleinen Bruder des Spiegel, dem Focus, schächtet Kolumnist Jan Fleischhauer das Renommee der bleiernen Kanzlerin: …

https://www.rubikon.news/artikel/politischer-tapetenwechsel

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