Berlin: Israelis und Iraner gemeinsam gegen Kriegspolitik

3. November: Israelis und Iraner demonstrieren gegen US-Kriegspolitik vor der US-Botschaft in Berlin

Wir dokumentieren eine Pressemitteilung des »Iranian-Israeli Circle, against war, sanctions, occupation and states oppression« über eine von dieser Gruppe geplante Kundgebung am 3. November vor der US-Botschaft in Berlin:

Die US-Wahlen kommen näher und die Politik beider Kandidaten gegenüber dem Iran und Israel sind Herzstücke ihrer »Außenpolitik«. Dieses Mal kommen Iraner/innen und Israelis zusammen, um zu sagen: Das ist, wo wir die rote Linie ziehen!

Die Auftaktkundgebung findet am 03.11.2012 um 15:00 Uhr vor der US-Botschaft am Pariser Platz in Berlin statt und endet nach einer Abschlusskundgebung vor dem Reichs­tagsgebäude. Wir wollen gegen die illegitime Art und Weise demonstrieren, wie die Wahl­kampagnen sowohl von Gouverneur Romney als auch Präsident Obama Israel und Iran instrumentalisieren, um auf zynische Weise US-Wähler umzustimmen. Unter dem Vor­wand Israels Sicherheit zu gewährleisten und der Tyrannei im Iran ein Ende zu bereiten, befürworten beide Kandidaten den Ausbau der unmenschlichen Wirtschaftssanktionen und forcieren die Kriegsdrohungen gegen den Iran.

Ein Angriff auf den Iran würde viele Menschenleben im Iran, Israel / Palästina und im Nahen Osten kosten, nach eigenen Schätzungen des US-Militärs würde es in einem all umfassenden Regionalkrieg führen. Die menschlichen Kosten eines solchen Krieges wür­den sogar die des Irak- und Afghanistankrieges übersteigen, die beiden anderen Fälle, in denen mit Krieg versucht wurde zu »demokratisieren« und zur »Stabilisierung der Re­gion« beizutragen. Die Friedensnobelpreisträger Obama und die EU behaupten, dass Sanktionen ein diplomatisches und akzeptables Mittel wären um einen Krieg zu vermei­den. Jedoch werden die vermeidbaren Verluste von Menschenleben durch Mangel an Me­dikamenten z.B. Krebsmedikamenten und medizinscher Vorsorge, die durch die Sanktio­nen entstehen, nicht einkalkuliert. Darüber hinaus haben Sanktionen bisher dazu geführt, das Regime zu stärken und die Opposition im Iran zu schwächen.

Ebenso sind Kriegsdrohungen und Krieg dafür bekannt, dass sie sowohl der iranischen und als auch der israelischen Regierung als Vorwand dienen, für weitere Repressionen und um die Opposition zum Schweigen zu bringen, sowohl gegenüber dem iranischen totalitären Regime als auch in Bezug auf die Unterdrückung der Palästinenser/innen durch Israel.

Unser Protest ist genauso stark wie unsere Unterstützung für die Aufstände und Bewe­gungen der Menschen im Nahen Osten, die die einzige legitime Kraft sind, um über ihre eigene Zukunft zu bestimmen.

http://www.redglobe.de/deutschland/friedensbewegung/5581-israelis-und-iraner-demonstrieren-gegen-us-kriegspolitik

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